Diskussion ja - Stimmungsmache nein / IB-Präsidentin Petra Merkel fordert Rückkehr zu mehr Sachlichkeit in der Debatte um den UN-Migrationspakt
ID: 1673006
Zusammenhang mit dem geplanten Migrationsabkommen der Vereinten
Nationen mehr Sachlichkeit in der Debatte.
"Migration ist ein weltweites Thema und kann entsprechend auch nur
von der Staatengemeinschaft gelöst werden", sagt die IB-Präsidentin
Petra Merkel. Jeder Versuch, den Pakt durch Stimmungsmache schlecht
zu reden, wäre ein Rückschritt bei dem Versuch, Migration weltweit zu
regeln. "Für Millionen von Flüchtlingen, Migrantinnen und Migranten
geben die Bestimmungen des Migrationspakts zumindest einen Hinweis
darauf, was sie in den Aufnahmeländern erwartet", so Merkel.
In manchen Diskussionsbeiträgen werde jetzt wieder vor den
angeblichen negativen Auswirkungen des Pakts gewarnt, kritisiert die
IB-Präsidentin. Deutschland werde auch nach Unterzeichnung der
Vereinbarung weiterhin die Kontrolle darüber haben, wer hier
dauerhaft leben darf, stellt Merkel klar. "Selbstverständlich müssen
wir über diesen Pakt debattieren und diskutieren", so Merkel, "aber
wenn statt mit Argumenten mit Emotionen gearbeitet wird, ist das ein
Schlag ins Gesicht derer, die weltweit auf der Flucht, beispielsweise
vor Verfolgung, Krieg oder staatlicher Gewalt, sind. Es bleibt unsere
humanitäre Pflicht, Menschen Schutz zu gewähren, wenn ihr Leben und
ihre Gesundheit gefährdet sind."
Deshalb begrüßt der IB auch ausdrücklich den Vorschlag der
Vereinten Nationen, zum ersten Mal ein gemeinsames, weltweit
geltendes Abkommen für sichere, geordnete und geregelte Migration zu
formulieren.
Pressekontakt:
Internationaler Bund
Pressestelle
Dirk Altbürger
Tel. 069 94545112 u. 0171 5124323
dirk.altbuerger@ib.de
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Datum: 22.11.2018 - 09:41 Uhr
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