ALDI, Norma, LIDL und EDEKA beenden ebenfalls Lieferbeziehungen mit Skandal-Schlachthof Oldenburg / Deutsches Tierschutzbüro hält Schließung des Schlachthofs für überfällig und kritisiert die Behörden
ID: 1668884
Hersteller Frosta und auch die Bünting-Gruppe die Zusammenarbeit mit
dem Skandal-Rinderschlachthof der Standard GmbH & Co. KG in Oldenburg
mit sofortiger Wirkung beendet haben, ziehen nun auch die
Handelsketten Norma, LIDL, ALDI Süd und Nord, die HIT-Frische-Märkte
aus NRW sowie der EDEKA- Verbund nach und beziehen ab sofort keine
Waren mehr, die Rindfleischanteile aus dem angezeigten Schlachthof
enthalten. Zudem entschied sich auch der gleichnamige Hamburger
Zerlegungs- und Veredelungsbetrieb Standard-Fleisch GmbH & Co. KG
sowie der Tierfuttermittelhersteller Landguth (liefert u.a. an
Fressnapf) für ein Ende der Lieferbeziehungen. Diese Unternehmen
werden ab sofort kein Fleisch mehr aus dem Schlachthof in Oldenburg
beziehen. Die Tierrechtsorganisation hatte Anfang der Woche die
Staatsanwalt, das Veterinäramt, das Landwirtschaftsministerium und
die Öffentlichkeit über die unhaltbaren Zustände auf dem
Rinderschlachthof in Oldenburg informiert und Strafanzeige erstattet.
Die bislang kooperierenden Unternehmen zeigten sich entsetzt über
die Zustände in dem Oldenburger Schlachthof, haben sofort reagiert
und die Zusammenarbeit mit dem Schlachthof bzw. Goldschmaus oder
anderen Zulieferern bis auf weiteres beendet. Goldschmaus ist einer
der größten Abnehmer des Fleischs und arbeitet sehr eng mit dem
Skandal -Schlachthof in Oldenburg zusammen. "Wir freuen uns natürlich
darüber, dass Norma, LIDL, ALDI Süd und Nord, EDEKA, HIT, Frosta,
Landguth und die Bünting-Gruppe die Zusammenarbeit sofort beendet
haben und ihrer Verantwortung gerecht worden sind, gleichzeitig
fordern wir Goldschmaus auf, auch die Zusammenarbeit zu beenden" so
Jan Peifer.
Das Deutsche Tierschutzbüro hält die Schließung des Schlachthofes
für überfällig und richtet Kritik in Richtung des
Landwirtschaftsministeriums und dem zuständigen Veterinäramt . "Nur
durch eine Schließung können die Vorwürfe umfangreich aufgearbeitet
werden, bei einem laufenden Betrieb ist dies schlichtweg nicht
möglich" gibt Peifer an. Zudem sind die dokumentierten Zustände so
gravierend, dass sofort gehandelt und die Tierquälerei beendet werden
muss. "Bei vergleichbaren Fällen wurden die Schlachthöfe umgehend
geschlossen. Ich kann nicht verstehen, warum die Behörden im
aktuellen Fallen nicht durchgreifen" kritisiert Peifer.
Abschließend weisen die Tierrechtler daraufhin, dass das gesamte
Videomaterial immer noch nicht gesichtet worden ist. "Wir vermuten,
dass sich noch weitere Straftaten auf dem Videomaterial befinden" so
Peifer. Das gesamte Videomaterial liegt auch den Behörden vor, da das
Material aber über 600 Std. umfasst, wird eine Sichtung durch die
Behörden sicherlich noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen.
Weitere Informationen zur Recherche finden Sie unter:
http://www.tierschutzbuero.de/realitaet-schlachthof
Bildmaterial aus dem Schlachthaus auf Anfrage.
Pressekontakt:
Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender Deutsches Tierschutzbüro e.V.,
Tel.: 0171-4841004, jan.peifer@tierschutzbuero.de
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Datum: 09.11.2018 - 11:56 Uhr
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