Impulse für umfassende Reform der Gesundheitsversorgung - Robert Bosch Stiftung startet breit angelegte Initiative "Neustart!"
ID: 1662126
- Ideen aus Bürgerdialogen, gesundheitspolitischen Podien und
gezielter Expertenarbeit sollen ergebnisoffene Diskussion
anstoßen
- Einrichtung einer Stiftungsprofessur "Health Governance" an der
Hertie School of Governance
In Berlin startet heute die neue Initiative "Neustart!
Reformwerkstatt für unser Gesundheitswesen" der Robert Bosch
Stiftung GmbH. Ziel des Projekts ist es, bis zur Bundestagswahl 2021
Impulse für eine umfassende Reform der Gesundheitsversorgung zu
setzen. In Bürgerdialogen, auf gesundheitspolitischen Podien und in
einer Serie von Think Labs wird die Initiative in den kommenden
Jahren die Ideen von Bürgern und Experten zusammenbringen und eine
ergebnisoffene Diskussion anstoßen.
"Eine gute Gesundheitsversorgung ist nicht selbstverständlich",
sagt Uta-Micaela Dürig, stellvertretende Vorsitzende der
Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung. "Damit auch in 20 Jahren
alle Bürger Zugang zu einer bedarfsgerechten Versorgung haben,
brauchen wir schon heute mutige Ideen und visionäre
Reformvorschläge." So setze der Fachkräftemangel das
Gesundheitssystem bereits heute stark unter Druck. Hinzu kommen
Auswirkungen der Megatrends wie Digitalisierung oder Urbanisierung,
aber auch Fragen zur künftigen Finanzierung und Qualitätssicherung in
einer immer älter werdenden Gesellschaft, so Dürig.
Mit der Initiative rückt die Stiftung die Bedürfnisse der Bürger
in den Mittelpunkt und macht sie zu aktiven Mitgestaltern der
Gesundheit von morgen. In Bürgerdialogen formulieren sie ihre
Vorstellungen und Ideen für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung
und bewerten in einer weiteren Dialogrunde erste Reformvorschläge der
Experten aus den sogenannten Think Labs der Initiative.
In den Think Labs kommen auf Einladung der Robert Bosch Stiftung
und der Hertie School of Governance Fachleute aus Wissenschaft und
Praxis zusammen, um visionäre Konzepte für eine Neuordnung des
Gesundheitswesens zu erarbeiten. Dabei berücksichtigen sie
ausdrücklich die von den Bürgerdialogen ausgehenden Impulse und
Rückmeldungen.
Ergänzend zu den Think Labs fördert die Robert Bosch Stiftung die
Einrichtung einer Stiftungsprofessur "Health Governance" an der
Hertie School of Governance. Zusammen mit den Experten der Think Labs
wird sie vorhandenes Wissen und neue Ansätze in die Konzepte
einbringen.
Darüber hinaus bieten mehrere gesundheitspolitische Podien die
Möglichkeit, mit der Fachöffentlichkeit über neue und auch
kontroverse Ideen für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung zu
diskutieren.
Den Auftakt macht heute das erste gesundheitspolitische Podium in
der Berliner Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung unter dem Titel
"Zank, Zaster und Zynismus - Braucht unser Gesundheitssystem einen
Neustart?". Teilnehmer sind u.a. Prof. Dr. med. Giovanni Maio,
Medizinethiker, Helle Dokken, Pflegedirektorin an der
Universitätsmedizin Göttingen, Dr. Günther Jonitz, Präsident der
Ärztekammer Berlin und Dr. Ilona Köster-Steinebach, Geschäftsführerin
des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V..
Gerne halten wir Sie zur Initiative auf dem Laufenden. Bitte
melden Sie sich dazu unter neustart@bosch-stiftung.de.
Weitere Informationen zum Projekt unter
www.bosch-stiftung.de/neustart
Über die Robert Bosch Stiftung
Die Robert Bosch Stiftung GmbH gehört zu den großen,
unternehmensverbundenen Stiftungen in Europa. In ihrer gemeinnützigen
Arbeit greift sie gesellschaftliche Themen frühzeitig auf und
erarbeitet exemplarische Lösungen. Dazu entwickelt sie eigene
Projekte und führt sie durch. Außerdem fördert sie Initiativen
Dritter, die zu ihren Zielen passen.
Die Robert Bosch Stiftung ist auf den Gebieten Gesundheit,
Wissenschaft, Gesellschaft, Bildung und Völkerverständigung tätig. In
den kommenden Jahren wird sie darüber hinaus ihre Aktivitäten
verstärkt auf drei Schwerpunkte ausrichten:
- Migration, Integration und Teilhabe
- Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland und Europa
- Zukunftsfähige Lebensräume
Die Robert Bosch Stiftung bekennt sich zu den Werten und dem
Vorbild ihres Stifters, Robert Bosch, und setzt dessen
philanthropisches Wirken fort. Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung
verfügt sie in ihren Fördergebieten über ein breites Wissen, die
Qualifikation zur Entwicklung von Lösungen und ein umfangreiches
Netzwerk von Partnern, Experten und Praktikern.
Die Robert Bosch Stiftung ist alleinige Trägerin des Robert Bosch
Krankenhauses und der zugehörigen Forschungsinstitute in Stuttgart,
Institut für Geschichte der Medizin (IGM) und Dr. Margarethe
Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie (IKP), sowie des
International Alumni Center (iac) in Berlin. Sie ist Gesellschafterin
des UWC Robert Bosch Colleges in Freiburg und der Deutschen
Schulakademie in Berlin. Die Robert Bosch Stiftung hält rund 92
Prozent der Geschäftsanteile an der Robert Bosch GmbH und finanziert
sich aus den Dividenden, die sie aus dieser Beteiligung erhält. Seit
ihrer Gründung 1964 hat die Robert Bosch Stiftung rund 1,6 Milliarden
Euro für ihre gemeinnützige Arbeit ausgegeben. www.bosch-stiftung.de
Pressekontakt:
Michael Herm
Pressereferent
Strategische Kommunikation
Robert Bosch Stiftung GmbH
Telefon: 0711/46084-290
Fax: 0711/46084-10290
michael.herm@bosch-stiftung.de
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Datum: 19.10.2018 - 11:00 Uhr
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