SBK-Vorständin Demmler: Valsartan-Rückruf - was wir hätten besser machen können, wenn wir dürft

SBK-Vorständin Demmler: Valsartan-Rückruf - was wir hätten besser machen können, wenn wir dürften

ID: 1633342
(ots) - "Valsartan sorgt derzeit für Diskussionsstoff.
Präparate mit diesem Wirkstoff werden zur Behandlung von
Bluthochdruck und leichter bis mittelschwerer Herzinsuffizienz
verschrieben - nun sind Chargen davon mit einer wahrscheinlich
krebserregenden Substanz verunreinigt worden. Rückrufe in Europa und
den USA laufen. Apotheker, Ärzte und Krankenkassen werden von
verunsicherten Patienten kontaktiert, Verbraucherschützer warnen vor
Panik bei den Betroffenen, die ihre Medikamente ohne ärztliche
Rücksprache absetzen. Allein bei der SBK mit ihren etwas über 1
Million Versicherten sind rund 30.000 Valsartan-Patienten betroffen.

Gleichzeitig diskutieren ironischerweise Ärzteschaft, Politik und
Krankenkassen über die Zukunft der elektronischen Patientenakte. Was
das mit dem Valsartan-Rückruf zu tun hat? Angenommen, es gäbe eine
fertige Telematikinfrastruktur und einen geregelten Zugriff darauf.
Angenommen, der Versicherte wäre wirklich Herr seiner Daten und
dieses Recht wäre gesetzlich verankert. Dann wäre es im Fall
Valsartan anders gelaufen als heute. Wir Krankenkassen hätten die
vorliegenden Abrechnungsdaten der Apotheker nutzen dürfen oder hätten
sogar Zugriff auf die ganz aktuellen Verordnungsdaten - falls der
Versicherte dem zugestimmt hat. Wir hätten die Betroffenen aktiv
aufklären können, was überhaupt passiert ist und was jetzt zu tun
ist. Wir hätten ihnen sagen können, dass sie für ein neues Rezept
noch einmal zum Arzt gehen müssen und was wir als Kasse für sie tun
können. Wir hätten diese Informationen als Push-Nachricht in der App
an unseren Versicherten schicken, per E-Mail oder telefonisch
übermitteln können. Wir hätten ihnen damit die Unsicherheit nehmen
können.

Hätte, hätte, hätte. Tatsache ist: Wir können dieses Potenzial
heute nicht ausschöpfen. Weil sich alle Beteiligten zu sehr


gegenseitig blockieren und im Klein-Klein der Diskussionen verlieren.
Weil beim Thema Datenschutz immer noch unterschiedliche
Rechtsauslegungen herrschen. Weil der sich aktuell in Abstimmung
befindende Referentenentwurf, der die Regelungen der DSGVO ins
Sozialgesetzbuch V übertragen soll, die Möglichkeiten eher
einschränkt als erweitert. Wir müssen hier Fortschritte machen, im
Sinne unserer Versicherten. Damit wir sie das nächste Mal besser
unterstützen können."



Pressekontakt:
SBK
Siemens-Betriebskrankenkasse
Franziska Herrmann
Stab Unternehmenskommunikation
Heimeranstr. 31
80339 München
Tel. +49 (89) 62700-710
Fax: +49 (89) 62700-60710
E-Mail: franziska.herrmann@sbk.org
Internet: www.sbk.org

Original-Content von: Siemens-Betriebskrankenkasse SBK, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Kardiologie in München - Gesundheitserhaltung durch Qualifikation Moderne Schlaganfallversorgung in der Asklepios Klinik im Städtedreieck: Der Arzt kommt jetzt mit dem Hubschrauber
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.07.2018 - 14:27 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1633342
Anzahl Zeichen: 2994

Kontakt-Informationen:
Stadt:

München



Kategorie:

Gesundheitswesen - Medizin



Diese Pressemitteilung wurde bisher 791 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"SBK-Vorständin Demmler: Valsartan-Rückruf - was wir hätten besser machen können, wenn wir dürften"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Siemens-Betriebskrankenkasse SBK (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

80 % der Deutschen wünschen Unterstützung bei Auswertung der Gesundheitsdaten (FOTO) ...
Eine Umfrage der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse zeigt: Zwar suchen inzwischen knapp 60 % der Deutschen nach gesundheits- und krankheitsrelevanten Informationen im Internet - weitere digitale Angebote haben sich jedoch bei Weitem noch nicht so durchgesetzt. Geht es nach den Wünschen der Befragten

Brexit: Was sich für Reisende im Krankheitsfall ändert / Auch während des Übergangszeitraums sollten sich gesetzlich Versicherte nicht auf die europäische Gesundheitskarte verlassen ...
Nicht nur auf Wirtschaft und Politik hat der Brexit große Auswirkungen. Auch Reisende sollten sich zukünftig umfangreicher auf ihren Aufenthalt im Vereinigten Königreich vorbereiten. Ab dem 01.02.2020 kann es in vielen Fällen sein, dass die europäische Gesundheitskarte (EHIC), die gesetzlich

70 Prozent sind bereit Patientendaten zu teilen / Datenschutz im Gesundheitswesen: mehr Aufklärung über Chancen nötig (FOTO) ...
Informationen über die eigene Gesundheit, Diagnosen und Therapien sind sensible Daten und müssen geschützt sein. Sie können aber auch helfen, neue Behandlungsmethoden zu entwickeln oder individuelle Gesundheitsangebote zu erstellen. Mehr als die Hälfte der selbst von einer Krankheit Betroff


Weitere Mitteilungen von Siemens-Betriebskrankenkasse SBK


E-Zigarette: Nur ein Viertel der Nutzer sind Frauen (FOTO) ...
Eine noch immer deutlich größere Zusprache unter Männern, ein gutes Einkommen oder auch die Einstufung als erfolgreiches Mittel zur Rauchentwöhnung mit geringerer Schädlichkeit als Tabakzigaretten: Dieses und vieles mehr sind die Ergebnisse der von InnoCigs initiierten Umfrage zum Thema

Las Vegas trifft auf Tomorrowland ...
(Mynewsdesk) Nach dem Erfolg auf dem Tomorrowland 2017 kehrt Las Vegas mit dem kreativen und innovativen Gastronomiekonzept B-EAT auf das international renommierte Festival zurück. B-EAT bringt weltweit führenden Köche und DJs zusammen, um die Fusion von Essen und Musik zu feiern. An zwei Wochene

BKK Pfalz: Digitaler Kinderarzt unterstützt bei seltenen und chronischen Erkrankungen ...
Im Rahmen des Programms "Starke Kids" können Kinder- und Jugendärzte bei chronischen und/oder seltenen Erkrankungen mit einem neuen telemedizinischen Angebot weitere Spezialisten zur fachlichen Beratung hinzuziehen. Durch diese Erweiterung des Programms der BKK Pfalz kann die fachär

Die E-Zigarette - Segen und Fluch zugleich ...
In der Zeit von den späten 60er bis zu den frühen 90er Jahren war der Tabakkonsum in aller Munde. Nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in Filmen und Talkshows war es üblich zu rauchen. Damals hat keiner den allseits beliebten „Glimmständgel“ hinterfragt. Heute weiß man allerdings, da


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z