EU fördert mit Agrarmilliarden den Verstoß gegen eigene Umweltstandards
ID: 1606291
jedes Jahr für die Förderung ihrer Landwirtschaft aus. Es ist einer
der größten Ausgabenposten in der EU. Obwohl der Agrarhaushalt laut
Vorschlag der EU-Kommission wegen des Brexits maßvoll schrumpfen
soll, ist keine grundlegende Neuverteilung der Agrarmilliarden
geplant. Die Zahlungen, die eigentlich die Einkommen von Landwirten
stabilisieren und den Umweltschutz verbessern sollen, verfehlen aber
oft die gewünschte Wirkung. Die NDR-Redaktion des
ARD-Wirtschaftsmagazins "Plusminus" hat anlässlich des Vorschlags für
den neuen EU-Haushalt, der am 2. Mai vorgelegt wird, die Subventionen
für das Agrarland Niedersachsen analysiert. Das Ergebnis: Fast 70
Prozent der Gelder fließen in den Westen Niedersachsens - eine
Region, in der regelmäßig gegen Umweltrichtlinien der EU verstoßen
wird.
Der Westen Niedersachsens steht für Massentierhaltung, große
Mastbetriebe und zunehmende Umweltprobleme, verursacht durch
Landwirtschaft. Die niedersächsische Landesregierung bezeichnet die
Region in ihrem aktuellen Nährstoffbericht als "Risiko-Region". Denn
hier werden die Grenzwerte für Nitrat, Phosphor und Stickstoff
überschritten - Folgen einer verfehlten Agrarpolitik, finanziert von
den Steuerzahlern. Wissenschaftler kommen in einer Studie im Auftrag
der EU-Kommission zu dem Ergebnis, dass die von der Landwirtschaft
verursachten Umweltschäden bei 300 Euro pro Hektar liegen. Damit
kommt in Deutschland zu den Direktzahlungen an die Landwirtschaft in
Höhe von 5,2 Milliarden Euro jährlich noch einmal dieselbe Summe an
Umweltkosten, die der Steuerzahler zu tragen hat, kritisiert Prof.
Friedhelm Taube von der Universität Kiel. Als Mitglied des
Agrarbeirates der Bundesregierung moniert er seit Jahren, dass die EU
mit ihren Subventionen eine Landwirtschaft fördert, die gegen Regeln
und Grenzwerte in der Europäischen Union verstößt.
Und auch das Ziel der Einkommensstabilisierung in der
Landwirtschaft wird nicht erreicht. EU-Agrarkommissar Phil Hogan
schreibt in seinem ersten Entwurf zur Neuausrichtung der gemeinsamen
Agrarpolitik, dass 80 Prozent der Direktzahlungen an nur 20 Prozent
der Landwirte fließen. Es profitieren vor allem die Betriebe mit
großen Flächen, denn die Direktzahlungen werden pro Hektar gezahlt -
unabhängig davon, ob dieser Betrieb tatsächlich Einkommenszuschüssen
bedarf. "Plusminus" (NDR): Mittwoch, 2. Mai, 21.45 Uhr, im Ersten
Mehr Infos zur Sendung unter www.Plusminus.de
Pressekontakt:
Norddeutscher Rundfunk
Presse und Information
Iris Bents
Tel.: 040/4156-2304
Mail: i.bents@ndr.de
http://www.ndr.de
https://twitter.com/NDRpresse
Original-Content von: NDR / Das Erste, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 01.05.2018 - 13:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1606291
Anzahl Zeichen: 3081
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hamburg
Kategorie:
Umwelttechnologien
Diese Pressemitteilung wurde bisher 507 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"EU fördert mit Agrarmilliarden den Verstoß gegen eigene Umweltstandards"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
NDR / Das Erste (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Ralf Prange ist zurück und steht vor neuen Herausforderungen. In seine Beziehung zu Dörte kehrt der Alltag ein und der Vermieter meldet plötzlich Eigenbedarf an. Gemeinsam mit Nachbar Horst schmiedet Prange Pläne, die unweigerlich ins Desaster führen. Auch für „Prange 2“, der Fortsetzung
Dreh für neuen NDR Fernsehfilm „Club der Frühschwimmerinnen“ mit Anja Kling, Annett Sawallisch, Aybi Era und Anne Schäfer ...
Vier Frauen. Eine nahezu unmögliche Distanz. Und die vielleicht wichtigste Entscheidung ihres Lebens. Tanja, Bianca und Aynur sind keine Extremsportlerinnen – sondern Frauen mitten im Leben, die sich jeden Morgen im Schwimmbad eine kleine Auszeit erkämpfen. Zwischen Beziehungskrisen, unerfüllte
Premiere für Jörg Schönenborn in den tagesthemen ...
Jörg Schönenborn moderiert am Montag, 6. Juli 2026, erstmals die ARD tagesthemen. Er verstärkt damit das bestehende Moderationsteam um Jessy Wellmer und Ingo Zamperoni. Auch Julia-Niharika Sen und Susanne Stichler gehören weiterhin zum Moderationsteam der tagesthemen. Marcus Bornheim, Erster C
Weitere Mitteilungen von NDR / Das Erste
Deutsche Umwelthilfe lobt Teilverbot giftiger Neonikotinoide - Umfassendes Pestizidreduktionsprogramm muss folgen ...
Zur heutigen Entscheidung im Ständigen Ausschuss der EU für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel, die Anwendung der drei bienenschädlichen Insektengifte (Neonikotinoide) Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid im Freiland europaweit zu verbieten, nimmt Sascha Müller-Kraenner, Bundesg
Dött: Verbot von Neonikotinoiden wichtiger Schritt für Insektenschutz ...
"Aktionsprogramm Insektenschutz" auf den Weg bringen Am heutigen Freitag hat der Ständige Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (ScoPAFF) der EU-Kommission das Verbot einer Reihe von Neonikotinoiden für die Freilandnutzung beschlossen. Hierzu erklärt die
Fischbestände erholen sich zu langsam: Deutsche Umwelthilfe und Our Fish kritisieren Fischereimanagement der EU ...
Wissenschafts-, Technik- und Wirtschaftsausschuss für Fischerei der EU (STECF) kommt zum Schluss, dass sich die Fischbestände zu langsam erholen - Fischereibranche ist auf gesunde Fischbestände angewiesen - Deutsche Umwelthilfe und Our Fish fordern Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner au
GLS Bank beteiligt sich an der UmweltBank ...
Die GLS Bank übernimmt 15,6 Prozent der Anteile an der UmweltBank AG. Damit bleibt die klare ökologische Ausrichtung der UmweltBank langfristig sichergestellt. Die UmweltBank wurde 1997 von Sabine und Horst P. Popp gegründet und 18 Jahre erfolgreich geführt. Vor 3 Jahren haben sich die GrÃ




