Dött: Konsumenten nicht aus der Verantwortung entlassen
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beteiligen ist absurd
Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat vorgeschlagen, die
Zigarettenindustrie an den Kosten der Reinigungsarbeiten wegen
weggeworfener Zigarettenstummel zu beteiligen. Dazu erklärt die
umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,
Marie-Luise Dött:
"Es ist überhaupt keine Frage, dass wir Abfall jeder Art vermeiden
oder verringern müssen. Das ist ein Schwerpunkt unserer
umweltpolitischen Agenda. Aber Unternehmen dafür verantwortlich zu
machen, wenn Konsumenten deren Produkte unsachgemäß entsorgen, ist
der falsche Weg. Wir haben in Deutschland sehr gute Abfallsammel- und
Verwertungssysteme. Deshalb ist es geradezu absurd, dass die
Hersteller von Produkten für die Ordnungswidrigkeiten der Konsumenten
zur Rechenschaft gezogen werden sollen. Folgte man dieser Logik, dann
wäre der nächste Vorschlag im Sinne von Frau Ministerin Schulze wohl
der, die Farbenhersteller für die Reinigung von besprühten S-Bahnen
bezahlen zu lassen.
Wir brauchen bei den Bürgern nicht weniger, sondern mehr
Verantwortungsbewusstsein für Abfallvermeidung und die richtige
Entsorgung von Müll. Wir können und müssen auch in Zukunft von den
Konsumenten verlangen, dass sie mit Abfällen sachgerecht umgehen. Mit
der Idee von Ministerin Schulze erreichen wir genau das Gegenteil.
Mit einer politisch akzeptierten kollektiven Verantwortungslosigkeit
für den Umgang mit Abfällen kommen wir bei der dringend
erforderlichen Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft nicht
voran."
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Datum: 18.12.2018 - 11:19 Uhr
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