Chaos beim e-Tanken - Ladesäulen-Check 2018 deckt auf (AUDIO)
ID: 1643414
Anmoderationsvorschlag:
In der Elektro-Mobilität liegt unsere Zukunft. Der Weg in diese
Zukunft ist hierzulande allerdings noch recht lang. Ein e-Auto ist
für viele nicht bezahlbar, die Akkus bringen einen nicht so richtig
weit und auch das Tanken, also in dem Falle Laden, dauert schon
ziemlich lange, vor allem, wenn man das mit einem herkömmlichen
Benziner oder Dieselfahrzeug vergleicht. Und dann sind da noch die
öffentlichen Lademöglichkeiten. Ein Ladesäulen-Check hat jetzt
offenbart, dass das Problem nicht nur bei der viel zu geringen Anzahl
liegt. Jessica Martin berichtet.
Sprecherin: Rund 5.000 öffentliche Ladestationen für Elektro-Autos
gibt es in Deutschland. Viel ist das nicht. Trotzdem verursachen
schon diese wenigen Säulen ein heilloses Chaos.
O-Ton 1 (Volker Walzer, 16 Sek.): "Zugang und Handling sind für
e-Auto-Besitzer immer noch wahnsinnig kompliziert und vor allen
Dingen auch teuer. Das liegt an den verwirrenden Tarifstrukturen,
unterschiedlichen Zugangsvoraussetzungen und dann wird auch noch bei
jedem Anbieter unterschiedlich abgerechnet. Und das verkompliziert
alles noch total."
Sprecherin: Kritisiert Volker Walzer vom Ökostrom-Anbieter
LichtBlick, dem Auftraggeber der Untersuchung. Kern des Problems ist
das uneinheitliche Ladesystem. Denn die Säulen gehören verschiedenen
Betreibern, die jeweils ihre eigenen Regeln haben.
O-Ton 2 (Volker Walzer, 10 Sek.): "Mal muss man eine App
runterladen, dann eine Ladekarte vorher beantragen oder eine SMS
senden. Bei manchen muss man sich vorab im Internet registrieren. Ja,
und mit der Abrechnung ist es ähnlich."
Sprecherin: Zudem bestimmen die Betreiber die Preise komplett
selbst. Und diese liegen oft weit über dem, was man im Schnitt für
Haushaltsstrom bezahlt.
O-Ton 3 (Volker Walzer, 22 Sek.): "So verlangt zum Beispiel ein
Betreiber pauschal knapp acht Euro pro Ladevorgang - egal ob man fünf
Minuten, 20 Minuten oder anderthalb Stunden steht. So kann halt ein
kurzes Laden während des Einkaufens ganz schön ins Geld gehen. Oft
wird es mit einem Vertrag bei einem Betreiber deutlich günstiger.
Aber dann bräuchte man für jeden Betreiber eine eigene Karte oder
eine eigene App."
Sprecherin: Etwas leichter wird es mit einem Roaming-Anbieter, der
mit verschiedenen Betreibern Verträge abgeschlossen hat. So bekommt
man zumindest das Anmelde-Chaos einigermaßen in den Griff. Bei den
Preisen sieht's allerdings weiterhin düster aus. Dabei könnte die
Lösung so einfach sein.
O-Ton 4 (Volker Walzer, 18 Sek.): "Kunden sollten einfach ihren
Haushaltsstromtarif an jeder Ladesäule tanken können. Dazu sollten
die Ladesäulen den Netzen zugeschlagen werden. Man hätte nur eine
Karte von seinem Anbieter, mit der man an jeder öffentlichen
Ladesäule laden kann, zu genau den Konditionen, die man in seinem
Stromvertrag stehen hat. Das belebt den Wettbewerb und ist für den
Kunden günstiger."
Abmoderationsvorschlag:
Rund 200.000 e-Autos sind in Deutschland aktuell zugelassen. Wenn
sie die herkömmlichen Autos mit Verbrennungsmotor tatsächlich
irgendwann ablösen sollen, muss sich auf jeden Fall noch viel tun,
gerade auch, was die öffentlichen Lademöglichkeiten angeht. Alle
Infos zum "Ladesäulen-Check 2018" finden Sie auch noch mal im Netz
unter www.lichtblick.de.
Pressekontakt:
Volker Walzer, Pressesprecher, LichtBlick SE, Zirkusweg 6,
20359 Hamburg, Tel: 040 / 6360-1260,
E-Mail: volker.walzer@lichtblick.de
LichtBlick auf Twitter: @lichtblick_de
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Datum: 28.08.2018 - 09:00 Uhr
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