NOZ: Umfrage: 90 Prozent der Deutschen wollen, dass Staat mehr in digitale Bildung investiert
ID: 1691725
Staat mehr in digitale Bildung investiert
GEW-Vorsitzende Marlis Tepe: Kooperationsverbot zwischen Bund und
Ländern so schnell wie möglich streichen
Osnabrück. Die meisten Deutschen wollen, dass der Staat stärker in
Bildung investiert. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet,
sind rund 90 Prozent der Deutschen dafür, dass Bund, Länder und
Kommunen mehr Geld für Schulen ausgeben. Das geht aus einer
repräsentativen Umfrage im Auftrag der GEW hervor. 90,2 Prozent der
Befragten wollen, dass Schüler besser auf das Leben in der digitalen
Welt vorbereitet werden. "Das ist ein deutliches Signal an die
Politiker, endlich ihre erbitterten Streitigkeiten zu beenden",
kritisierte die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft, Marlis Tepe.
"Das Kooperationsverbot muss sofort weiter gelockert werden, damit
die Gelder für den Digitalpakt fließen können. Politik hat schon viel
zu viel Zeit verschwendet." Tepe forderte: "Die Länder müssen ihre
Blockadehaltung aufgeben und sich bewegen. Schulen für die digitale
Welt fit zu machen, ist eine Zukunftsaufgabe und längst überfällig.
Um diese Herausforderung zu bewältigen, müssen Bund, Länder und
Kommunen an einem Strang ziehen. Kirchturmpolitik ist der falsche
Ansatz." Tepe machte deutlich, dass das Kooperationsverbot in der
Bildung so schnell wie möglich komplett gestrichen werden müsse. Es
habe bisher verhindert, dass der Bund Länder und Kommunen in der
Bildung dauerhaft finanziell unterstützen kann.
An diesem Mittwoch konstituiert sich der Vermittlungsausschuss des
Bundesrats, um eine Lösung im Konflikt zwischen Bund und Ländern über
eine weitere Lockerung des Kooperationsverbots zu entwickeln.
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Datum: 30.01.2019 - 01:00 Uhr
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