E-Mail-Adressen vor Spam-Bots verstecken
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(firmenpresse) - Die Nennung von E-Mail-Adressen innerhalb der Firmenpräsentation im Internet erleichtert die Kommunikation für Interessenten; die Kontaktaufnahme zu erleichtern, erhöht die Chance, Aufträge von Webseitenbesuchern zu erhalten.
Neben seriösen Interessenten werden Internetseiten jedoch auch von automatischen Datensammlern, sogenannten Bots, besucht. Diese interessieren sich ebenso für Kontaktdaten, die mit weiteren von Bots ausgelesenen Informationen legal oder illegal massenhaft verkauft werden, um sie zukünftig für die Überflutung mit Werbung (Spam) zu nutzen.
Eine Emailadresse allein ist nicht besonders wertvoll. Eine Emailadresse in Verbindung mit einem Firmennamen bzw. Arbeitgeber und idealer Weise auch noch der Funktion im Unternehmen oder weiteren Kontaktdaten kann bereits mehrere Euros Wert sein.
Diese 5 Wege können helfen, für seriöse Interessenten angezeigte E-Mail-Adressen vor Spam-Bots zu verstecken:
Darstellung der E-Mail-Adresse als Bild statt Text (1)
Ihre Webbesucher sehen so weiterhin die Emailadresse, können sie jedoch nicht einfach anklicken, sondern müssen sie abtippen, um eine Email zu schreiben. Der Spam-Bot könnte das Bild per Texterkennung auslesen und dennoch verwenden, was jedoch komplizierter ist und seltener geschieht.
Verschleierung der E-Mail-Adresse durch HTML-Kommentare (2)
Wird die E-Mail-Adresse mustermax@mahr-edv.de im HTML-Code statt
<a href="mailto:mustermax@mahr-edv.de">mustermax@mahr-edv.de</a>
als kommentierter Text wie bspw.
muster<!-- kommentar@falle -->max@mahr-ed<!-- kommentar@falle -->v.de
dargestellt, können Interessenten die Emailadresse lesen und kopieren, jedoch nicht immer anklicken, während die meisten Spam-Bots daran scheitern sollten.
Verschleierung der E-Mail-Adresse durch JavaScript (3)
Mit JavaScript kann ein höheres Schutzniveau erreicht werden. Die Realisierung erfordert jedoch schon etwas mehr Programmierkenntnisse:
<a href="mailto:musterFALLEmaxMAILmahr-edvPUNKTde"
onclick="this.href=this.href
.replace(/FALLE/,'')
.replace(/MAIL/,'@')
.replace(/PUNKT/,'.')"
>E-Mail senden</a>
Angezeigt wird die E-Mail-Adresse in diesem Beispiel zwar nicht, aber sie ist für den Webseitenbesucher einfach klickbar. Diese Variante bietet einen höheren Schutz vor Spam-Bots.
E-Mail-Adressen mit reCAPTCHA! nur für echte Menschen anzeigen (4)
Das reCAPTCHA Modul von Google stellt sehr zuverlässig sicher, dass Funktionen wie bspw. die Anzeige von E-Mail-Adressen oder das Absenden von Formularen nur für Menschen erfolgt. Die Nachteile bestehen darin, dass der Webseitenbesucher im besten Fall nach einem weiteren Klick die E-Mail-Adressen angezeigt bekommt, sich im schlimmsten Fall jedoch durch das Abtippen von Worten oder Lösen einfacher Bildaufgaben als Mensch beweisen muss. Vorteilhaft ist das hohe Schutzniveau, welches von Google immer auf aktuellem Stand gehalten wird. Weitere Informationen bietet die Google reCAPTCHA Webseite.
Kontaktformulare statt der Anzeige von E-Mail-Adressen (5)
Durch den Einsatz von Kontaktformularen sieht weder der Webseitenbesucher noch ein Spam-Bot die Emailadressen. Der Webseitenbesucher kann eine Nachricht mit geringem Aufwand senden, muss jedoch Informationen wie dessen E-Mail-Adresse eintippen. Diese Variante ist sowohl für eine zentrale als auch individuelle E-Mail-Adresse möglich, kann durch das o.g. reCPATCH gegen Missbrauch geschützt werden, um beispielsweise im Rahmen einer Nachrichteneigangsbestätigung weitere Kontaktdaten an den Interessenten zu übermitteln. In vielen Content-Management-Systemen sind derartige Kontaktformulare bereits eingebaut und auch ohne Programmierkenntnisse verwendbar.
Fazit
Wie so oft in der IT muss ein Kompromiss zwischen Komfort (einfache Anzeige sowie Klickbarkeit) und Sicherheit (Schutz vor Spam) gefunden werden.
Unabhängig von der möglichen Veröffentlichung von E-Mail-Adressen, ist die Verwendung eines Spam-Filters zu empfehlen, da früher oder später auch bei vertraulichster Behandlung der eigenen Kommunikationsdaten unvermeidlich Spam und Viren ins Postfach gelangen werden, die nicht nur wegen des resultierenden Arbeitsaufwands für den Empfänger, sondern auch zu Gunsten der Sicherheit vorab gefiltert werden sollten.
Spätestens, sobald auch die E-Mail-Adressen im Impressum der Homepage verschlüsselt oder versteckt werden sollen, ist besondere Vorsicht geboten. Denn: Wenn der nach TeleMedienGesetz erforderliche einfache Abruf der vorgeschriebenen Kontakt- bzw. Anbieterinformationen nicht mehr gegeben ist, droht eine teure Abmahnung wegen dieser Pflichtverletzung, weshalb die Einholung vorherigen juristischen Rats, den wir nicht anbieten, zusätzlich zur IT-technischen Beratung durch uns zu empfehlen ist.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 26.03.2018 - 12:45 Uhr
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Ansprechpartner: Fabian Mahr
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