Gewalt gegen Flüchtlingsfrauen
ID: 1673755
Frauen (25.11.) weist die UNO-Flüchtlingshilfe auf die besonderen
Gefahren für Flüchtlingsfrauen hin. Mindestens 50 Prozent aller
Flüchtlinge sind Frauen und Mädchen. Frauen fliehen, wie Männer auch,
wegen Unterdrückung und Verfolgung aus politischen und religiösen
Gründen. Aber auch Witwenverbrennungen, genitale Verstümmelung oder
Vergewaltigungen sind weitere Gründe, die explizit Frauen zur Flucht
zwingen. Angst bleibt dann auch während der Flucht allgegenwärtig:
vor Gewalt und sexuellen Übergriffen, Hunger und Krankheit, dem
Verlust von Angehörigen und einer ungewissen Zukunft. Der UNHCR,
dessen nationaler Partner die UNO-Flüchtlingshilfe ist, setzt sich
dafür ein, die Gefahrenquellen so gut wie möglich zu reduzieren und
die Frauen bestmöglich zu schützen und zu versorgen.
"Flüchtlingsfrauen sind oft mehrfach Gewalt ausgesetzt: erst in
der Konfliktregion selbst und dann später auf der Flucht. Frauen, die
Opfer von Gewalt wurden, leiden unter psychischen Langzeitfolgen,
Depressionen bis hin zu Selbstmordgedanken und ihrer sozialen
Isolation", berichtet Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der
UNO-Flüchtlingshilfe in Bonn.
In vielen Bürgerkriegen gehören systematische Vergewaltigungen von
Frauen und Mädchen zur Kriegsstrategie. Doch die Gewalt hört mit der
Flucht nicht auf: Das Leben in den Flüchtlingslagern und
Notunterkünften ist besonders für kranke oder alleinstehende Frauen
mit Kindern schwierig. Es kann passieren, dass sie nicht zu den
Verteilerstellen kommen können, wo sie Wasser, Lebensmittel oder
Hilfsgüter für den alltäglichen Gebrauch erhalten oder
Schwierigkeiten haben, weil ihre Familien ohne männliches
Familienoberhaupt nicht als Haushalt zählen. Zudem bietet ein
Flüchtlingslager häufig nicht den Schutz, den die Frauen in ihren
eignen Häusern, Dörfern und Gemeinden hatten.
Weitere Informationen unter: http://ots.de/Jy65ii
http://ots.de/h6SFZJ
Pressekontakt:
Marius Tünte
0228-90 90 86-47
tuente@uno-fluechtlingshilfe.de
Dietmar Kappe
0228-90 90 86-41
kappe@uno-fluechtlingshilfe.de
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Datum: 23.11.2018 - 15:30 Uhr
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