8. September: Welttag der Alphabetisierung / Vier Millionen Flüchtlingskinder gehen nicht in die Schule
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Menschen über 15 Jahren weder lesen noch schreiben. Fast zwei Drittel
von ihnen sind Frauen und Mädchen. Am 8. September wird jährlich der
Welttag der Alphabetisierung begangen, um auf die Problematik des
Analphabetismus aufmerksam zu machen.
Flüchtlinge haben es besonders schwer, Lesen und Schreiben zu
lernen. Nur 61 Prozent der Flüchtlingskinder haben die Möglichkeit,
eine Grundschule zu besuchen. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht
des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) zur
Bildungssituation von Flüchtlingen stellt fest, dass vier Millionen
Flüchtlingskinder nicht zur Schule gehen können.
Laut UNHCR-Bericht leben 92 Prozent der Flüchtlingskinder in
Entwicklungsländern. Die Mittel für die Förderung der Schulbildung
sind entsprechend gering. Es fehlt an allem: Schulgebäude, Tische,
Bänke und Tafeln, Lehrpersonal, Bücher und Hefte. Die Voraussetzungen
für das Erlernen der Grundkenntnisse sind daher in den meisten
Aufnahmeländern von Flüchtlingen sehr schlecht.
"Dass nur so wenige Flüchtlingskinder in die Grundschule gehen
können, ist eine Katastrophe. Ihnen wird daher von Anfang an eine
Lebensperspektive verwehrt", so der Geschäftsführer der
UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer. "Inmitten von Krieg
und Konflikten wird Bildung oft als Luxus angesehen. Doch Bildung ist
ein Menschenrecht. Es ist wichtig, dass Flüchtlinge etwas lernen,
damit sie sich selbst eine bessere Zukunft aufbauen können. Darum
müssen wir mehr in die Schulbildung investieren."
Neben der lebensrettenden Nothilfe ist die Unterstützung von
Bildungsprogrammen für Flüchtlinge ein Hauptanliegen der
UNO-Flüchtlingshilfe. Mit rund 200.000 Euro unterstützte die
UNO-Flüchtlingshilfe im vergangenen Jahr Grundschulprojekte für
Flüchtlingskinder unter anderem in Pakistan, Tschad und Äthiopien.
2018 wurden bereits 1,2 Millionen Euro für Bildungseinrichtungen in
Kenia zur Verfügung gestellt. Der Bedarf ist hoch: Rund 43 Prozent
der Flüchtlinge in Dadaab, im landesweit größten Camp, sind im
Schulalter.
Weitere Informationen zum Welttag der Alphabetisierung gibt es
unter: http://ots.de/84HGTU
Pressekontakt:
Dietmar Kappe
Tel. 0228-90 90 86-41
kappe@uno-fluechtlingshilfe.de
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Datum: 07.09.2018 - 12:03 Uhr
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