10 % der Frauen hatten 2017 einen höheren Bildungsstand als ihr Partner
ID: 1666161
einem Partner im Haushalt zusammen lebten, den formal höheren
Bildungstand in der Beziehung. Wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) weiter mitteilt, traf der umgekehrte Fall häufiger zu: Bei
über einem Viertel der Paare (27 %) hatte der Mann im Vergleich zu
seiner Partnerin einen höheren Bildungsstand. Überwiegend (63 %)
hatten in einer Partnerschaft lebende Frauen und Männer in
Deutschland jedoch in etwa das gleiche Bildungsniveau.
Ehepaare, die die Mehrzahl der Paargemeinschaften stellen,
unterschieden sich kaum vom Durchschnitt aller Paare. In
gemischtgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften, also bei
unverheirateten Paaren hatten 15 % der Frauen einen höheren
Bildungsabschluss als ihre Partner. Dass der Mann einen höheren
Bildungstand hatte, kam zu 20 % vor. 65 % der Frauen und Männer in
diesen Lebensgemeinschaften hatten ein ähnliches Bildungsniveau.
Bei einer regionalen Betrachtung gab es ebenfalls Unterschiede im
Bildungsniveau der Partner. In Ostdeutschland waren 13 % der Frauen
besser qualifiziert als ihre Partner, Männer hatten hier in 20 % der
Fälle den höheren Abschluss. Westdeutschland unterschied sich dagegen
kaum vom Bundesdurchschnitt.
Auch von den in einer gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft
lebenden Personen hatte die Mehrzahl (63 %) einen gleichen
Bildungstand wie ihre Partnerinnen beziehungsweise Partner. Nach dem
Geschlecht differenziert, traf das auf 60 % der Männer und 66 % der
Frauen in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften zu.
Die Ergebnisse basieren auf dem Mikrozensus 2017, für den jährlich
1 % der Haushalte befragt wird. Hierbei werden ausschließlich in
einem gemeinsamen Haushalt lebende Personen einbezogen. Über den
Haushalt hinaus bestehende familiäre Bindungen werden dabei nicht
berücksichtigt. Für diese Auswertung werden Ehepaare und
Lebensgemeinschaften nach dem International Standard Classification
of Education (ISCED) betrachtet, einer Kombination aus Schul- und
Berufsbildungsabschluss.
Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und
Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes
unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.
Weitere Auskünfte:
Bevölkerungsstatistische Auswertungen und Analysen aus dem
Mikrozensus,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 27 23
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Datum: 01.11.2018 - 08:00 Uhr
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