Die Zukunft hängt ab von innovativen Richtlinien, verantwortungsbewusster Geschäftsführung und auf den Menschen ausgerichteter Technologie
ID: 1621425
Guy Ryder, Generaldirektor der ILO, bat globale Wirtschaftsführer
dringend zur Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen, um eine
Arbeitszukunft aufzubauen, die gleichberechtigt ist und Technologie
nutzt, um das Leben der Menschen - und besonders derer in
Zwangsarbeit - zu verbessern. Ryder sprach auf dem jährlichen
Gipfeltreffen vom The Consumer Goods Forum in Singapur vor über 1.000
Geschäftsführern: "Vor uns liegt eine Umwälzung der
Arbeitsbedingungen. Wir können die Zukunft der Arbeit nach unseren
Vorstellungen gestalten, es gibt jedoch allgemeine Bedenken, was die
Zukunft bringen wird. Wir sollten Menschen mehr Vertrauen in die
Zukunft durch gute Geschäftsführung und öffentliche Richtlinien
geben."
(Logo: http://mma.prnewswire.com/media/556222/The_Consumer_Goods_F
orum_Logo.jpg )
Diese Aussage kommt kurz nach der Veröffentlichung einer globalen
Verpflichtung von Unternehmen (Aufruf zum Handeln (https://www.thecon
sumergoodsforum.com/wp-content/uploads/2018/06/2018-Social-Call-to-Ac
tion-CGF-IOM-ILO.pdf)), die Zwangsarbeit von globalen
Versorgungsketten auszuschließen und keine Zwangsarbeit in ihren
Geschäftsabläufen zu tolerieren. Dieser Aufruf zum Handeln und zur
Abschaffung von Zwangsarbeit und unethischen Einstellungsverfahren,
der vom Consumer Goods Forum (CGF) in Absprache mit der ILO und IOM
herausgegeben wurde, soll auf das Problem aufmerksam machen und
verantwortungsbewusste Geschäftspraktiken fördern.
"Unternehmen spielen eine zentrale Rolle im Kampf gegen das
weltweite Übel der Zwangsarbeit. Es ist nicht nur menschlich, sondern
auch ökonomisch das Richtige. Wertschöpfungsketten ohne Zwangsarbeit
sind viel produktiver und nachhaltiger als solche, die Kosten drücken
und deren Arbeiter unter Bedingungen arbeiten, die vergleichbar mit
Sklaverei sind", fügte Ryder hinzu, als er die CGF-Mitglieder
aufrief, die Grundsätze zum Thema Zwangsarbeit in vorrangigen
Branchen (https://www.theconsumergoodsforum.com/initiatives/social-su
stainability/key-projects/priority-industry-principles/) zu
implementieren.
Als Auftakt zum Gipfel startete die ILO ein neues
Geschäftsnetzwerk gegen Zwangsarbeit
(http://www.ilo.org/fl-businessnetwork) , damit Unternehmen
Zwangsarbeit und illegalen Handel schneller abschaffen können. Das
Netzwerk gegen Zwangsarbeit wird zur Alliance 8.7
(https://www.alliance87.org) beitragen, einer weltweiten
Partnerschaft zur Erreichung des Sustainable Development Goal Target
8.7, einem Aufruf zur Abschaffung von Kinderarbeit bis 2025 und
Zwangsarbeit, moderner Sklaverei und Menschenhandel bis 2030.
Auch Regierungen müssen sich an internationale Konventionen halten
und effektive Richtlinien zum Kampf gegen Zwangsarbeit einführen. Die
Kampagne 50forFreedom (http://www.50forfreedom.org/) unterstützt
Regierungsanstrengungen, das Protokoll gegen Zwangsarbeit zu
ratifizieren, das auf der Internationalen Arbeitskonferenz 2014 von
einer überwältigenden Mehrheit angenommen wurde. Das Protokoll
verstärkt den internationalen Rechtsrahmen zum Kampf gegen alle
Formen von Zwangsarbeit einschließlich Menschenhandel und ruft die
ratifizierenden Staaten auf, Maßnahmen zur Abschaffung von
Zwangsarbeit zu ergreifen, Opfer zu schützen und dafür zu sorgen,
dass sie Rechtshilfe und Entschädigungen erhalten.
Während der letzten Internationalen Arbeitskonferenz der ILO hat
Thailand das ILO-Protokoll gegen Zwangsarbeit ratifiziert und ist
somit das 24. Land weltweit und das erste in Asien, das dieses Papier
unterzeichnet hat.
Pressekontakt:
http://www.50forfreedom.org
http://www.ilo.org/fl-businessnetwork
http://www.ilo.org/fairrecruitment
http://www.tcgfsocial.com
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Datum: 15.06.2018 - 14:03 Uhr
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