Spezial-Systeme von SCISYS unterstützen Alexander Gerst bei Forschungsmission im All
Houston, Huntsville, Moskau, Oberpfaffenhofen – ab Juni werden Wissenschaftler in Europa gemeinsam mit dem deutschen ISS-Kommandanten Alexander Gerst Experimente im Forschungslabor Columbus durchführen. Die Wissenschaftler wollen so schnell wie möglich Zugriff auf die neu gewonnenen Experimentaldaten bekommen. Doch wie gelangen die Daten sicher aus dem Weltraum in die Labors der Forschungseinrichtungen? Mithilfe eines speziell entwickelten IT- und Datenmanagementsystems des Bochumer Raumfahrtunternehmens SCISYS.
Das SCISYS-System „DaSS“ verteilt die Telemetrie- und Experimentaldaten
Das Bodensegment der Internationalen Raumstation besteht aus einem Netzwerk weltweiter Einrichtungen – unter ihnen die Missionskontrollzenten in Huntsville (USA) und Moskau (Russland), das Columbus Kontrollzentrum (Col-CC) im bayerischen Oberpfaffenhofen sowie zahlreiche Forschungseinrichtungen. Der Transfer der Experimentaldaten zwischen der ISS und den Forschungseinrichtungen erfolgt über ein System von SCISYS – das Data Services Subsystem (DaSS). „DaSS übernimmt Empfang und Versand von Daten innerhalb des Bodensegments und zu den europaweit verteilten Wissenschaftseinrichtungen“, erklärt Recher.
SCISYS hat zudem das Integrated Management System (IMS) entwickelt, mit dem sich – im Sinne eines „Systems-of-Systems“ – alle Komponenten des Bodensegments konfigurieren, steuern und überwachen lassen. Ein System, das frühzeitig vor IT-Problemen warnt und die Gefahr von Ausfällen reduziert. „Das Betriebspersonal im Kontrollzentrum wird rechtzeitig alarmiert, sobald Unregelmäßigkeiten erkannt werden, beispielsweise bevor Festplatten an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen oder Netzwerkkomponenten nicht korrekt geschaltet sind, wodurch wiederum der Datentransfer gestört werden könnte.“
Alexander Gerst erforscht Krebszellen im Weltraum
Das Columbus-Modul der ISS ist ein kompakter Arbeitsplatz. Es ist 6,9 Meter lang, 4,5 Meter im Durchmesser und vollgepackt mit Ausrüstung für Experimente in der Schwerelosigkeit. Alexander Gerst arbeitet zum Beispiel an der Erforschung von Krebszellen, die sich in der Schwerelosigkeit ganz anders als auf der Erde verhalten. Sie klumpen, anstatt flach zu wachsen. Ein Umstand, der es ermöglicht, Medikamente besser zu testen. Forscher der Berliner Charité und der University of Southampton führen zudem das Experiment „Myotones“ durch. Sie statten die Astronauten mit einem tragbaren Gerät aus, das in regelmäßigen Abständen einen Druckimpuls auf den Körper abgibt und anhand der Reaktion des Gewebes Rückschlüsse auf Elastizität, Steifigkeit und Eigenspannung zieht. Die Ergebnisse sollen bei der Erforschung von Knochenschwund im All helfen und auch Erkenntnisse für die Rehabilitation nach Knochenbrüchen auf der Erde liefern. Unterstützung bekommt Gerst übrigens von Cimon, einem medizinballgroßen Assistenzroboter mit künstlicher Intelligenz. Der fliegende Helfer redet mit den Astronauten, stellt Anleitungen für Experimente auf seinem Display dar und dokumentiert Fortschritte mit Kameras.
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SCISYS SPACE zählt zu den führenden Anbietern integrierter ICT-Lösungen für Kontrollzentren und die erweiterte Bodeninfrastruktur, ist spezialisiert auf Missionsplanung, Monitoring & Control Systeme, die Prozessierung von Daten, intelligente Systeme sowie Datendienste und integrierte Applikationen. Das Unternehmen entwickelt zudem Onboard-Software für Satelliten und unterstützt die Weiterentwicklung und den Betrieb von Raumfahrtmissionen.
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Datum: 13.06.2018 - 14:56 Uhr
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Luft- / Raumfahrt
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Freigabedatum: 13.06.2018
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