Wohnregion wirkt sich auf EngagementÄlterer aus
ID: 1632078
an Bedeutung. Dies gilt auch bei der Ausübung von Engagement. Die
Gelegenheiten sich zu engagieren, die zuvor durch den Job bestanden,
fallen weg. Unter Umständen verringert sich auch der
Mobilitätsradius. Und die langjährige Verbundenheit mit dem Wohnort
kann den Wunsch, sich gerade hier zu engagieren, bestärken. Ob sich
ältere Menschen dann tatsächlich ehrenamtlich beteiligen, hängt auch
von der Infrastruktur in der Wohnregion ab.
Freiwilliges Engagement ist eine wichtige Facette sozialer
Teilhabe. Es kann im Alter zunehmend dazu beitragen, dass sich
Menschen weiterhin am öffentlichen Leben beteiligen. Es befördert die
soziale Einbindung und wirkt sich auf die Lebenszufriedenheit aus. Ob
sich Personen auch im Alter noch für andere engagieren wollen und
können, hängt bekanntlich u. a. von ihrer Gesundheit, ihrer Bildung
und ihrer finanziellen Situation ab. Aber auch die Wohnregion mit
mehr oder weniger guten Gelegenheitsstrukturen und Handlungsräumen
für freiwilliges Engagement spielt hier eine Rolle.
Analysen mit Daten des Deutschen Freiwilligensurveys, der die
Charakterisierung von Wohnregionen etwa anhand des
Bruttoinlandsproduktes (BIP) erlaubt, zeigen: In Wohnregionen, die
wirtschaftlich gut aufgestellt sind, engagieren sich Menschen ab 65
Jahren häufiger als in Regionen, die finanziell eher schlecht
dastehen. Mit einer guten finanziellen Ausstattung der Wohnregionen
gehen in der Regel mehr Möglichkeiten für Ältere einher sich zu
engagieren als in wirtschaftlich schwachen Regionen.
Insbesondere ältere Menschen, deren eigene finanzielle Situation
schlecht ist, sind von fehlenden Gelegenheiten für freiwilliges
Engagement betroffen: Sie engagieren sich besonders selten, wenn sie
zudem in Wohnregionen leben, die finanziell schlecht ausgestattet
sind.
Umgekehrt fördert es das Engagement finanziell schwächerer
Personen, wenn die Einkommenssituation in der Region insgesamt gut
ist. "Beides macht deutlich, wie wichtig die durch die Kommunen
geschaffenen Rahmenbedingungen für das Engagement älterer Menschen
sind. Regionen können durch eine gute Infrastruktur, öffentlichen
Personennahverkehr und eine Kultur der Partizipation viel dazu
beitragen, dass Ältere - auch finanziell schwächere Personen - sich
engagieren und teilhaben können", sagt Dr. Claudia Vogel, eine der
Autorinnen der Studie und Wissenschaftlerin am Deutschen Zentrum für
Altersfragen. Dazu zählen niedrigschwellige Engagementmöglichkeiten
in Vereinen und gute Informationsangebote über Möglichkeiten sich in
der Region zu beteiligen. Im Hinblick auf Ältere mit
Mobilitätseinschränkungen ist auch über spezifischere Angebote wie
individuelle Mitfahrgelegenheiten oder Bring- und Abholdienste
nachzudenken.
Die Analysen von Julia Simonson und Claudia Vogel sind detailliert
im Kapitel "Regionale und sozialstrukturelle Aspekte des freiwilligen
Engagements im Alter" in "Arbeit im Alter. Zur Bedeutung bezahlter
und unbezahlter Tätigkeiten in der Lebensphase Ruhestand", Scherger,
S. u. Vogel, C. (Hrsg., 2018), veröffentlicht.
Der Deutsche Freiwilligensurvey (FWS) ist eine repräsentative
Befragung zum freiwilligen Engagement in Deutschland, dessen
wissenschaftliche Leitung beim Deutschen Zentrum für Altersfragen
liegt und die aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wird.
Pressekontakt:
Deutsches Zentrum für Altersfragen
Pressestelle
Manfred-von-Richthofen-Str. 2
12101 Berlin
https://www.dza.de/presse
stefanie.hartmann@dza.de
Tel.: 030 / 260 740 25
Fax: 030 / 785 43 50
Original-Content von: Deutsches Zentrum für Altersfragen, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.07.2018 - 13:28 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1632078
Anzahl Zeichen: 4208
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Soziales
Diese Pressemitteilung wurde bisher 269 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Wohnregion wirkt sich auf EngagementÄlterer aus"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsches Zentrum für Altersfragen (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Evaluation des Deutschen Zentrums für Altersfragen zeigt: Die Silbernetz-Hotline erreicht hoch belastete und oft schwer erreichbare ältere Menschen. Schon kurze Gespräche können Einsamkeit spürbar lindern. Einsamkeit im Alter ist nicht nur ein persönliches Problem, sondern eine gesamtgesellsc
Menschen in der zweiten Lebenshälfte befürworten mehr Gleichheit in der Alterssicherung ...
Menschen in der zweiten Lebenshälfte befürworten, dass die staatliche Altersvorsorge zu mehr Gleichheit der Einkommen und Lebensbedingungen im Alter beitragen sollte. Sie bewerten ebenfalls das Äquivalenzprinzip der gesetzlichen Rentenversicherung - also der Grundsatz, dass höhere Einkommen und
Über die Höhe der Wohnkostenbelastung entscheiden nicht nur Miete oder Eigentum - auch Lebensphase und soziale Faktoren spielen eine Rolle ...
Die Wohnkostenbelastung ist für Mieter*innen in der Regel höher als für Eigentümer*innen. Aber die Unterschiede variieren auch über den Lebensverlauf und es lassen sich soziale Gruppen identifizieren, die besonders belastet sind, beispielsweise alleinlebende Mieter*innen, Menschen mit Migration
Weitere Mitteilungen von Deutsches Zentrum für Altersfragen
Bildungsbericht zu Evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder erschienen Evangelische Kindertagesstätten bauen ihre Unterstützung für Familien und ihren kleinen Kindern aus ...
Zum zweiten Mal erscheint ein Bildungsbericht zu Strukturen, Bildungsbeteiligung von Kindern und zum Personal in Evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder. Er wurde von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit allen ihren Gliedkirchen beim Comenius-Institut (Münster) beauftragt und
Flugverbot für Seenotretter auf Malta ist eine Amputation der humanitären Hilfe/ Migrationsexperte der EKD warnt: Erst stirbt das Recht, dann stirbt der Mensch ...
Das Flugverbot für das Aufklärungsflugzeug "Moonbird" der Seenotrettungsorganisation Sea-Watch ist nach den Worten des Vorsitzenden der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Manfred Rekowski, ein Skandal. "Dass die Moonbird
Äthiopien: 192 Studentinnen und Studenten bestehen Abschluss am Agro Technical& Technology College (ATTC) in Harar (Äthiopien) (FOTO) ...
192 Studentinnen und Studenten des Agro Technical & Technology Colleges (ATTC) in Harar (Äthiopien) konnten vor kurzem erfolgreich ihr Studium beenden. Das College wird von der Stiftung Menschen für Menschen - Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe getragen. Die Absolventinnen und Absolve
"Weihnachten im Schuhkarton®": 1,9 Millionen Kinder fanden zum Glauben / Globale Geschenkaktion hat langfristige Auswirkungen ...
Durch die weltweite Geschenkaktion "Weihnachten im Schuhkarton" - international bekannt als "Operation Christmas Child" - haben sich im vergangenen Jahr 1,9 Millionen Kinder für den Glauben an Jesus Christus entschieden. Rund 3,9 Millionen Kinder in 114 Ländern nahmen die Ei




