Schwäbische Zeitung: Wohnraummangel birgt Sprengstoff - Leitartikel zu Wohnungsnot

Schwäbische Zeitung: Wohnraummangel birgt Sprengstoff - Leitartikel zu Wohnungsnot

ID: 1608389
(ots) - In Stuttgart gibt es wieder Hausbesetzer, zum
ersten Mal seit einem Jahrzehnt sind dort Ende April nach einer
Demonstration gegen hohe Mietpreise zwei leer stehende Wohnungen
okkupiert worden. In Freiburg ist der langjährige Oberbürgermeister
von einem Nobody aus dem Amt verdrängt worden, der Herausforderer hat
die Schaffung von sozialem Wohnraum zu einem seiner Kernthemen im
Wahlkampf gemacht. Und landauf, landab suchen Kommunen händeringend
Wohnraum für die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen, was
angesichts der Wohnraumknappheit die Gefahr mit sich bringt, dass die
Neuankömmlinge und alteingesessene Bürger von interessierten Kreisen
gegeneinander ausgespielt werden.

Keine Frage, der Wohnraummangel birgt Sprengstoff. Auch, weil die
Politik sich jahrelang aus dem sozialen Wohnungsbau zurückgezogen,
Immobilien an private Investoren verkauft und sich so selbst des
Einflusses beraubt hat. Das war ein Fehler, diese Erkenntnis hat sich
mittlerweile durchgesetzt. Die Spitzen der gerade erst geschmiedeten
Koalition nehmen die im Koalitionsvertrag getroffenen Vereinbarungen
nun schnell auf die Tagesordnung, und das ist gut so.

Dabei ist jede Maßnahme für mehr bezahlbaren Wohnraum willkommen -
wenn sie denn wirkt. Beim Baukindergeld ist die Koalition aber noch
eine Antwort auf die Frage schuldig, wie sie verhindern will, dass
das Geld letztlich bei den Bauunternehmen hängen bleibt, die die
Preise entsprechend erhöhen. Studien zufolge könnte das Baukindergeld
die Nachfrage nach Bauplätzen weiter in ländlichere und bislang
günstigere Regionen verlagern. In Regionen wie in Oberschwaben und
dem Allgäu wäre ein Haus auf dem Land für die jungen Familien, die
von dem Baukindergeld profitieren, wohl tatsächlich ein Schritt hin
zu einer soliden Altersvorsorge - und das ist ja auch ein Ziel dieser


Förderung. In weniger wohlsituierten Regionen, etwa in Teilen
Ostdeutschlands, wo Immobilienpreise langfristig allenfalls
stagnieren, geht diese Rechnung aber nicht in gleicher Weise auf.



Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de

Original-Content von: Schwäbische Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Windradunfall in Borchen Mittelbayerische Zeitung: Der ewige Wladimir / Ein Kommentar der Mittelbayerischen Zeitung, Regensburg
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.05.2018 - 21:12 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1608389
Anzahl Zeichen: 2479

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Ravensburg



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 447 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwäbische Zeitung: Wohnraummangel birgt Sprengstoff - Leitartikel zu Wohnungsnot"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Schwäbische Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Weitere Mitteilungen von Schwäbische Zeitung


Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Windradunfall in Borchen ...
Bei jedem größeren Unfall sind Behörden alarmiert und nehmen aktiv Untersuchungen auf. Im Fall der Windkraftanlage in Borchen veranlasst die Aufsichts- und Genehmigungsbehörde erst vier Wochen nach dem Unfall per Ordnungsverfügung den Betreiber, ein Gutachten zur Bodenbelastung beizubringe

BERLINER MORGENPOST: Zeit der Bilder ist vorbei / Leitartikel von Kerstin Münstermann ...
Die Stimmung scheint bestens: Auf Deutschlands höchstem Berg stehen die drei führenden Politiker der Regierungsfraktionen und freuen sich. Teambuilding, das erklären Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU), CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt und die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Nahle

Neue Westfälische (Bielefeld): Höhere Bußgelder für Zweite-Reihe-Parker Andere Lösungen gefragt Stefan Boes ...
Es ist ein sinnvolles Ziel der Verkehrsminister, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. Mit einem höheren Bußgeld für Zweite-Reihe-Parker löst man aber gar nichts. Geht es um krasses Fehlversagen am Steuer - Drängeln, Rasen, Gaffen, Handynutzung - ist es richtig, empfindlich zu bestr

BERLINER MORGENPOST: Bessere Arbeit wagen / Kommentar von Andreas Abel ...
Wer in einem Büro arbeitet, kennt das. Morgens bei Dienstbeginn sind die Papierkörbe geleert, die Schreibtische abgewischt, die Teppichböden gesaugt und die Toiletten geputzt. Das ist komfortabel, bringt aber einen großen Nachteil mit sich. Die Putzkräfte, in aller Regel Frauen, müssen in


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z