dena startet Studie zur Blockchain in der Energiewende
ID: 1611299
- Neue Technologie kann Austausch und Speicherung von Daten
sicherer machen
- dena-Studie untersucht Anwendungsmöglichkeiten, technische
Voraussetzungen und Geschäftsmodelle im Energiesystem
Die Deutsche Energie-Agentur (dena) startet eine Studie, um den
Einsatz der Blockchain-Technologie für die integrierte Energiewende
zu bewerten, insbesondere für die Koordination der täglich wachsenden
Zahl an dezentralen Komponenten des Energiesystems über alle Sektoren
hinweg. Gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft untersucht die
dena, ob die technischen Voraussetzungen für die Blockchain in der
Praxis bereits ausreichen und ob Anwendungen der digitalen
Informations- und Kommunikationstechnologie wirtschaftlich und
verlässlich in konkreten Geschäftsmodellen betrieben werden können.
"Die Blockchain bietet von der Grundidee her beste Voraussetzungen
für den Austausch, die Validierung und die Dokumentation wertvoller
Daten in einem integrierten Energiesystem", so Andreas Kuhlmann,
Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. "Wir sind an einem Punkt
angelangt, an dem es darum geht zu überprüfen, ob sich die Chancen
der Technologie auch in der Praxis technisch, wirtschaftlich und
rechtlich realisieren lassen. Das Energiesystem ist eine kritische
Infrastruktur, die durch die Digitalisierung auch auf der Ebene der
Informations- und Kommunikationstechnik sicher und geschützt arbeiten
muss. Die Blockchain-Technologie kann dabei helfen - wie genau, das
wollen wir mit unserer Studie zeigen."
Praxischeck: Wo stößt die Blockchain an ihre Grenzen?
Die Blockchain kann im Energiesystem die Effizienz von
Transaktionen erhöhen, direkten Austausch ermöglichen und
gleichzeitig die Kosten senken, etwa bei Lade- und
Abrechnungstransaktionen für Elektrofahrzeuge. Grundsätzlich ist die
Technologie aber nicht konkurrenzlos. Im Finanzmanagement oder im
Online-Handel zum Beispiel konkurriert die Blockchain mit etablierten
IT-Systemen. Diese durch eine Blockchain zu ersetzen, ist denkbar,
aber für die Unternehmen mit Investitionen verbunden. Ziel der Studie
ist es zu beantworten, welchen Mehrwert die Blockchain gegenüber
alternativen Systemen in konkreten Anwendungsfeldern liefern kann;
aber auch wo sie technisch und wirtschaftlich an ihre Grenzen stößt,
zum Beispiel bei der Anzahl der Transaktionen und dem damit
verbundenen Energieverbrauch. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2019
vorgestellt.
Blockchain ist eine neuartige Technologie für den sicheren
Austausch und die Speicherung von Daten. Transaktionen können auf
Basis der Technologie verifiziert, validiert und zu Blöcken
zusammengefasst werden. Blockchain-Datenbanken gelten als
manipulationssicher, da die einzelnen Informationsblöcke aufwändig
verschlüsselt und dezentral gespeichert werden. Die wohl bekannteste
Nutzung ist die digitale Währung Bitcoin. Zu den
Anwendungsmöglichkeiten im Energiesystem gehören zum Beispiel die
Optimierung von digitalen Prozessen oder der Betrieb von dezentralen
Plattformen für den direkten Stromhandel zwischen Besitzern von
Photovoltaikanlagen und Verbrauchern.
Partner der Blockchain-Studie
Die dena realisiert die Studie "Blockchain in der integrierten
Energiewende" gemeinsam mit folgenden Partnern: BKW, cronos
Unternehmensberatung, EnBW Energie Baden-Württemberg, EWE NETZ,
items, ista International, Mainova, Netz Lübeck, Rheinische
NETZGesellschaft, Siemens, Stadtwerke Leipzig, VERBUND. Bis zum
15.06.2018 können sich noch weitere Unternehmen an der Studie
beteiligen.
Verantwortlicher Projektleiter und Ansprechpartner bei der dena
ist Philipp Richard (E-Mail: richard@dena.de).
Pressekontakt:
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Dr. Sebastian Fasbender,
Chausseestraße 128 a, 10115 Berlin
Tel: +49 (0)30 66 777-825, Fax: +49 (0)30 66 777-699, E-Mail:
fasbender@dena.de, Internet: www.dena.de
Original-Content von: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), übermittelt durch news aktuell
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Datum: 16.05.2018 - 10:48 Uhr
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