Ergebnis einer Umfrage des Official Monetary and Financial Institutions Forum (OMFIF) und IBM: Zentralbanken nehmen das Konzept der digitalen Währungen an
ID: 1664277
Gemeinsame Forschungsarbeit bringt zu Tage, dass 50 % der
Befragten der Meinung sind, dass die Zentralbanken eine Strategie für
die Einführung digitaler Währungen entwickeln sollten
SIBOS - Das OMFIF (Offizielles Forum der Währungs- und
Finanzinstitute) und IBM veröffentlichten die Ergebnisse eines neuen
Berichts, der potenzielle Anwendungsfälle für Zentralbanken zur
Unterstützung digitaler Währungen der Zentralbanken (Central Bank
Digital Currencies, CBDCs) beschreibt. Eine CBDC ist eine digitale
Form von Fiat-Geld, also eine Währung, die durch staatliche
Vorschriften als Geld etabliert wurde. CBDCs unterscheiden sich von
"digitalen Währungen", die nicht vom Staat ausgegeben werden und
nicht die Vorschriften von Regierungen einhalten.
Die Umfrage unter 21 Zentralbanken, die von Juli bis September
2018 durchgeführt wurde, ergab, dass 54 % der Befragten glauben, dass
CBDCs genutzt werden können, um die Geschwindigkeit, Effizienz und
Widerstandsfähigkeit grenzüberschreitender Zahlungen zu verbessern.
Rund 69 % fanden signifikante Probleme bei bestehenden
grenzüberschreitenden Transaktionsprozessen. Weitere wichtige
Ergebnisse der Umfrage:
- Alle Befragten sind optimistisch, was den Einsatz von Smart
Contracts angeht, da dies den Zentralbanken Flexibilität bei
Zahlungs- und Abwicklungsprozessen bietet, z. B. welche Form ein
Token annehmen und wer der Geldgeber sein würde.
- 69 % der Befragten gaben an, dass die Ausfallsicherheit des Systems
für die Zentralbanken immer wichtiger wird.
Der Bericht erläutert außerdem den Zweck der Vereinheitlichung von
CBDCs sowie die Motivationen und Anwendungsfälle für Zentralbanken,
digitale Währungen einzuführen. Er beschreibt die wichtigsten
Merkmale eines solchen Systems, unter anderem wer der Entwickler und
Emittent sein sollte, die technologischen Optionen und Anforderungen
für ein erfolgreiches Zahlungssystem, die praktischen und
regulatorischen Herausforderungen sowie die möglichen Risiken und
politischen Auswirkungen.
Die Teilnehmer der Umfrage waren Mitglieder von Institutionen, die
CBDCs für ihr Firmenkundengeschäft erforschen und testen (38 %),
sowie aus solchen, die derzeit nicht in diesem Bereich tätig sind (62
%). Die Banco Central do Brasil, die South African Reserve Bank, die
Norges Bank, die Deutsche Bundesbank, die Europäische Zentralbank und
die Bank of Finland gehörten zu den Institutionen, die an der Umfrage
teilnahmen.
"Die Zentralbanken spielen heutzutage eine wesentliche Rolle bei
der Steuerung der Geldpolitik, und sie werden dies auch weiterhin als
Grundlage für stabile Volkswirtschaften weltweit tun", so Jesse Lund,
Global Vizepräsident von IBM Blockchain. "Wir beobachten die
Weiterentwicklung der Blockchain und wie sie in verschiedenen
Instanzen in einer Reihe von Branchen angewendet wird, und diese
neuen Anwendungsfälle zeigen, dass die Zentralbanken nun bereit sind,
die Blockchain zu erkunden. Dadurch werden zusätzliche Ebenen von
Vertrauen und Transparenz geschaffen und möglicherweise eine neue
Bankenära eingeleitet, die von einer Technologie gesteuert wird, die
der Bankeninfrastruktur wesentliche neue Effizienzsteigerungen
bringt."
"Viele Zentralbanken haben erhebliche Anstrengungen unternommen,
um die Rentabilität der Einführung der digitalen Papierwährung als
Ergänzung zum physischen Bargeld zu untersuchen", so Philip
Middleton. "Im Firmenkundenbereich scheinen die Aussichten auf
digitale Zahlung oder elektronischen Token-Austausch in der Lage zu
sein, Vorteile zu bieten und gleichzeitig einige der Schwierigkeiten
zu vermeiden, die den CBDCs im Privatkundengeschäft innewohnen."
Der Bericht bietet einen ganzheitlichen Überblick über die Ansätze
zur Einrichtung einer CBDC für den Firmenkundenbereich und bietet
Institutionen Leitlinien, wie sie Herausforderungen angehen und mit
Hilfe der Blockchain-Technologie und digitalen Währungen Erfolge
erzielen können.
Der Bericht kann hier eingesehen werden:
http://thinktank.omfif.org/ibm.
http://www.omfif.org
http://www.ibm.com/blockchain
Pressekontakt:
Stefan Berci
Kommunikationsleiter
Stefan.berci@omfif.org
+44(0)207-856-2401
IBM Blockchain: Leesa D'Alto
Global External Communications
Industry Platforms & Blockchain
+1-212-671-9806
Original-Content von: OMFIF (Official Monetary and Financial Institutions Forum), übermittelt durch news aktuell
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Datum: 25.10.2018 - 18:33 Uhr
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