Versorgungsstudie zum Prostatakrebs setzt neue Standards
Über 70 zertifizierte Zentren nehmen an der PCO-Studie teil.
Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung von Männern weltweit. Als Folgen von Erkrankung und Therapie können unter anderem Harninkontinenz, Darmprobleme, Erektionsstörungen und psychische Beschwerden auftreten. Bei den Behandlungsergebnissen werden weltweit große Unterschiede vermutet. An der multinationalen PCO-Studie beteiligen sich insgesamt über 150 Zentren aus derzeit 15 Ländern; darunter den USA, den Niederlanden, Norwegen und Australien. "Mit Sicherheit hat die Vorgeschichte der Patienten einen Einfluss auf das Behandlungsergebnis. Wenn wir die Ergebnisqualität der beteiligten Zentren vergleichen wollen, müssen wir unbedingt wissen, wie es den Patienten vor der Therapie geht, wie alt sie sind und welche Bildung sie haben. Mit den bislang erhobenen Daten haben wir eine Grundlage für die posttherapeutische Auswertung geschaffen, die bislang in keiner anderen Studie so erhoben wurde", erklärte Studienleiter Dr. Christoph Kowalski von der Deutschen Krebsgesellschaft auf einem bundesweiten Studientreffen im Juli 2018 in der OnkoZert-Geschäftsstelle in Neu-Ulm. Die Studie verfolge den Ansatz der positiven Abweichung. "Vereinfacht gesagt: wir wollen schauen, wer besonders gute Ergebnisse hat und warum, und anschließend die übrigen Versorger motivieren, davon zu lernen", so Kowalski.
"Für Prostatakrebspatienten sind solche Forschungsprojekte wie die PCO-Studie enorm wichtig, weil sie unmittelbar zu Verbesserungen ihrer eigenen Lebensqualität beitragen können. Umso mehr freue ich mich als Vertreter der Selbsthilfe, dass aus den ursprünglich teilnehmenden 24 zertifizierten Zentren mittlerweile über 70 Zentren geworden sind", sagte Ernst-Günther Carl, Vorstandsmitglied des BPS, auf der Tagung.
"Wir sind stolz darauf, dass unsere Zertifizierungsstelle die technologische und organisatorische Umsetzung für diese wichtige Studie betreut. Von dieser Arbeit erhoffen wir uns wertvolle praktische Hinweise für das Qualitätsmanagement an den zertifizierten Zentren, auch aus dem internationalen Vergleich", ergänzte Sebastian Dieng, Leiter des Datenmanagements und Systemverantwortlicher Prostata bei OnkoZert.
Die Deutsche Krebsgesellschaft
Die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) ist mit mehr als 8.000 Einzelmitgliedern das größte onkologische Experten-Netzwerk im deutschsprachigen Raum. Ziel der fachübergreifenden Arbeit der DKG ist eine flächendeckende, qualitätsgesicherte Versorgung und die Sicherstellung von Innovation in der modernen Krebsmedizin. Die DKG hat es sich außerdem zur Aufgabe gemacht, durch Zertifizierung die Qualität der Krebsversorgung zu überprüfen, damit die Betroffenen sicher sein können, nach bestem Kenntnisstand behandelt zu werden. www.krebsgesellschaft.de
OnkoZert
OnkoZert ist ein unabhängiges Institut, das im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft das Zertifizierungssystem zur Überprüfung von Organkrebszentren und Onkologischen Zentren gemäß den entsprechenden Fachlichen Anforderungen betreut. Im Rahmen dieser Zertifizierung besteht für onkologisch spezialisierte Gesundheitseinrichtungen die Möglichkeit, die Erfüllung der Fachlichen Anforderungen durch OnkoZert im Rahmen eines Zertifizierungsverfahrens überprüfen zu lassen. Nach erfolgreichem Abschluss des Zertifizierungsverfahrens wird durch ein ausgestelltes Zertifikat als Organkrebszentrum (z.B. Brustkrebszentrum, Darmkrebszentrum) die Anerkennung durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und weiterer medizinischer Fachgesellschaften bestätigt. OnkoZert entwickelt mehrere IT-Anwendungen und Internetplattformen für den Zertifizierungsprozess und arbeitet kontinuierlich an bestehenden IT-Produkten und neuen Projekten im medizinischen Datenmanagement. Im Rahmen der PCO-Studie zeichnet sich OnkoZert für die organisatorische und technische Infrastruktur verantwortlich.
www.onkozert.de
Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe
Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS) wurde im Jahr 2000 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Mittlerweile gehören 238 Selbsthilfegruppen dem BPS an. Der gemeinnützige Verein steht unter der Schirmherrschaft der Stiftung Deutsche Krebshilfe. Der BPS ist europaweit die größte und weltweit die zweitgrößte Organisation von und für Prostatakrebspatienten. Der BPS vertritt Patienteninteressen in den Gremien des Gesundheitssystems, und er ist Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband sowie in der europäischen Prostatakrebs Selbsthilfevereinigung Europa UOMO. www.prostatakrebs-bps.de
Pressekontakt
Sebastian Dieng
Leitung XML-OncoBox, Head of Data Management
Systemverantwortung Prostata, OnkoZert GmbH
Gartenstraße 24, 89231 Neu-Ulm
Mobil: +49 (0)151-40212025
E-Mail: s.dieng@onkozert.de
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Über den BPS:
Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS) wurde im Jahr 2000 von 18 Prostatakrebs-Selbsthilfegruppen gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Derzeit gehören 235 Selbsthilfegruppen dem BPS an. Der gemeinnützige Verein steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen Krebshilfe und ist europaweit die größte und weltweit die zweitgrößte Organisation von und für Prostatakrebspatienten. Der BPS ist Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband sowie in der europäischen Prostatakrebs Selbsthilfevereinigung Europa UOMO.
Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) e.V.
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Datum: 06.07.2018 - 12:50 Uhr
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