Krankenkassen und Deutsche Diabetes Gesellschaft disqualifizieren sich selbst
ID: 1606504
gesetzlicher Krankenkassen, Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und
Foodwatch kommentiert Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer des
Spitzenverbands der Deutschen Lebensmittelwirtschaft, Bund für
Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL):
"Wir als Lebensmittelwirtschaft benötigen keine Belehrungen von
Interessensgruppen, weil wir seit Jahren handeln und beispielsweise
stetig innovative Rezepturen entwickeln, bestehende optimieren und
über Nährwerte und Inhaltsstoffe aufklären. Wir zeigen Verantwortung
und sind dialogbereit. In einem Runden Tisch mit dem
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft setzen wir uns
konstruktiv mit Fragen der Ernährung, der Rezepturen und der
Kennzeichnung von Lebensmitteln auseinander. Grundsätzlich begrüßen
wir es, wenn sich gesellschaftliche Akteure aktiv mit sinnvollen
Maßnahmen in die Debatte um einen gesunden Lebensstil einbringen.
Doch diejenigen, die heute ihren offenen Brief an die Bundeskanzlerin
vorstellen, glänzen nicht durch Eigeninitiative, sondern lediglich
durch fragwürdige Schuldzuweisungen und falschadressierte
Forderungen. Statt ständig mit dem Finger auf andere zu zeigen,
könnten die Techniker Krankenkasse, die AOK und die von der
Pharmaindustrie finanzierte Deutsche Diabetes Gesellschaft ihre
eigenen Angebote verbessern und den Menschen kostenlosen Zugang zu
Ernährungskursen und Bewegungs- und Entspannungsprogrammen
verschaffen. Statt immer mehr Pillen zu verschreiben, sollte lieber
in sachliche Aufklärung investiert werden! Wir empfinden es als
klares Foul der DDG und der zwei gesetzlichen Krankenkassen, die über
ihren Spitzenverband dem Runden Tisch ebenfalls angehören, diesen mit
einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin zu torpedieren. Diese
Aktion nur eine Woche nach dem Auftakttreffen des Runden Tisches
zeugt von einer sehr geringen Wertschätzung gegenüber dem
Bundesministerium und dem fehlenden Willen zusammen mit allen
Parteien eine gemeinsame, erfolgsversprechende Strategie zu
erarbeiten. Ich fordere daher die DDG und die gesetzlichen
Krankenkassen auf, entweder ihre billige Agitation einzustellen und
zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren oder den gemeinsamen
Runden Tisch zu verlassen!"
Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL)
Der BLL ist der Spitzenverband der deutschen
Lebensmittelwirtschaft. Ihm gehören ca. 500 Verbände und Unternehmen
der gesamten Lebensmittelkette - Industrie, Handel, Handwerk,
Landwirtschaft und angrenzende Gebiete - sowie zahlreiche
Einzelmitglieder an.
Pressekontakt:
Für weitere Informationen:
Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL)
Christoph Minhoff
Hauptgeschäftsführer
Claire-Waldoff-Straße 7, 10117 Berlin
Tel.: +49 30 206143-135, E-Mail: cminhoff@bll.de
BLL-Öffentlichkeitsarbeit
Manon Struck-Pacyna
Tel.: +49 30 206143-127,
E-Mail: mstruck@bll.de, Web: www.bll.de,
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Datum: 02.05.2018 - 10:23 Uhr
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