Frankfurter Rundschau: Und nun?
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Ost-Ghouta noch vor Augen hat, auf den müssen die westlichen
Raketenangriffe auf Syrien wirken wie ein zynisches Gemogel. Trotz
einer Woche martialischer Trump-Tweets beließen es die Alliierten
wieder nur bei symbolischen Luftschlägen, wenn auch ein paar
Marschflugkörper mehr als vor einem Jahr nach dem Giftgasangriff auf
Khan Sheikhoun. Und trotzdem - so hart es klingt - war das
Bombardement unter dem Strich ein Sieg der Vernunft. Der befürchtete
Schlagabtausch mit Russland auf syrischem Boden fand nicht statt, aus
dem sich leicht ein verheerender Weltbrand hätte entwickeln können.
Damit einher geht die Einsicht, dass für den Westen in Syrien nicht
mehr viel zu machen ist. Das Regime in Damaskus hat gesiegt und wird
weitgehend die Bedingungen für die Nachkriegszeit diktieren. Für die
USA und Europa dagegen ist der Zeitpunkt längst verstrichen, wenn es
ihn je gab, Syriens Tragödie abzukürzen oder in andere Bahnen zu
lenken.
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Datum: 15.04.2018 - 16:55 Uhr
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