Aus Schrott wird Kunst: Ford unterstützt Kölner Ausstellung mit Restmaterial (FOTO)
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(ots) -
- Die Ford-Werke haben den Kölner Künstler Daniel Kiss bei seiner
aktuellen Ausstellung unterstützt - nicht etwa finanziell, sondern
mit Material
- Rund eine halbe Tonne Metallschrott aus der
Fiesta-Produktion in Köln-Niehl hat Daniel Kiss für sein neuestes
Kunstprojekt genutzt. Zusammen mit den Künstler/Innen Manuela
Leinhoss, Carola Uehlken und Adriano Costa stellt er es nun bei "Part
One" aus
- Die gemeinsame Ausstellung "The Value of Flowers" findet
vom 23. Februar bis 2. März in dem Ausstellungsraum in der Nähe des
Kölner Barbarossaplatzes statt
Vom Ausschussband der Fiesta-Fertigung in einen der angesagtesten
Ausstellungsräume der Stadt: Täglich entstehen im Presswerk der
Kölner Ford-Werke Dutzende Tonnen Metallschrott durch Materialreste
beim Stanzen der Karosserieteile. Sie landen nicht etwa auf dem
Schrottplatz, sondern werden von Recycling-Firmen aufbereitet und
wiederverwertet. Die Recycling-Quote liegt bei 100 Prozent. Rund eine
halbe Tonne dieses Restmaterials hat nun eine Wiederverwertung der
etwas anderen Art erfahren. Der Kölner Künstler Daniel Kiss hat aus
diesen Teilen, also aus kleinen Blechabschnitten, aber auch größeren,
schon gestanzten Karosserieteilen, eine raumgreifende
Ausstellungsarchitektur geschaffen. Sie ist ab Samstag, 23. Februar,
um 19 Uhr in der Ausstellung "The Value of Flowers" im Kunstraum
"Part One" in der Nähe des Kölner Barbarossaplatzes zu sehen -
gemeinsam mit Werken der Künstler/Innen Manuela Leinhoss, Carola
Uehlken und Adriano Costa.
Aus Schrott mach Kunst: Doch wie kam Kiss bei diesem Ansatz
ausgerechnet auf die Ford-Werke? "Blech ist ein sehr interessantes
Material, mit dem ich davor schon oft gearbeitet habe", erklärt der
Kölner Künstler. "Man kann daraus unterschiedlichste Dinge kreieren,
weil es sowohl stabil und massiv, aber auch dünn und fragil sein
kann." Da sei es für ihn durchaus naheliegend gewesen, beim größten
metallverarbeitenden Unternehmen in der Region anzuklopfen. Bei einer
Besichtigung des Presswerks in der Kölner Fiesta-Fertigung zeigte
sich Kiss nicht nur von der schieren Menge an Material begeistert,
sondern auch über die vielfältigen Materialeigenschaften und
unterschiedlichen Formen der dort abfallenden Restteile. "Mir war
sofort klar, dass dieses Material ganz viele Möglichkeiten bietet und
man es wunderbar für eine Ausstellung nutzen kann." Ford-Mitarbeiter
stellten eine Mischung aus den unterschiedlichen Teilen zusammen und
lieferten Kiss vier Boxen mit rund 500 Kilo Metallschrott.
Besonders ästhetische Form der Wiederverwertung
"Recycling ist bei uns in der Fiesta-Produktion grundsätzlich ein
wichtiger Faktor für Nachhaltigkeit", sagt Vic Daenen, Werkleiter der
Ford-Werke in Köln-Niehl. "In diesem Fall tragen wir zu einer
besonders ästhetischen Form der Wiederverwertung bei und unterstützen
gleichzeitig einen jungen Kölner Künstler. Deshalb waren wir sofort
sehr angetan von dieser Idee."
Wie Daniel Kiss diese Idee umgesetzt hat, ist in den nächsten acht
Tagen bei "Part One" zu sehen - einem in Kölner Kunst-Kreisen
angesehenen Ausstellungsraum. Auf einer Ausstellungsfläche von rund
60 Quadratmetern bilden die aus den Ford-Teilen entstandenen Werke
von Daniel Kiss dabei die Metallarchitektur, die sich durch den
ganzen Raum zieht und die Arbeiten - Installationen, Skulpturen und
Performances - der anderen Künstler einschließt und ihnen einen
festen Rahmen setzt. Manche Teile wurden nahezu unverfälscht
belassen, sie offenbaren deutlich ihren automotiven Ursprung und
entwickeln beispielsweise durch eingestanzte Muster eine eigene
Ästhetik. Andere Versatzstücke hat Kiss zusammengesetzt und ihre
Ursprungsform verändert. Die sich daraus ergebene Raumarchitektur
erinnert an ein dekonstruiertes Raumschiff, in dessen Inneren die
skulpturalen Elemente der anderen Künstler erblühen. Sie erinnern
teilweise an Blumen - verweisen so auf den Titel der Ausstellung "The
Value of Flowers" ("Der Wert von Blumen") - und unterscheiden sich
auch durch die verwendeten Materialen wie Gips, Papier oder Stoff
ganz deutlich von dem von Kiss geschaffenen metallischen Rahmen.
"Welchen Wert oder Wertigkeit Materialien für uns haben, ist eine
sehr subjektive Frage", erklärt Daniel Kiss. "In der Ausstellung
stellen wir den maschinell produzierten, kühlen und technischen
Gegenständen organische und weiche gegenüber. So formiert sich
Kontrast, der die unterschiedlichen Eigenheiten deutlich erkennbar
macht, aber im Idealfall auch eine gemeinsame Wirkung entfaltet."
Daniel Kiss, 1984 in Roth geboren, hat 2014 sein Studium an der
Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg als Meisterschüler von
Professor Michael Munding abgeschlossen. Seine Werke waren in den
vergangenen Jahren in nationalen und internationalen Ausstellungen zu
sehen, unter anderem in Nürnberg, Düsseldorf, Shanghai und
Kopenhagen. 2014 erhielt er den Bayerischen Kunstpreis. Seit fünf
Jahren lebt und arbeitet Kiss in Köln.
Ford-Werke GmbH
Die Ford-Werke GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller und
Mobilitätsanbieter mit Sitz in Köln. Das Unternehmen beschäftigt an
den Standorten Köln, Saarlouis und Aachen mehr als 24.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung im Jahr 1925
haben die Ford-Werke mehr als 46 Millionen Fahrzeuge produziert.
Weitere Presse-Informationen finden Sie unter www.ford.media.com.
Pressekontakt:
Marko Belser
Ford-Werke GmbH
0221/90-17520
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Datum: 22.02.2019 - 10:00 Uhr
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