Identitäts-Plattform Verimi ohne nennenswerte Resonanz: Erst 13.000 Nutzer registriert
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erstes Lufthansa-Unternehmen angeschlossen
Berlin, 19. Juni 2018 - Verimi, das Online-Projekt führender
deutscher Konzerne, hat einen Fehlstart hingelegt. Wie das
Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 7/2018, EVT 21. Juni)
berichtet, haben sich bei der Identitäts-Plattform, die einen
sicheren Zugang zu Digital-Angeboten gewährleisten und damit auch
US-Diensten wie Facebook und Google Paroli bieten will, nach
Unternehmensangaben bis Mitte Juni erst 13.000 Nutzer registriert.
Verimi wurde Anfang April relativ geräuschlos freigeschaltet, "ohne
dass wir ein Markteinführungskonzept gestartet hätten", sagte
Verimi-Geschäftsführer Torsten Sonntag gegenüber 'Capital'.
Um einen Erfolg feiern zu können, wird die Plattform auf einige
Millionen Nutzer kommen müssen. Ausreichend Schubkraft haben bislang
auch die zehn großen Gesellschafter rund um Allianz, Deutsche Bank,
Deutsche Telekom, Lufthansa und Axel Springer Verlag nicht gebracht,
die vor gut einem Jahr den Startschuss für die Initiative gegeben
haben. Von ihnen sind bislang lediglich die Deutsche Bank und die
Bundesdruckerei bei der Plattform angeschlossen.
Dabei werden hohe Erwartungen und Anforderungen an Verimi
gestellt. Die Plattform soll wie ein digitaler Generalschlüssel
funktionieren, über die sich Internetnutzer einmal registrieren und
danach mit einem Klick überall sicher und einfach anmelden können:
bei Banken, Zeitungen, Taxi-Apps, Telefonbetreibern. In den Markt für
Registrierungsdienste stoßen die dominanten US-Plattformen wie
Facebook oder Google längst machtvoll vor. Deutschen Unternehme
laufen Gefahr, die Hoheit über ihre Kundendaten zu verlieren.
Verimi muss nun Fahrt aufnehmen, um neue Partner und Nutzer zu
gewinnen. Dabei hat das Startup ein Henne-Ei-Problem, wie auch
Geschäftsführer Torsten Sonntag einräumt. Bislang gibt es zu wenig
attraktive Angebote, um Nutzer anzulocken. Und solange keine Nutzer
da sind, ist es für mögliche neue Partner wenig attraktiv
einzusteigen. In den kommenden Wochen sollen die
Verimi-Gesellschafter Telekom und die Allianz angeschlossen werden.
Das Vielfliegerprogramm Miles & More wird "als erste
Lufthansa-Tochter im September angeschlossen werden", sagt Sonntag.
Die 32 Millionen Vielfliegerkunden können sich dann über den grünen
Verimi-Button mit ihren Daten auch bei anderen registrieren. Darüber
hinaus will Sonntag die begehrten Meilen des Vielfliegerprogramms als
Lockmittel einsetzen, um andere Kunden zu Verimi zu lotsen.
Pressekontakt:
Jenny von Zepelin, Redaktion 'Capital',
Tel. 030/220 74-5114, E-Mail: zepelin.jenny@capital.de
oder
Nils Kreimeier, Redaktion 'Capital',
Tel. 030/220 74-5144, E-Mail: kreimeier.nils@capital.de
www.capital.de
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Datum: 19.06.2018 - 11:30 Uhr
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