Luftwaffe rettet Klausdorf (FOTO)
ID: 1642672

(ots) -
Feuerfront und Rauchsäulen waren schon von weitem zu sehen. Kurz
nach 20 Uhr am Donnerstagabend startete ein Transporthubschrauber
CH-53 vom Hubschraubergeschwader 64 aus Holzdorf im Rahmen der
dringenden Amtshilfe, um die Brandbekämpfung der örtlichen
Einsatzkräfte um Treuenbrietzen, südlich von Berlin zu unterstützen.
Es bestand dringende Gefahr für Leib und Leben. Die Ortschaften
Klausdorf, Tiefenbrunnen und Frohnsdorf waren bereits so stark durch
die Brände bedroht, dass rund 500 Einwohner evakuiert werden mussten.
In den Nachtstunden zwischen Mitternacht und vier Uhr war
ausschließlich der CH-53 für den Löscheinsatz verfügbar.
Bürgermeister Michael Knape ist erleichtert und dankt den
Besatzungen: "Das Feuer war nicht einmal 100 Meter vom Ortsrand
entfernt und breitete sich rasend schnell vom Boden in die Baumkronen
aus. Ohne den Luftwaffenhubschrauber hätten wir Klausdorf nicht
halten können. Die Piloten sind länger geflogen als sie durften,
haben aber dadurch den Ort gerettet- Respekt und Hut ab!", Die Crew
des CH-53-Hubschraubers hatte längst ihre rechtlich vorgeschriebene
maximale Einsatzzeit erreicht. Trotzdem führten sie ihren Einsatz
weiter fort. Das ist in absoluten Ausnahmefällen mit Genehmigung des
Inspekteurs der Luftwaffe möglich. "Aufgrund der außergewöhnlichen
Notsituation und der Gefahr für die Ortschaften habe ich eine
Verlängerung der Flugzeit genehmigt", sagt Generalleutnant Ingo
Gerhartz. Die erste Crew war in der Nacht rund sieben Stunden im
Einsatz und flog 20 Löscheinsätze. Dabei kam der "Smokey" zum
Einsatz. Der Wasserbehälter fasst 5.000 Liter Wasser und wurde im
nahe gelegenen Badesee bei Treuenbrietzen immer wieder aufgefüllt. Um
diesen Einsatz so durchführen zu können, musste der Hubschrauber in
der Nacht dreimal mit über 5.000 Liter Treibstoff auf dem
Fliegerhorst in Holzdorf betankt werden.
Raimund Engel, Waldschutzbeauftragter der Region, ist ebenso über
den Einsatz der Luftwaffe erleichtert: "Ich kann gut nachvollziehen,
dass die Einsatzleitung die Luftwaffe angefordert und um
Unterstützung gebeten hat. Darüber bin ich sehr froh!".
Gegen 7.30 Uhr heute Morgen startete die zweite Crew und führt die
Löscharbeiten derzeit fort. Ein Ende des Einsatzes ist noch nicht
abzusehen. Die Gesamtkoordination der Unterstützungsleistungen
aufgrund von Amtshilfeersuchen obliegt der Streitkräftebasis und wird
durch das Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr gesteuert.
Autor: Stephan Jeglinski
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Datum: 24.08.2018 - 10:52 Uhr
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