Rheinische Post: Handwerk lehnt geplanten Mindestlohn für Azubis strikt ab
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den von der großen Koalition geplanten Mindestlohn für Auszubildende,
die so genannte Mindestausbildungsvergütung, strikt abgelehnt. "Wir
wollen auf keinen Fall, dass die Tarifautonomie ausgehebelt wird",
sagte Wollseifer der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post"
(Dienstagausgabe). "Deshalb halten wir eine
Mindestausbildungsvergütung für ebenso unnötig wie tarifpolitisch
gefährlich", sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen
Handwerks (ZDH). "Darüber sollten auch weiter die Sozialpartner
entscheiden und nicht die Bundesregierung", sagte Wollseifer. "Es
handelt sich bei der Ausbildungsvergütung nicht um einen Lohn,
sondern um einen Zuschuss zum Lebensunterhalt. Dazu kommen dann auch
noch das Kindergeld und andere soziale Förderungen", sagte
Wollseifer. "Lehrjahre sind Lernjahre. Azubis sind noch keine
vollwertigen Arbeitskräfte, sondern lernen noch", sagte er. "Auch ein
Student bekommt während seiner Ausbildung schließlich keine
Ausbildungsvergütung, dafür hat er aber Vergünstigen wie zum Beispiel
ein Semesterticket", sagte der ZDH-Präsident. "Wir würden uns
wünschen, es gäbe auch ein Azubi-Ticket", erklärte er.
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Datum: 03.04.2018 - 00:00 Uhr
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