Umfrage: Zusatzbeiträge aller Krankenkassen ermittelt
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Nach der Ankündigung eines Zusatzbeitrages mehrerer Krankenkassen sind viele Patienten unsicher, wie auf die Beitragserhöhung zu reagieren ist. Das Verbraucherportal 1A Krankenversicherung hat aktuelle Informationen zum Thema zusammengestellt, darunter eine Liste aller Krankenkassen und deren Zusatzbeiträge.

(firmenpresse) - Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat die gesetzlich Versicherten jetzt dazu aufgefordert ihre Krankenkasse zu wechseln. Mehrere Kassen hatten angekündigt einen Zusatzbeitrag von über acht Euro zu erheben. Im Gegenzug gäbe es momentan noch ausreichend viele Kassen, die für das Jahr 2010 keine Zusatzbeiträge erheben. Bevor die Krankenkassen allerdings Zusatzbeiträge erheben können, muss überprüft werden, ob bestehende Finanzlücken nicht doch über mögliche Reserven gefüllt werden können. Die entsprechenden Aufsichtsbehörden überprüfen dies vorher.
Weiterhin ist es ratsam als Versicherter zu überprüfen, ob das Verhältnis von Preis und Leistung der eigenen Krankenkasse stimme. Zunächst hatten einige Krankenkasse angekündigt lediglich einen Zusatzbeitrag in Höhe von acht Euro zu erheben. Die Tatsache, dass die Krankenversicherungsgruppe BKK für Heilbefunde und die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) jetzt aber einen Zusatzbeitrag von bis zu 37,50 Euro im Monat erheben wollen, kurbelt die aktuelle Kritik an den Zusatzbeiträgen weiterhin an.
Die Zusatzbeiträge müssen vom Arbeitnehmer geleistet werden. Außerdem werden die jeweiligen Leistungen der Krankenkasse trotz der Beiträge nicht erhöht. In der Diskussion ist auch eine Gesundheitsreform mit pauschal erhobenen Beiträgen. Eine solche Kopfpauschale ist aber nach Meinung vieler Kritiker unsozial.
Auch Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer kritisiert die angesetzten Zusatzbeiträge. So müssten Sparpotentiale erst ausgeschöpft werden. Seehofer fordert in diesem Zusammenhang, dass die Steigerung von Ausgaben nicht mit der Erhebung von höheren Beiträgen einhergehen dürfe. Nur wenn eine Krankenkasse nicht mit dem Geld der Gesundheitsfonds auskommt, solle von der Erhebung der Zusatzbeiträge Gebrauch gemacht werden.
Die Krankenkassen haben die Möglichkeit die Zusatzbeiträge pauschal für alle Versicherungsunternehmer zu erheben oder die Beiträge nach dem Einkommen der Versicherten zu staffeln. Zusatzbeiträge bis zu acht Euro dürfen unabhängig vom Einkommen erhoben werden. Sollen die Beiträge über die Höhe dieser Pauschale hinausgehen, müssen sie in Abhängigkeit von Einkommen erhoben werden. Für so manch gesetzlich Versicherten lohnt ein Wechsel in die Private Krankenversicherung. Aufgrund der aktuellen finanziellen Situation vieler gesetzlichen Krankenkassen, bietet das eine Alternative.
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Datum: 04.02.2010 - 11:37 Uhr
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