"Die Gier nach Gold": Erster Wintersportler packt zu Blutdoping in Deutschland aus
ID: 1688055
um 16.00 Uhr im Ersten
Am 23. Februar 2014 musste der österreichische Skilangläufer
Johannes Dürr nach einer positiven Probe auf das Ausdauerdopingmittel
EPO die Olympischen Spiele in Sotschi verlassen. Im Film "Die Gier
nach Gold" (MDR) der Autoren Hajo Seppelt, Wolfgang Bausch und
Rolf-Günther Schulze heute, 17. Januar 2019, um 16.00 Uhr im Ersten
packt der überführte Betrüger zu Blutdoping in Deutschland aus.
Erstmals gelingt es TV-Reportern, dass ein Wintersportler seine
Doping-Biografie vor der Kamera offenlegt: vom Talent bis zum
Weltklassemann. Johannes Dürr, der für den Österreichischen
Skiverband startete, erzählt, wie er Schritt für Schritt an verbotene
Mittel herangeführt wurde. "Da ist mir eben gesagt worden, wie oft
ich das nehmen muss. Also, es ist um EPO gegangen und um
Wachstumshormone." Der 31-Jährige zeigt, wie er es gemacht hat: "Und
dann habe ich einfach in die Vene hineingestochen und dann habe ich
das reingedrückt."
Anders als bisher berichtet ein Wintersportler vom ganzen Ausmaß
seines Betruges, der seinen Höhepunkt in Deutschland hatte. Johannes
Dürr: "2013 kam ich mit einem anderen Athleten ins Gespräch. Und
während dieses Gesprächs stellte sich eben heraus, dass er bereits
Eigenblutdoping macht, und er machte mir das Angebot, mal bei seiner
Quelle nachzufragen, ob ich auch dabei sein kann - in Deutschland."
Johannes Dürr führt das Fernsehteam an die Orte, an denen er sein
Blut behandeln ließ: München, Irschenberg - und "die Rückführung hat
eigentlich immer vor Ort stattgefunden bei den Wettkämpfen. Zum
Beispiel in Oberhof in Thüringen am Start vor der Tour de Ski". Der
Österreicher kritisiert außerdem die Scheinheiligkeit der
Funktionäre: "Ich hab' das schon als sehr heuchlerisch empfunden". Es
habe Aussagen gegeben, "die für mich ganz klar unterstrichen haben,
man weiß schon Bescheid, was dazugehört, um ganz vorne zu sein".
Die neue Dokumentation aus der Reihe "Geheimsache Doping" wird
heute, 17. Januar 2019, ab 16.00 Uhr im Ersten ausgestrahlt.
Pressekontakt:
MDR, Presse und Information, Sebastian Henne,
Tel.: (0341) 3 00 63 76, E-Mail: presse@mdr.de, Twitter: @MDRpresse
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Datum: 17.01.2019 - 13:05 Uhr
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