Globaler Flüchtlingspakt ist historische Chance
ID: 1680594
Flüchtlingspakt in New York durch die UN-Mitgliedstaaten
unterzeichnet werden. Aus Sicht der UNO-Flüchtlingshilfe stellt er
eine historische Chance für den weltweiten Flüchtlingsschutz dar. Mit
ihm soll die Flüchtlingshilfe effizienter, fairer und schneller
werden, sodass Menschen besser geholfen wird, die vor Krieg,
Verfolgung und Menschenrechtsverletzung fliehen müssen. Ende 2017
waren 68,5 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht, Tendenz
steigend. 85 Prozent der Flüchtlinge lebt in Entwicklungsländern.
Diese Staaten werden durch den Pakt gestärkt. Die
UNO-Flüchtlingshilfe, der nationale Partner des Flüchtlingshilfswerks
der Vereinten Nationen (UNHCR), fordert daher den Flüchtlingspakt als
Fundament einer gemeinsamen internationalen Verantwortung zum
Flüchtlingsschutz anzuerkennen.
"Alle zwei Sekunden wird ein Mensch zur Flucht gezwungen. Niemand
verzichtet freiwillig auf Sicherheit und Grundrechte, und oft sind
Geflüchtete gleichzeitig Geißeln der jeweiligen politischen Unruhen.
Für diese globale Herausforderung brauchen wir ein weltweites
Bekenntnis, die Situation von Flüchtlingen verbessern zu wollen",
kommentiert der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter
Ruhenstroth-Bauer.
Der Globale Pakt für Flüchtlinge ist ein nicht verbindliches
Regelwerk und aus Sicht der UNO-Flüchtlingshilfe eine
Selbstverpflichtung aller Staaten, die Prinzipien der
Flüchtlingskonvention einzuhalten. Der Pakt umfasst vier zentrale
Ziele: So soll er den Druck auf die Aufnahmeländer mindern, die
Eigenständigkeit von Flüchtlingen fördern, den Zugang zu Resettlement
und anderen humanitären Aufnahmeprogrammen in Drittstaaten ausweiten
sowie die Bedingungen schaffen, die eine Rückkehr in das Heimatland
in Sicherheit und Würde ermöglichen. Kurz: Die Lebensbedingungen von
Millionen Flüchtlingen sollen verbessert werden.
Ruhenstroth-Bauer abschließend: "Wir haben die kollektive
Verantwortung, auf die weltweiten Flüchtlingsbewegungen nachhaltig zu
reagieren, Aufnahmeländer zu stärken und gleichzeitig Fluchtursachen
zu bekämpfen. Der Globale Pakt ist eine historische Chance, wir
sollten sie nutzen."
Weitere Informationen unter: http://ots.de/9jZiKI
sowie unter: http://ots.de/ZbTRRe
Pressekontakt:
Marius Tünte
Tel. 0228-90 90 86-47
tuente@uno-fluechtlingshilfe.de
Dietmar Kappe
Tel. 0228-90 90 86-41
kappe@uno-fluechtlingshilfe.de
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Datum: 14.12.2018 - 10:28 Uhr
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