Börsen-Zeitung: Unter Zugzwang,
Kommentar zu China von Norbert Hellmann
ID: 1686829
zwei Januar-Wochen noch ganz gut angelassen. Im Handelsstreit mit den
USA gibt es Verständigungsfortschritte auf dem Weg zu einer
Handelsvereinbarung, an den Aktienmärkten hat man sich etwas
freigeschwommen und der chinesische Yuan hat eine kräftige Aufwertung
zum Dollar hingelegt. Nun allerdings kommt die erste kalte Dusche in
Form von grottenschlechten Außenhandelszahlen.
Die chinesischen Exporte wie auch Importe sind entgegen den
Erwartungen im Dezember nicht weiter moderat angestiegen, sondern
deutlich geschrumpft. Der Handelsstreit mit den USA schlägt mit
einiger Verzögerung nun doch kräftig durch, aus der Importentwicklung
lässt sich zudem eine schwächelnde Binnennachfrage herauslesen. Nun
sind monatliche Handelsdaten zwar eine volatile Angelegenheit, in die
man nicht allzu viel hinein interpretieren darf, aber ein
Stimmungsknick ist nun dennoch programmiert.
Bislang war es so, dass Vorzieheffekte den Blick auf die
tatsächliche Belastung der gegenseitig verhängten Strafzölle ein
wenig verstellt haben. Mittlerweile aber schlagen
Anpassungsreaktionen bei Handels- und Industriebetrieben und
Störungen von globalen Lieferketten immer sichtbarer durch und sind
geeignet, Chinas Wirtschaftsplanern Kopfzerbrechen zu bereiten.
Die Zuversicht, dass es gelingen kann, den wegen der
Strafzollsystematik unvermeidlichen Rückgang des Warenaustauschs mit
den USA über den Handel mit anderen Regionen und dabei insbesondere
im Asien-Pazifik-Raum zu kompensieren, schwindet allmählich. Vielmehr
sieht man, dass die sich abzeichnende weltweite Konjunkturabkühlung
in einer Art und Weise auf die globale Nachfrage abfärbt, die China
auch auf indirektem Wege heftig zusetzen kann.
Mit dem Zusammenspiel eines abbremsenden globalen Wachstums und
den aus dem Handelsstreit herrührenden Unsicherheiten für Chinas
Industrie und Konsumwirtschaft wird Peking weiter in die Enge
getrieben. Kommende Woche werden die Wirtschaftsdaten für Dezember
und die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im Fokus stehen und
aller Voraussicht nach die nächste Ernüchterung bringen und einen
Nervositätsschub an den Märkten provozieren. Man steht nun erst recht
unter Zugzwang, die laufenden Verhandlungen mit Washington zu einem
positiven Abschluss zu bringen. Möglichst wenige Zugeständnisse an
die US-Seite zu machen, wird damit zu einer gefährlichen Option.
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Datum: 14.01.2019 - 20:35 Uhr
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