Yale-Historiker Timothy Snyder rechnet mit Trump ab
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"Trump gehört zu denen, die die Wahrheit an sich loswerden wollen"
Berlin, 20. Februar 2019 - Timothy Snyder, Historiker an der
Universität Yale rechnet mit den populistischen Regierungen dieser
Zeit ab. "Die populistischen Regierungen schaffen erfundene
Katastrophen, für die sie erfundene Lösungen präsentieren", sagte
Snyder im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe
3/2019, EVT 21. Februar). "Die USA sind in dieser Hinsicht schon
weiter fortgeschritten als Deutschland und Russland noch weiter als
die USA", so Snyder weiter. Eindeutig sei, dass die Regierung nichts
für ihre Bürger tue, sondern ein Spektakel nach dem anderen kreiere.
Als gutes Beispiel führt der Yale-Professor den Streit um die Mauer
in Mexiko an: "Es wird niemals eine Mauer geben, und in Wirklichkeit
ist es auch allen herzlich egal."
US-Präsident Trump gehöre zu denen, "die die Wahrheit an sich
loswerden wollen". Es klinge, als hätte diese Idee eine befreiende
Wirkung, doch es ist eine "furchtbare, autoritäre Idee". Wenn es
keine Wahrheit gibt, dann funktioniert auch Pluralismus nicht. "Wir
brauchen ein Ethos der Wahrheit. Derzeit haben wir ein Vakuum, das
erst vom Fernsehen und jetzt von Facebook gefüllt wird." Deshalb
gelange heute "derjenige an die Macht, der Emotionen am besten
manipulieren" könne.
Große Sorgen bereitet Snyder die Entwicklung in Russland. "Weil
Russland keine Zukunft hat, muss es uns die Zukunft nehmen", sagte er
'Capital'. Da es der russischen Führung nicht gelänge, ein Land zu
schaffen, in dem Menschen wirklich leben wollen, ist die Wirklichkeit
auch deren größte Schwachstelle.
Pressekontakt:
Nils Kreimeier, Redaktion 'Capital',
Tel. 030/220 74-5144, E-Mail: kreimeier.nils@capital.de
www.capital.de
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Datum: 20.02.2019 - 12:15 Uhr
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