Jemen: Humanitäre Notlage verschärft sich weiter
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Katastrophe im Jemen. Für etwa 17,8 Millionen Jemeniten sei die
Versorgung mit Lebensmitteln gefährdet, 8,4 Millionen Menschen sind
vom Hungertod bedroht. Zudem grassiert die Cholera im Land. Seit März
2017 wurden mehr als eine Million Jemeniten von dieser Krankheit
infiziert. Hauptursache hierfür ist der mangelnde Zugang zu sauberem
Wasser. Insgesamt 22,2 Millionen Menschen, drei von vier Einwohner
des Landes, seien auf humanitäre Unterstützung angewiesen.
Die Situation verschlechtert sich zusehends, weil aufgrund der
prekären Sicherheitslage die Hilfslieferungen die notleidenden
Menschen häufig nicht erreichen können. So lagern im Hafen von
Houdeida zurzeit 45.000 Tonnen Getreide, genug um Tausende Menschen
einen Monat lang ernähren zu können. Aufgrund der Kämpfe sind die
Silos jedoch unzugänglich.
"Die humanitäre Situation ist dramatisch. Und sie wird noch
verschärft, weil die Gelder für die lebensrettende Hilfe fehlen.
Unserem Partner UNHCR stehen aktuell nur drei Prozent der benötigten
Gelder zur Verfügung. Deshalb rufen wir dringend zu Spenden auf",
sagt Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der
UNO-Flüchtlingshilfe.
Zusammen mit lokalen Behörden und Nichtregierungsorganisationen
koordiniert der UNHCR die Hilfsmaßnahmen und den Schutz für die
Vertriebenen vor Ort. Konvois mit Plastikplanen, Decken,
Kochutensilien und Sanitärartikeln für belagerte Städte und Regionen
sind dabei auf die Einhaltung von Feuerpausen angewiesen.
Seit dem Jahr 2015 bekämpft eine von Saudi-Arabien geführte
Militärkoalition die schiitischen Huthi-Rebellen, die 2014 die
Hauptstadt Sanaa einnahmen. Mehr als 10.000 Menschen sind in dem
Krieg bereits umgekommen. Rund zwei Millionen Menschen mussten
fliehen und leben als Binnenvertriebene verstreut in anderen
Landesteilen.
Hilfe für Vertriebene und Flüchtlinge im Jemen:
Spendenkonto UNO-Flüchtlingshilfe
Sparkasse Köln-Bonn IBAN: DE78 3705 0198 0020 0088 50 - BIC: COLSDE33
Stichwort: Nothilfe Jemen
Informationen und Spenden online: www.uno-fluechtlingshilfe.de/jemen
Pressekontakt:
Dietmar Kappe
Tel. 0228-90 90 86-41
kappe@uno-fluechtlingshilfe.de
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Datum: 28.09.2018 - 12:40 Uhr
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