foodwatch zu Tierwohlkennzeichnung
ID: 1686302
deutschen Lebensmittelhändlern wie Edeka, Rewe, Aldi und Lidl,
erklärt Matthias Wolfschmidt, Internationaler Kampagnendirektor der
Verbraucherorganisation foodwatch:
"Bei der sogenannten Tierwohlkennzeichnung geht es ausschließlich
um formale Haltungsbedingungen, also etwa Platz, Spielmöglichkeiten
oder Auslauf im Freien. Das garantiert aber nicht, dass es den Tieren
gut geht - viel zu oft sind Nutztiere krank, leiden und haben
Schmerzen. Die Gesundheit der Nutztiere spielt bei der
Tierwohlkennzeichnung von Aldi, Rewe & Co. überhaupt keine Rolle -
das ist eine große Irreführung der Verbraucherinnen und Verbraucher."
HINTERGRUND:
Bisher gibt es keine gesetzlichen Zielvorgaben für die Gesundheit
von Nutztieren, die Erkrankungsraten werden nicht systematisch
erfasst. foodwatch fordert ein bundesweites, betriebsgenaues
Tiergesundheitsmonitoring sowie verbindliche Vorgaben für die
Verbesserung der Gesundheit von Nutztieren. Für Betriebe, deren Tiere
wiederholt sehr schlechte Zustände aufweisen, muss es rechtliche
Konsequenzen geben. Umgekehrt sollten Betriebe, die ein hohes Maß an
Tiergesundheit erreichen, dafür finanziell belohnt werden.
Die Erkrankungsraten bei Nutztieren hängen von verschiedenen
Faktoren ab - einen bisher kaum diskutierten, jedoch sehr großen
Einfluss auf die Tiergesundheit hat das Management des Betriebs durch
den Tierhalter. Der Gesundheitszustand der Tiere unterscheidet sich
deshalb sehr stark von Betrieb zu Betrieb.
Pressekontakt:
foodwatch e.V.
Andreas Winkler
030-24 04 76 290
presse@foodwatch.de
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Datum: 11.01.2019 - 14:59 Uhr
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