NOZ: Europawahl: Spitzenkandidat Weber sieht AfD als Hauptgegner
ID: 1683036
Hauptgegner
CSU-Politiker: Populisten mit Fakten und guten Argumenten schlagen
Osnabrück. Der Spitzenkandidat für die Christdemokraten bei der
Europawahl, Manfred Weber, sieht die AfD als Hauptgegner im
Wahlkampf. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung"
sagte Weber: "Die AfD ist die deutsche Brexit-Partei, weil sie mit
der Mitgliedschaft in der EU und auch im Euro-Raum aus
parteitaktischen Gründen spielt." Dahinter stehe purer Nationalismus,
dabei sei die EU heute schon ein Europa der Nationen. Weber sagte:
"Für uns ist die AfD ein zentraler Gegner im Wahlkampf, wir werden
mit aller Härte gegen sie argumentieren." Sein Ziel sei, die
Verantwortungslosigkeit der Partei zu zeigen. Weber sagte: "Die AfD
hat in Chemnitz bewiesen, wo sie steht, nämlich neben Pegida, der NPD
und den Neonazis. Das ist das wahre Gesicht der AfD. Ich werde
ansprechen, was das für unser Land bedeutet, für die Jobs, für die
Rente, für unsere Bürger." Man dürfe nicht den Fehler machen,
Populisten zu kopieren: "Wir werden die Populisten mit Fakten und mit
guten Argumenten schlagen." Sollte er EU-Kommissionspräsident werden,
werde er versuchen, die EU stärker auf ihre Kernaufgaben zu
beschränken und Zuständigkeiten an die Staaten zurückzugeben. Weber
sagte: "Ich glaube, dass Europa einen Aufgaben-Check braucht. Die EU
muss klären, für was sie zuständig ist und für was nicht." Im
Management des Alltags, etwa bei der Definition von Standards für
Produkte, müsse sich die EU zurücknehmen: "Da hat sich schon einiges
verbessert, weil es in den vergangenen vier Jahren keine neue
Verordnung für Glühbirnen oder die Gurkenkrümmung gegeben hat. Aber
wir dürfen da nicht stehen bleiben." Weber ist derzeit der
Vorsitzende der christdemokratischen EVP-Fraktion im Europaparlament
und startet als Spitzenkandidat für das Amt des
EU-Kommissionspräsidenten bei der Europawahl im Mai 2019.
Europawahl- Spitzenkandidat Weber will optimistischen Wahlkampf
führen
Weber: "Wir müssen endlich Zukunftsentwürfe anbieten" - Beispiel
Krebs-Masterplan
Osnabrück. Der Spitzenkandidat der Christdemokraten bei der
Europawahl, Manfred Weber, will einen optimistischen Wahlkampf führen
und den europamüden Bürgern ganz konkret die Vorteile der EU zeigen.
"Wir müssen endlich Zukunftsentwürfe anbieten", sagte Weber in einem
Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Als Beispiel nannte er
einen Krebs-Masterplan. Mehr als ein Drittel der Europäer werde in
seinem Leben familiär mit Krebs in Berührung kommen. Die Wissenschaft
sage, dass man Krebs besiegen oder zumindest stoppen könne. "Als
EU-Kommissionspräsident würde ich alles Wissen und alle Datenbanken
bündeln und einen Masterplan gegen Krebs erstellen", kündigte Weber
an und fügte hinzu: "Dann könnten wir in fünf bis zehn Jahren
vielleicht der erste Kontinent sein, der eine Antwort auf Krebs hat.
Das ist meine Europawahl-Botschaft: Wir als Europäer können gemeinsam
viel mehr erreichen."
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Datum: 22.12.2018 - 07:00 Uhr
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