Radikale Kürzung der Solarförderung gefährdet Arbeitsplätze in Hessen GRÜNE fordern Lautenschläger zum Handeln auf
ID: 161230
Radikale Kürzung der Solarförderung gefährdet Arbeitsplätze in Hessen GRÜNE fordern Lautenschläger zum Handeln auf
Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert Umweltministerin Lautenschläger (CDU) auf, sich für den Erhalt der hessischen Solarindustrie einzusetzen. Hintergrund sind die Pläne von Bundesumweltminister Röttgen (CDU), die Förderung der Solarenergie drastisch zu kürzen. Geplant sind Kürzungen des Einspeisetarifs für Solarenergie von 15 bis 25 Prozent. Der Antrag* der GRÜNEN wird am Donnerstag im Umweltausschuss beraten.
"Wir könnten uns eine maßvolle Reduzierung der Förderung im einstelligen Bereich vorstellen. Eine regelmäßige Reduzierung der Vergütung war schon im Erneuerbaren-Energie-Gesetz vorgesehen, aber was Bundesumweltminister Röttgen plant, ist überzogen und gefährdet einen der wichtigsten Job- und Wirtschaftsmotoren auch in Hessen", kritisiert die umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN, Ursula Hammann. Anfang des Jahres waren bereits Kürzungen in Höhe von neun bis elf Prozent erfolgt.
DIE GRÜNEN verweisen auf die starke Stellung der Solarindustrie gerade auch in Hessen, die so gefährdet würde. Bei der Firma "Wagner und Co." sind derzeit rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon 175 im Bereich der Photovoltaik. Der Weltführer in der Wechselrichterproduktion für Solaranlagen, SMA in Nordhessen, beschäftigt 3500 Mitarbeiter. Bis zum Jahr 2020 könnten allein in Nordhessen 20 000 Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien und der Effizienzverbesserung entstehen.
"Die geplanten zusätzlichen Kürzungen des Einspeisetarifs für Solarenergie von 15 bis 25 Prozent halten wir für unangemessen und riskant", verdeutlicht der Marketingleiter der Firma Wagner Solar, Christof Biba. "Wer diese Reduktion will, setzt die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Solarindustrie aufs Spiel, gefährdet Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung sowie im Handwerk."
DIE GRÜNEN unterstreichen, dass eine Kürzung nur mit Augenmaß, also im einstelligen Bereich vorgenommen werden könne. Nur so könnten die bisherigen Erfolge im Ausbau der erneuerbaren Energien fortgesetzt und die Klimaschutzziele erreicht werden. "Die Sprachlosigkeit von Umweltministerin Lautenschläger gegenüber Röttgen ist eine Schande. Wenn es um eine Verlängerung der Laufzeiten der Schrottreaktoren von Biblis geht, ist sie immer an vorderster Stelle zu finden. Bei der Gefährdung hunderter von Arbeitsplätzen in der hessischen Solarindustrie geht, glänzt sie durch Schweigen. Damit setzt sie die Erfolge des hessischen Handwerks und der Industrie leichtfertig aufs Spiel. Das ist keine gute Vertretung der Interessen der hessischen Bürgerinnen und Bürger", bedauert Ursula Hammann.
"Durch die leider überzogene Zusatzdegression gefährdet Röttgen die Wirkung des konzeptionell richtigen Ansatzes, die Einspeisevergütung bei einer Erhöhung um drei Gigawatt jährlich zu reduzieren und selbst genutzten Solarstrom stärker zu berücksichtigen", so Christof Biba weiter.
Der Antrag* der GRÜNEN wird in öffentlicher Sitzung abschließend in der Sitzung des Umweltausschusses am Donnerstag, dem 11. Februar 2010, behandelt.
*Den Antrag finden Sie unter:
http://www.gruene-fraktion-hessen.de/cms/presse/dok/326/326740.radikale_kuerzung_der_solarfoerderung_ge.html
Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
Pressesprecherin: Elke Cezanne
Schlossplatz 1-3; 65183 Wiesbaden
Fon: 0611/350597; Fax: 0611/350601
Mail: gruene@ltg.hessen.de
Web: http://www.gruene-fraktion-hessen.de
(c) Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 10.02.2010 - 15:34 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 161230
Anzahl Zeichen: 4117
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 310 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Radikale Kürzung der Solarförderung gefährdet Arbeitsplätze in Hessen GRÜNE fordern Lautenschläger zum Handeln auf"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bündnis 90/Die Grünen Hessen (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wertet die Äußerungen der neuen Kultusministerin Beer zu ihrem ersten Schuljahresstart als "perspektiv- und orientierungslos". "Leider bringt auch die vierte Kultusministerin in vier Jahren keinen Aufbruch für Hessens Schulen. Die
Pyrotechnik in Stadien ? GRÜNE für eine ergebnisoffene Debatte ...
Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert Innenminister Boris Rhein (CDU) dazu auf, den von ihm angekündigten Hessischen Fußballgipfel nicht nur für einen konstruktiven und offenen Dialog mit Vereinen, Fanvertretern und Fanclubs sowie der Polizei zu nutzen, sondern auch wieder in
Keimbelastung bei Speiseeis ? GRÜNE: Alle Jahre wieder ? - Verbraucherschutzministerium muss endlich handeln ...
Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN kritisiert zum wiederholten Male die hohe Keimbelastung von Speiseeis und Sahne in hessischen Gastronomie-Betrieben. "Alle Jahre wieder beanstandet der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL) die Keimbelastung in Speiseeis und Sahneprodukten
Weitere Mitteilungen von Bündnis 90/Die Grünen Hessen
Grafschafter Krautfabrik erhält „Applied CleanTech Siegel“ des DCTI ...
Emissionsfreier Strom als Nebenprodukt der Sirupherstellung „Das Beispiel der Grafschafter Krautfabrik zeigt, dass CleanTech Engagement keinesfalls nur ein Thema für technische Industriezweige ist. Auch die Nahrungsmittelindustrie kann einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten“, s
"WIK- Quote": Das WIK bezieht Stellung ...
"Zunächst wird mit der Entscheidung deutlich, dass der Sparte Wasser in den Augen der Kartellrechtler keineswegs eine Sonderstellung gegenüber anderen Versorgungssparten einzuräumen ist. Auch wenn dies die deutsche Wasserwirtschaft kontinuierlich bestreitet, unter Einbeziehung der Erfahrung
Solarverband übt scharfe Kritik an Koalitionsplänen zu Solarförderung ...
Presseservice des BSW-Solar vom 10. Februar 2010 Berlin, 10. Februar ? Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) übt scharfe Kritik an Plänen der Koalition, die Solarstromförderung zum 1. Juni um 16 Prozent zu reduzieren. Das gegenüber der Gesetzesvorlage des Bundesumweltministers um
NABU kritisiert fehlende EU-Klimastrategie nach Kopenhagen-Versagen ...
Tschimpke: Europa muss sich klima- und wirtschaftspolitisch neu aufstellen Berlin/Brüssel - Im Vorfeld des morgigen Sondergipfels der europäischen Staats- und Regierungschefs in Brüssel hat der NABU eine neue EU-Strategie zum Schutz des Klimas und der biologischen Vielfalt gefordert. "




