Post-EEG - Die Chancen nutzen
ID: 1675877
Erneuerbaren-Anlagen für Kopfschmerzen sorgen. Das hat jedoch
wahrscheinlich weniger mit den Feierlichkeiten vom Vorabend zu tun,
als mit dem Ende einer Ära: Die Förderung für die ersten
Erneuerbare-Energien-Anlagen läuft aus. Betroffen sind insgesamt
4.600 MW an Leistung, das entspricht in etwa drei Atomkraftwerken.
Für 18.800 Solar-, 5.400 Windkraft- sowie 2.200 Wasserkraftanlagen
gehen 20 Jahre der gesetzlich garantierten Förderung zu Ende.
Es ist daher an den Stadtwerken und Energieversorgern, sich damit
auseinanderzusetzen, wie das Stromangebot in einer Post-EEG-Zeit
genutzt werden kann. Preis- und Geschäftsmodelle stehen vor einem
radikalen Umbruch, nach Jahrzehnten der konstanten Förderung. Ein
erster Ansatz zur Nutzung des Stromangebots ist der Abschluss von
direkten Stromlieferverträgen zwischen den Betreibern z.B. von
Windparks und Endkunden. Hierfür muss der Betreiber allerdings selber
registrierter Energieversorger werden, mit allen damit verbundenen
Pflichten.
Deutlich einfacher ist der Verkauf des Stroms an Direktvermarkter.
Bei sogenannten Regionalstrom- und Community-Modellen kann die
vorhandene Strommenge regional bzw. lokal genutzt werden - zum
Vorteil der Energieversorger und der Endkunden.
Bei Regionalstrom-Ansätzen wird die Stromerzeugung einer Region
gebündelt und den Menschen vor Ort angeboten. Ähnlich wie bei lokalen
Lebensmitteln können Endkunden beim Regionalstrom nachvollziehen, wo
der erzeugt wurde. Außerdem werden lange Transportwege vermieden. Mit
dem Mindset der Digitalwirtschaft wird aus Strom plötzlich sogar ein
teilbares Produkt. Community-Strom basiert darauf, dass dezentral
erzeugte Energie gespeichert und in der Gemeinschaft geteilt werden
kann. Die intelligente Verknüpfung von Erzeugung, Speicherung und
Verbrauch ermöglicht neue Geschäftsmodelle, die in der alten
Energiewelt undenkbar waren.
Diese beiden Modelle erlauben es allen Beteiligten, sich mit
attraktiven Geschäftsmodellen frühzeitig auf die Post-EEG-Zeit
einzustellen. Sowohl Regionalstrom- als auch Community-Ansätze
brauchen Software; eine digitale Infrastruktur, die die intelligente
Vermarktung und die Entwicklung neuer Produkte zulässt.
Dabei handelt es sich bei den beschriebenen Ansätzen nicht um
ferne Zukunftsvisionen. Die Modelle und Ansätze werden heute schon
erfolgreich eingesetzt. Das Ende der EEG-Förderung wird ihnen noch
mehr Dynamik verleihen.
Es ist wie beim Feiern: Wer heute schon an morgen denkt und
vorausplant, muss sich nicht vor Kopfschmerzen fürchten. Die Lösungen
für die Post-EEG-Zeit sind vorhanden. Es ist nun an den beteiligten
Akteuren, die richtigen Lösungen zu wählen.
Pressekontakt:
Jan Bohnerth
info@lumenaza.de
030 346 558 200
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Datum: 30.11.2018 - 09:30 Uhr
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