Chancen nutzen in einer sich wandelnden Energiewelt

(firmenpresse) - Kreuzlingen, Schweiz, 04. April 2018 - Innovationen sind in vielen EVU angekommen. Das bedeutet, dass nicht mehr nur auf hoher Flugebene und abstrakt über Innovationen und mögliche Geschäftsmodelle nachgedacht wird, sondern auch ganz konkret. Zum einen haben sich Versorgungsunternehmen selbst Kompetenzen und Ressourcen geschaffen, um Innovationen voran zu treiben. Zum anderen sind sich Versorgungsunternehmen der Tatsache bewusst, dass für die Zukunft neue Lösungen hervorgebracht werden müssen, wenn die Unternehmen erfolgreich sein wollen. Die Frage ist aber, wie viele der mehreren hundert EVUs in der Schweiz bereits in Richtung Zukunft gehen, und wie viele in der alten Welt verharren.
Das 8. Innovationsforum Energie stand ganz im Zeichen der Chancen und Herausforderungen, die auf die Energiebranche in den kommenden Jahren zukommen werden. Im Kontext der vier "D"s" (Digitalisierung, Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Demokratisierung) wurden u.a. die Suche und Entwicklung künftiger profitabler Geschäftsfelder, die zunehmende Digitalisierung der Geschäftsfelder, der Einfluss der Elektromobilität, die zunehmend erforderliche kundenzentrische Geschäftsausrichtung und der künftige Wettbewerb um Geschäftsfelder und Kunden diskutiert.
Branchenteilnehmer diskutierten zusammen mit Vertretern von nationalen und internationalen Energieunternehmen, IT-Dienstleistern, Forschungseinrichtungen sowie politischen Vertretern und konnten dabei zahlreiche Einblicke in erfolgreiche Praxisanwendungen einzelner Lösungen gewinnen.
Neue Technologien und Anwendungen bieten die Möglichkeit, die unternehmensinterne Effizienz zu steigern, die Kommunikation mit dem Kunden neu zu gestalten, neue Produkte zu entwickeln und neue Geschäftsfelder zu erschliessen. Ein Trend scheint dabei die Konzentration der EVU auf ihre Kernprozesse zu sein, während Management- und Support-Prozesse vermehrt automatisiert und bzgl. der Administration und Weiterentwicklung an externe IT-Anbieter ausgelagert werden.
Bei der Ausweitung bisheriger Geschäftsaktivitäten der grossteils in öffentlicher Hand befindlichen EVU auf Geschäftsbereiche, die vermehrt in privatwirtschaftlicher Hand sind, wurde der Bedarf nach klaren Rahmenbedingungen einmal mehr deutlich, da der Schweizerischer Gewerbeverband vor allem die KMU in der aktuellen Marktentwicklung als benachteiligt ansieht. Als möglicher Lösungsansatz wurde eine öffentliche Diskussion im Rahmen der Einführung von Eignerstrategien für alle öffentlichen Marktteilnehmer gesehen, in dessen Prozess die beabsichtigte Einführung von "gleichlangen Spiessen" festgelegt werden soll. Ob dies letztlich jedoch ein geeignetes Instrument hierfür ist, bleibt abzuwarten.
Der ökologische Fussabdruck der bereitgestellten Energie ist nicht mehr nur eine Anforderung von Endkunden an ihren Energielieferanten, sondern auch von Unternehmen an ihre eigenen Zulieferer, welche im Rahmen ihrer künftigen Ausschreibungen ökologische Merkmale als vergaberechtliche Entscheidungsmerkmale berücksichtigen werden.
Erste konkrete Praxisbeispiele wurden ebenfalls im Bereich der Blockchain vorgestellt. In einem regionalen Projekt in Deutschland wird durch eine eindeutige Zuordnung von dezentraler Erzeugung zu Verbrauch sichergestellt, dass die Zuordnung von ökologischer Energie zu einzelnen Verbrauchern auch der tatsächlichen Lieferbarkeit mit physischer Energie entspricht. Hierdurch wird das Problem angegangen, dass die über Herkunftsnachweise "vergrünte" Energie in der Realität bei zu grosser geographischer Entfernung nicht der physischen Energielieferung entspricht und somit zu einer Diskrepanz zwischen tatsächlichem und gefühltem Energiebezug führt.
Zu welchen Ergebnissen eine staatlich koordinierte Digitalisierungsstrategie führen kann, wurde am Beispiel Dänemark verdeutlicht. Hier findet ein Grossteil der Kommunikation mit staatlichen Organen über digitale Technologien statt, wobei jeder Einwohner eine digitale ID besitzt. Gleichwohl zeigt dieses Beispiel, dass eine flächendeckende Einführung neuer Technologien oftmals nur durch regulatorische und technische Vorgaben erzielt werden kann, da gerade in den ersten Jahren der Investitionsbedarf entsprechend hoch ist, eine wirtschaftliche Rechtfertigung erst längerfristig erzielt werden kann und die Schaffung gewisser Infrastrukturen auch im öffentlichen Interesse liegt.
Es wird abzuwarten sein, welche Änderungen auf die Schweizer Marktteilnehmer in den kommenden Jahren zukommen werden. Im Rahmen der Veranstaltung war jedoch deutlich zu sehen, dass die kommenden Änderungen zahlreiche Chancen bieten, die es entsprechend zu nutzen gilt.
Dieser Rückblick wurde von den Tagungsmoderatoren Benjamin Teufel, Sector Leader Energy Switzerland von Ernst & Young Ltd und Dr. Andre Vossebein, Geschäftsführer von B E T Suisse AG verfasst. Herr Teufel und Herr Vossebein haben den hochkarätigen Beiträgen und Diskussionsrunden einen optimalen Rahmen gegeben. Nicht zuletzt die produktiven Diskussionen und das ausgezeichnete Networking sowie die sehr gute Stimmung aller Teilnehmenden und Referenten rundeten den Erfolg der Tagung ab.
Das nächste Innovationsforum Energie findet am 4. und 5. April 2019 in Zürich statt.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Über Vereon AG
Die Vereon AG mit Sitz in Kreuzlingen (Schweiz) recherchiert und organisiert seit 2003 erfolgreich Kongresse, Fachtagungen und Seminare für Führungskräfte aus ganz Europa. Ein grosses persönliches Netzwerk und der tägliche Kontakt mit anerkannten Experten, Spezialisten und Entscheidern aus Wirtschaft und Wissenschaft bildet die solide Basis.
Jährlich bestätigen mehrere Tausend zufriedene Teilnehmende die grosse Bedeutung dieser professionell recherchierten und strukturierten Veranstaltungen in den Themenbereichen Banken, Finanzen, Chemie und Pharma, Energie, IT, Marketing und Vertrieb sowie Recht und Steuern für ihren nachhaltigen beruflichen Erfolg.
Vereon AG
Johannes von Mulert
Hauptstrasse 54
8280 Kreuzlingen
presse(at)vereon.ch
0041 71 677 8700
www.vereon.ch/presse
Datum: 04.04.2018 - 13:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1596992
Anzahl Zeichen: 5483
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Johannes von Mulert
Stadt:
Kreuzlingen
Telefon: 0041 71 677 8700
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 499 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Chancen nutzen in einer sich wandelnden Energiewelt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Vereon AG (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Kreuzlingen, März 2026 - Unter dem Motto E-Rechnungspflicht: Lösungen für die erfolgreiche Umsetzung begleitet der 13. E-Rechnungs-Gipfel vom 22. bis 24. Juni 2026 in Berlin die aktuellen Entwicklungen zur Einführung der E-Rechnung in Deutschland. Am 22. Juni startete der Gipfel mit einem pra
Lösungen für die erfolgreiche Umsetzung der E-Rechnungs-Pflicht ...
Unter dem Motto «E-Rechnungspflicht: Lösungen für die erfolgreiche Umsetzung» begleitet der 13. E-Rechnungs-Gipfel vom 22. bis 24. Juni 2026 in Berlin die aktuellen Entwicklungen zur Einführung der E-Rechnung in Deutschland. Am 22. Juni startete der Gipfel mit einem praxisorientierten Workshop:
E-Invoicing Exchange Summit Dubai: Shaping the Future of Digital Tax Compliance in the Middle East ...
Switzerland, March 2026 - The Middle East is entering a new phase of digital tax transformation, driven by mandatory e-invoicing, digital VAT reporting, and real-time tax controls. As governments accelerate regulatory reforms, businesses must adapt to tighter compliance requirements while embracing
Weitere Mitteilungen von Vereon AG
"Da lohnt sich umdenken." - Konnys Lichttipps für den Frühjahrsputz ...
München, den 04.04.2018 Ob beim Ausbau eines alten Schulbusses oder beim Bau eines zehn Meter hohen Baumhauses, "Goodbye Deutschland"-Star Konny Reimann liegt bei seinen Projekten stets eine ressourcenschonende Vorgehensweise am Herzen - auch beim Einbau von Wohnraumbeleuchtungen: "S
ENERGY MEXICO Oil Gas Power Expo&Congress 2019 ...
Die dritte Ausgabe von ENERGY MEXICO war erfolgreich und festigt damit die Position als führendes Business Forum für die Energieindustrie in Mexiko. Das starke Interesse zeigt den Stellenwert der internationalen Veranstaltung mit den Schwerpunkthemen Öl, Gas und Elektrizität. ENERGY MEXICO biete
Parkregler von meteocontrol steuert größte türkische PV-Eigenverbrauchsanlage ...
Augsburg/Ankara/Antalya, 04. April 2018 - Als Kooperationspartner des auf PV-Dachanlagen spezialisierten EPC-Dienstleisters Altungrup Solar Enerji hat die meteocontrol GmbH das Monitoring- und Regelungskonzept für das bisher größte türkische Zero-Feed-In PV-Projekt realisiert. Die 400 kWp-Anlage
Chancen nutzen in einer sich wandelnden Energiewelt ...
Innovationen sind in vielen EVU angekommen. Das bedeutet, dass nicht mehr nur auf hoher Flugebene und abstrakt über Innovationen und mögliche Geschäftsmodelle nachgedacht wird, sondern auch ganz konkret. Zum einen haben sich Versorgungsunternehmen selbst Kompetenzen und Ressourcen geschaffen, um




