RWTH: Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik erhält neues Institutsgebäude
ID: 1647444
Bauabschnitt. Investition in den Ingenieurnachwuchs auf dem Campus
Melaten.
Mit einem symbolischen Ersten Spatenstich haben am Freitag, 7.
September 2018, die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt der
Elektrotechnik Melaten (ETM) begonnen. Bereits 2015 hatte der Bau-
und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) in einem ersten Bauabschnitt
die ICT-Cubes auf der Hörn fertig gestellt. Jetzt realisiert die
Aachener Niederlassung des BLB NRW zwischen Sommerfeld- und
Otto-Blumenthal-Straße den nächsten Schritt zur baulichen Aufwertung
der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. Dem Bau- und
Liegenschaftsbetrieb NRW wurde von seinem Verwaltungsrat ein
Gesamtinvest von rund 62 Millionen Euro genehmigt. Darin sind neben
den reinen Baukosten auch Bauneben- und Planungskosten, Bauzeitzinsen
und ein Risikovorsorgebudget enthalten, die der BLB NRW in seiner
Kalkulation standardmäßig berücksichtigt. Die reine Bauzeit beträgt
voraussichtlich zweieinhalb Jahre.
NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen, RWTH-Rektor
Professor Ulrich Rüdiger, der Dekan der Fakultät für Elektrotechnik
und Informationstechnik, Professor Wilfried Mokwa, und
BLB-Geschäftsführerin Gabriele Willems legten gerne Hand an den
Spaten, um den Baubeginn offiziell frei zu geben. "Nach dem Rückbau
des Walter-Schottky-Hauses starten wir mit dem heutigen Spatenstich
die nächste große Etappe auf dem Weg zu einem weiteren hochkomplexen
Forschungsbau hier auf dem Campus Melaten", so Willems. "Auf dem
Campus Melaten entsteht in den nächsten zweieinhalb Jahren eines der
modernsten Reinraumzentren Deutschlands. Dies ist wichtig für eine
hervorragende Grundlagenforschung in der Mikro- und Nanoelektronik
und damit auch ein großer Gewinn für den Wissenschaftsstandort
Nordrhein-Westfalen insgesamt", sagte Ministerin Pfeiffer-Poensgen.
Laserlabore für fünf Institute
Auf 4.000 Quadratmeter Nutzfläche entstehen Laborflächen, Büros
und Seminarräume sowie ein Reinraumzentrum für fünf Institute. Die
technischen Anforderungen an Qualität, Schwingungsfreiheit und
elektromagnetische Verträglichkeit des Gebäudes stellte die Planer
vor große Herausforderungen. Insbesondere gilt es, äußerst niedrige
Grenzwerte für die schwingungsempfindlichen Messgeräte, ein
Rasterelektronenmikroskop und die Laserlabore einzuhalten. Dazu ist
die Versorgung mit toxischen und selbstentzündlichen Gasen mit hohen
Sicherheitsvorschriften verbunden. Die Pläne für das Gebäude stammen
von dem Aachener Büro kadawittfeldarchitektur.
Reinraum kann von Physikern und Elektrotechnikern gemeinsam
genutzt werden
Der Neubau wird die neue Heimat der technologieorientierten
Professuren des Kompetenzfeldes Mikro- und Nanotechnologie der
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik sein. Heute
umfassen deren Aktivitäten Materialien für die Informationstechnik,
Prozesse und Bauelemente der Mikro- und Nanoelektronik, Integrierte
Photonik bis hin zu Mikro- und Nanosystemen. Der Reinraum im
Untergeschoss kann von Physikern und Elektrotechnikern gemeinsam
genutzt werden. Er wird eine Verbindungsschleuse zum "alten" Reinraum
bekommen, so dass eine gemeinsame Reinraumfläche von rund 2050
Quadratmeter entsteht. In den dann zeitgemäßen Räumen kann an
aktuellen Themen wie Quantum Computing, Neuromorphes Computing oder
2D-Materialien geforscht werden.
1976 wurde das "alte" "Walter-Schottky-Haus" fertig gestellt und
war seit dieser Zeit Heimat der technologieorientierten Lehrstühle
der Fakultät. Die Fakultät möchte deshalb das neue Gebäude auch
"Walter-Schottky-Haus" nennen. Walter Schottky war ein deutscher
Physiker und Elektrotechniker, der Grundlagenforschung im Bereich der
Halbleiterphysik und der Elektronik betrieben hat.
Über den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW):
Der BLB NRW ist Eigentümer und Vermieter fast aller Immobilien des
Landes Nordrhein-Westfalen. Mit rund 4.300 Gebäuden, einer Mietfläche
von etwa 10,4 Millionen Quadratmetern und jährlichen Mieterlösen von
rund 1,3 Milliarden Euro verwaltet der BLB NRW eines der größten und
anspruchsvollsten Immobilienportfolios Europas. Seine Dienstleitung
umfasst unter anderem die Bereiche Entwicklung und Planung, Bau und
Modernisierung sowie Bewirtschaftung und Verkauf von technisch und
architektonisch hoch komplexen Immobilien.
Der BLB NRW versteht sich als Vorbild für ein zukunftsfähiges
Immobilienmanagement. In der partnerschaftlichen und transparenten
Zusammenarbeit mit seinen Kunden - Hochschulen, Finanzverwaltung,
Polizei, Justiz und Justizvollzug - setzt der BLB NRW die bau- und
klimapolitischen Ziele des Landes um. Darüber hinaus plant und
realisiert er die zivilen und militärischen Baumaßnahmen des Bundes
in Nordrhein-Westfalen.
Mit 2.200 Beschäftigten in sieben Niederlassungen und zahlreichen
Kunden- und Projektbüros ist der BLB NRW ein starker und
verlässlicher Partner. Als Berater mit großer Expertise ermöglicht
der BLB NRW dem Land eine effiziente Flächennutzung, trägt damit zur
Haushaltsentlastung bei und leistet somit einen elementaren Beitrag
für ein lebenswertes NRW.
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Datum: 07.09.2018 - 16:00 Uhr
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