10 Wochen EU-DSGVO - viel Lärm um nichts-
ID: 1638447
Sophos-Umfrage zuÄnderungen in Arbeitsabläufen, Informationsstand und subjektivem Sicherheitsgefühl - Sinn der Verordnung wird deutlich unterschiedlich bewertet
Die meisten fühlen sich gut informiert
Vor allem zu Beginn dieses Jahres war sie das beherrschende das Thema ? Unternehmen, Mitarbeiter, Experten und Medien waren damit beschäftigt die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zu erklären, zu verstehen, zu erläutern und entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Gerade die Notwendigkeit, die Mitarbeiter zu informieren, sie für die neue Verordnung zu sensibilisieren und sie auf die Neuerungen vorzubereiten, wurde vielfach als erfolgsentscheidend bewertet. Dies scheint laut der Sophos Umfrage bei der Mehrheit grundsätzlich geklappt zu haben: 42 Prozent der befragten Unternehmen fühlen sich gut über die neue EU-Richtlinie informiert, nur 22 Prozent geben an, weniger gut vorbereitet worden zu sein. Eine Ausnahme bilden hier die Handelsunternehmen: Während sich in den meisten Branchen eine deutliche Mehrheit gut informiert fühlt, geben bei den Handelsunternehmen immerhin knapp 32 Prozent an, weniger gut vorbereitet worden zu sein. Als sehr gut informiert empfinden sich rund 20 Prozent aller Befragten, nur 10 Prozent fühlen sich schlecht und nur 4 Prozent gar nicht informiert.
Beinahe unentschieden ? Arbeitsabläufe unverändert oder schwierigerÂ
Im Vorhinein war davon ausgegangen worden, dass sich die DSGVO auch auf Arbeitsabläufe in Bezug auf Sicherheit in den Unternehmen auswirken würde. Tatsächlich zeigt sich, dass der Einfluss auf die Abläufe am Arbeitsplatz unterschiedlich bewertet wird. 44 Prozent der Unternehmen bewerten die Arbeitsabläufe als unverändert, 37 Prozent geben an, dass diese schwieriger geworden seien. Bei dieser Frage stechen die Dienstleistungsunternehmen hervor, bei denen mit 41,5 Prozent eine Mehrheit die Arbeitsabläufe heute im Vergleich zur der Zeit vor Inkrafttreten der DSGVO als beschwerlicher empfinden. Bei allen anderen Unternehmen überwiegt zu einem geringen Prozentsatz der Eindruck, dass alles unverändert geblieben sei.Â
Subjektives Sicherheitsgefühl ? alles wie immer
Nach so viel Aufwand und Aufmerksamkeit stellt sich die Frage, wieviel sicherer Unternehmen sich heute, nach Inkrafttreten der neuen DSGVO, tatsächlich subjektiv fühlen. Hier zeigt sich ein interessantes Bild: Mit 62 Prozent gibt die deutlich überwiegende Mehrheit der befragten Unternehmen an, sich genauso sicher zu fühlen, wie vor der Richtlinie. Bei öffentlichen Verwaltungen und Non-Profit-Unternehmen liegt dieser Wert sogar bei gut 81 Prozent. Sicherer fühlen sich nach der DSGVO insgesamt gut 21 Prozent aller befragten Unternehmen, knapp 17 Prozent empfinden sich als unsicherer.Â
Sinn der Verordnung sehr unterschiedlich bewertet
Unternehmen haben sich lange auf das Inkrafttreten der neuen EU-DSGVO vorbereitet und hierfür nicht selten ein hohes Maß an Aufwand und hohe Investitionen getätigt. Wie bewerten sie heute den Sinn der Verordnung? Die Meinungen sind gespalten: 37 Prozent der Unternehmen halten die Neuerungen für sinnvoll, beinahe genauso viele ? nämlich 36 Prozent ? bewerten sie als weniger sinnvoll. Hier lohnt ein Blick auf die Bewertungen der einzelnen Branchen. Während etwa Telekommunikationsunternehmen die Verordnung immerhin zu 50 Prozent als sinnvoll erachten, halten öffentliche Verwaltungen und Non Profits sie zu 42 Prozent, Industrieunternehmen zu 44 Prozent und Handelsfirmen gar zu gut 56 Prozent für weniger sinnvoll.
?Nachdem der extreme Hype kurz vor Inkrafttreten der DSGVO nun abgeklungen ist, zeigt sich deutlich dass das gesamte Regelwerk ein lebendiges Konstrukt ist. Während bestimmte Bereiche wie etwa öffentliche Verwaltungen oder das Healthcare-Umfeld schon seit jeher extrem strenge Regeln zum Datenschutz einhalten, müssen sich andere erst noch daran gewöhnen. Wichtig ist, dass die Technologie und die Prozesse in Unternehmen so aufgesetzt sind, dass sie der DSGVO genügen. Auf der menschlichen Ebene bedarf es sicherlich an der einen oder anderen Stelle noch etwas mehr an Information und Sensibilität?, resümiert Michael Veit, Security-Spezialist bei Sophos.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 09.08.2018 - 12:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1638447
Anzahl Zeichen: 4792
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Wiesbaden
Kategorie:
New Media & Software
Diese Pressemitteilung wurde bisher 395 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"10 Wochen EU-DSGVO - viel Lärm um nichts-"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Sophos Technology GmbH (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz stehen wie viele Organisationen weltweit vor der Herausforderung, eine wachsende Zahl an IT- und Cybersecurity-Vorgaben zu erfüllen. Eine aktuelle, von Sophos in Auftrag gegebene internationale Studie zeigt, wie stark regulatorische Anforderun
Entwickler-Tools als neue Angriffsfläche ...
Aktuelle Angriffe auf den Infrastruktur-Scanner Checkmarx KICS und den Kommandozeilen-Client von Bitwarden zeigen eine neue Qualität von Supply-Chain-Attacken. Die Angreifer verteilten trojanisierte Versionen über offizielle Kanäle wie npm, Docker Hub und GitHub Actions. Sie unterwanderten damit
Security-Blindspot: Wie Angreifer QEMU nutzen, um Erkennungssysteme zu umgehen ...
Sophos-Analysten untersuchen den aktiven Missbrauch von QEMU (Quick Emulator), einem Open-Source-Maschinenemulator und Virtualisierungs-Tool. Angreifer nutzen QEMU und weitere gängigere, auf Hypervisoren basierende Virtualisierungs-Tools, wie Hyper-V, VirtualBox und VMware, seit längerer Zeit. Gru
Weitere Mitteilungen von Sophos Technology GmbH
Asseco Solutions auf der topsoft 2018: Die digitale Zukunft entscheidet sich im Service ...
Karlsruhe, 09.08.2018 - Mobilität statt "nur" Autos, garantierte Laufzeiten statt "nur" Maschinen und Anlagen - in der digitalen Wirtschaft hat nicht nur derjenige die Nase vorn, der das beste Produkt liefert. Mindestens ebenso wichtig sind die produktbegleitenden Services. Wer
TUXGUARD forciert Sales-Aktivitäten in DACH ...
Saarbrücken, 9. August 2018 - Der deutsche Anbieter von IT-Security-Lösungen TUXGUARD hat im Zuge seiner neuen strategischen Ausrichtung sein Team erweitert. Mit Uwe Hanreich hat der Hersteller einen erfahrenen Vertriebs- und Sicherheitsexperten gewonnen. Er ist als Gesellschafter und GeschäftsfÃ
Unternehmensweites PAM-as-a-Service mit Thycotic Secret Server Cloud ...
Thycotic, ein führender Anbieter von Privileged Account Management (PAM)-Lösungen, erweitert seine Secret Server Cloud-Lösung und optimiert auf diese Weise sein umfassendes PAM-as-a-Service-Angebot. Ab sofort stehen alle Funktionen und Fähigkeiten der bewährten Secret Server On-premise-Lösung
aiPhilos? don?t type, just talk ...
Die ePhilos AG hat ? unter dem Brand aiPhilos - seit einigen Jahren eine den Prinzipien der KI folgende sowie lernfähige Suchmaschine entwickelt, die auf die bedeutungsorientierte Analyse von natürlich-sprachlichen Suchanfragen in Produktdatenbeständen spezialisiert ist. aiPhilos unterstützt die




