NOZ: Bundesregierung: Zugverkehr zwischen Deutschland und Niederlanden wird stark wachsen
ID: 1630889
und Niederlanden wird stark wachsen
6,6 Millionen Passagiere im Jahr 2030 erwartet - Auch Güterverkehr
nimmt zu
Osnabrück. Der Zugverkehr zwischen Deutschland und den
Niederlanden wird nach Schätzungen der Bundesregierung in den
nächsten Jahren stark zu nehmen. Das berichtet die "Neue Osnabrücker
Zeitung" (Samstag) unter Berufung auf eine Antwort des
Bundesverkehrsministeriums auf Anfrage der Grünen. Demnach sollen
2030 insgesamt 6,6 Millionen Menschen die Grenze per Zug überqueren -
50 Prozent mehr als noch im Jahr 2010 mit 4,4 Millionen Passagieren.
Beim Güterverkehr auf der Schiene geht die Bundesregierung im selben
Zeitraum von einer Zunahme von 22 Prozent auf dann 30,2 Millionen
Tonnen aus.
Bahnübergänge zwischen Deutschland und den Niederlanden bestehen
unter anderem in Emmerich (Nordrhein-Westfalen) und Bad Bentheim in
Niedersachsen. Weiter nördlich ist die grenzüberschreitende
Bahnverbindung unterbrochen: 2015 zerstörte ein Frachtschiff die
Friesenbrücke bei Weener (Landkreis Leer), die bis dato
grenzüberschreitende Regionalzüge passierten. Bis 2024 soll eine neue
Brücke für 66 Millionen Euro stehen. Aus den Niederlanden besteht der
Wunsch, eine Schnellzug-Verbindung zwischen Groningen und Bremen
einzurichten. Dazu fehle aber auf deutscher Seite die nötige
Infrastruktur. Man dränge darauf, dass der Zeitplan beim Brückenbau
eingehalten werde, sagte eine Sprecherin der Provinz Groningen der
Zeitung "Dagblad van het Noorden".
Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Filiz Polat kritisierte, dass
sich die Bundesregierung allein auf den Ausbau der Strecke vom
Ruhrgebiet in Richtung Rotterdam konzentriere und das Netz zwischen
den Niederlanden und Niedersachsen vernachlässige. Hier besteht nur
der Übergang in Bad Bentheim. "Gerade in Ostfriesland könnte man mit
einem guten grenzüberschreitenden Bahnverkehr auch touristisch noch
ungenutzte Potenziale heben", sagte Polat.
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Datum: 14.07.2018 - 07:00 Uhr
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