Schlüsselübergabe an die ZfA in Brandenburg an der Havel
ID: 1618420
feierliche Schlüsselübergabe im neu bezogenen Verwaltungsgebäude der
Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA). Der restaurierte
und zum Teil neu errichtete Gebäudekomplex in den ehemaligen
Brennabor-Werken beherbergt auf rund 20.000 Quadratmetern Nutzfläche
zukünftig die Arbeitsplätze von über 900 Beschäftigten in
Brandenburg. Die ZfA ist eine Verwaltungseinheit der Deutschen
Rentenversicherung Bund.
Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund
eröffnete den Festakt und wies darauf hin, dass die ZfA sich seit
ihrem Start im Jahr 2001 zum modernen und leistungsfähigen
IT-Dienstleister für Ministerien, Behörden und Institutionen
entwickelt habe. Nach Roßbachs Worten sei die ZfA damit "eine der
Verwaltungen 4.0 in Deutschland". Im Hinblick auf den Neubau hob sie
die gelungene Vereinigung von alter Bausubstanz und moderner
Büroarchitektur hervor. "Die Kombination von Altem und Neuem spiegelt
perfekt die Entwicklung der Stadt Brandenburg an der Havel vom
ehemaligen Industriestandort hin zum modernen und vielfältigen
Wirtschaftsstandort wider", so Roßbach. Die Deutsche
Rentenversicherung Bund setze mit dem neuen Dienstgebäude ein Zeichen
und bekenne sich auch langfristig zum Standort Brandenburg.
Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg,
sagte: "Die heutige Schlüsselübergabe ist ein wichtiges Signal für
Brandenburg und ganz Ostdeutschland. Die Deutsche Rentenversicherung
bekommt einen vorzüglichen Dienstsitz in einer attraktiven,
lebenswerten Stadt. Ostdeutschland ist auch 30 Jahre nach der Einheit
noch viel zu selten Standort von Bundesbehörden und
Bundes-Forschungseinrichtungen. Das muss anders werden. Dafür trete
ich weiter ein." Woidke betonte zugleich, die Rente sei zusammen mit
dem Arbeitsmarkt das zentrale sozialpolitische Thema der heutigen
Zeit. Zwar sei die volle Ost-West-Angleichung beschlossen, werde aber
erst 2025 vollendet sein. "Das muss schneller möglich sein, die
Spielräume sind vorhanden. Ich hoffe, dass der Bundestag diese
Spielräume nutzt."
Christian Amsinck, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen
Rentenversicherung Bund, machte in seiner Rede deutlich, dass die ZfA
weitgehend papierlos organisiert sei. "95 Prozent aller Anträge auf
Gewähr einer Altersvorsorgezulage werden automatisch zur Auszahlung
gebracht", so Amsinck. Er wies in seiner Rede auch auf die Bedeutung
der Riester-Rente für weite Teile der Bevölkerung hin. Sie sei neben
der gesetzlichen Rentenversicherung ein wichtiger Baustein der
zusätzlichen Absicherung im Alter. "Seit Beginn der Zulagenförderung
wurden insgesamt 33,1 Milliarden Euro Zulagen ausgezahlt", so
Amsinck. Der überwiegende Teil der Zulagenempfänger beziehe ein
unterdurchschnittliches Einkommen. Die Hälfte der ausgezahlten
Zulagen seien Kinderzulagen, 56 Prozent der Zulagenempfänger seien
Frauen. Selbst in der Altersgruppe von 25 bis 35 Jahren hätte 36
Prozent einen Riester-Vertrag. Damit würden wichtige Zielgruppen der
Riester-Rente erreicht.
Walter Riester, ehemaliger Bundesminister für Arbeit und
Sozialordnung, wies in seiner Rede auf den erfreulichen Anstieg der
Lebenserwartung und die damit verbundenen längeren Bezugszeiten der
gesetzlichen Rente hin. "Die Rentenbezugsdauer hat sich seit Anfang
der 1950-er Jahre mehr als verdoppelt und beträgt mittlerweile etwa
20 Jahre", so Riester. Als Reaktion auf die demographische
Entwicklung sei die geförderte zusätzliche Alterssicherung eingeführt
worden. Die ZfA setze ihren Auftrag, die Förderung für die
zusätzliche Alterssicherung auszuzahlen, wirkungsvoll und kompetent
um. Ihr komme damit eine sehr wichtige Rolle bei der Absicherung der
Menschen im Alter zu.
Die Riester-Rente wurde im Jahr 2002 eingeführt. Seither erfolgt
die Berechnung, Auszahlung, Überprüfung und Rückforderung staatlicher
Zulagen durch die ZfA in Brandenburg an der Havel. Pro Jahr werden
Zulagen von rund 2,5 Milliarden Euro ausgezahlt. Ende 2017 gab es
rund 16,6 Millionen Riester-Verträge.
Pressekontakt:
Dr. Dirk von der Heide
Pressesprecher
Tel. 030 865-89178
Fax. 030 865-27379
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Datum: 07.06.2018 - 12:04 Uhr
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