Hohe Fehlwurfquote schlecht fürs Recycling
ID: 1601276
wichtige Stellschraube. Je besser sie funktioniert, desto besser kann
man den Verpackungsabfall recyclen", erklärt Eric Rehbock,
Hauptgeschäftsführer des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und
Entsorgung.
"Wir stellen fest, dass es teilweise erhebliche Unterschiede bei
der Qualität der Mülltrennung gibt. Es gibt viele Regionen, da
funktioniert sie gut. Es gibt aber auch Gebiete, wo bis zu 60 Prozent
Fehlwürfe festgestellt werden. Wenn wir dafür sorgen wollen, dass
mehr Verpackungen, insbesondere Kunststoffverpackungen recycelt
werden, müssen wir auch die Sammlungen verbessern.", so Eric Rehbock.
Der bvse sieht dafür durchaus erfolgversprechende Möglichkeiten.
So mahnt der Recyclingverband an, dass die Bürgerinnen und Bürger
besser und intensiver auf die richtige Mülltrennung hingewiesen
werden. Die Kommunikation sei in den letzten Jahren sträflich
vernachlässigt worden. Hier müsse dringend mehr geschehen. In der
Pflicht sieht der bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock die dualen
Systeme und insbesondere die Kommunen in Deutschland.
Kritisiert wird in der Branche aber auch, dass es Kommunen gibt,
die ihren Bürgerinnen und Bürgern finanzielle Anreize dafür bieten,
möglichst wenig Abfall in die Beseitigungstonnen zu werfen. Im
Ergebnis bedeutet das nämlich, dass weniger Beseitigungsmüll in die
eigentlich dafür vorgesehenen Abfallbehälter kommt und gleichzeitig
der nicht recycelbare Müllanteil im gelben Sack bzw. der gelben Tonne
ansteigt. Rehbock: "Die Materialqualität rauscht so in den Keller. Da
hilft auch die modernste Sortieranlage nicht mehr weiter!"
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Pressesprecher:
Jörg Lacher
bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.
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Datum: 17.04.2018 - 13:35 Uhr
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