Kölner Stadt-Anzeiger: Vorwürfe gegen NRW-Schulministerin Gebauer - Ministerium vergab Großauftrag an FDP-Spenderin
ID: 1699465
ist wegen der Vergabe eines Digitalisierungsprojekts an Grundschulen
an eine parteinahe Unternehmerin in die Kritik. Wie das Ministerium
dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe) bestätigte, wurde ein
Vertrag im Wert von 600.000 Euro ohne Ausschreibung mit der Firma
Haba Digital abgeschlossen. Die Geschäftsführerin der Firma, Verena
Pausder, ist Mitglied im Wirtschaftsforum der FDP. Aus einer
Drucksache des Deutschen Bundestags geht hervor, dass die
Unternehmerin der FDP im Jahr 2017 einen Spende in Höhe von 51.000
Euro zukommen ließ.
Das Projekt "Mobile Digitalwerkstatt" war im Januar vom
Schulministerium vorgestellt worden. Das mobile Klassenzimmer soll
alle 53 Schulbezirke bereisen und Schülern wie Lehrern deutlich
machen, welche Chancen die Digitalisierung für den Unterricht an den
Grundschulen bietet. Das Ministerium erklärte auf Anfrage, der
Vergabe an Haba Digital sei eine "Markterkundung" vorausgegangen.
Dabei habe sich herausgestellt, dass die Firma "der einzige in Frage
kommende Anbieter" gewesen sei, der die nachgefragte Leistung wie
etwa den mobilen Einsatz vor Ort "als Komplettlösung anbieten"
konnte. "Eine Ausschreibung ist nach den Vorgaben des europäischen
Vergaberechts nicht erforderlich gewesen", erklärte das Ministerium.
Eine Pflicht dazu bestehe erst ab Überschreiten des Werts von 750000
Euro.
Die SPD im Landtag will den Fall in der nächsten Sitzung des
Schulausschusses thematisieren. "Wenn eine sechsstellige Summe an ein
Projekt vergeben wird, dass von einer Parteifreundin geleitet wird,
dann macht das auf mich einen komischen Eindruck", sagte Schulexperte
Jochen Ott. Arndt Klocke, Fraktionschef der Grünen im Landtag,
erklärte: "Es fällt mir schwer zu glauben, dass es europaweit nur
einen einzigen Anbieter geben soll, der Schülern digitale Kompetenzen
in einem Lernmobil vermittelt."
https://www.ksta.de/politik/vergabe-von-projekt-nrw-schulministeri
n-gebauer-geraet-unter-druck-32102382
Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 2080
Original-Content von: Kölner Stadt-Anzeiger, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.02.2019 - 01:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1699465
Anzahl Zeichen: 2479
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Köln
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 399 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kölner Stadt-Anzeiger: Vorwürfe gegen NRW-Schulministerin Gebauer - Ministerium vergab Großauftrag an FDP-Spenderin"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
K (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Musikerin und Model Sarah Bora leidet bis heute unter den Folgen ihrer früheren Beziehung, in der sie jahrelang psychischer und körperlicher Gewalt ausgesetzt war. "Ich fühle mich in keinem Zuhause sicher", sagt sie im Podcast "Talk mit K" des "Kölner Stadt-Anzeiger&qu
Deutsch-Iraner nach Schüssen auf Essener Synagoge festgenommen - Vorwurf: Anstiftung zum Anschlag ...
Nach den Schüssen an der Alten Synagoge in Essen ist ein Mann festgenommen worden. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe) berichtet, handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen Deutsch-Iraner. Ihm wird die Anstiftung zu einem Anschlag vorgeworfen. Nach Informationen der Z
Evangelischer Präses sagt ökumenische Adventsvesper mit Woelki ab - Sorge vor "Überlagerung" durch innerkatholische Auseinandersetzungen ...
Wegen der anhaltenden Auseinandersetzungen um den Kölner Kardinal Rainer Woelki hat der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel, die traditionelle ökumenische Vesper zum Advent kurzfristig abgesagt. "Der Gottesdienst am Anfang des Advents wird durch die Ereignisse im
Weitere Mitteilungen von K
Rheinische Post: Schuster: Kramp-Karrenbauers Ultima Ratio der Grenzschließung fließt nicht ins Europawahlprogramm ein ...
Die Position von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, wonach im Fall einer neuer Flüchtlingskrise als Ultima Ratio die Grenze geschlossen werden könnte, wird nach Angaben aus der Partei nicht ins Europawahlprogramm aufgenommen. Der CDU-Innenexperte Armin Schuster sagte der Düsseldorfer &qu
Rheinische Post: Barley will schnellüber Aberkennung deutscher Staatsbürgerschaft von IS-Kämpfern entscheiden ...
Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) hat im Streit mit der Union über die Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft von IS-Kämpfern eine schnelle Entscheidung angekündigt. "Ich bin mir mit meinem Kollegen Horst Seehofer einig, dass wir dieses konkrete Vorhaben zeitnah umsetze
Rheinische Post: Kollatz vor Tarifverhandlungen zuversichtlich ...
Wenige Tage vor der nächsten Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder hat sich Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) zuversichtlich gezeigt, dass es zu einem Kompromiss kommen wird. "Ich will eine Einigung am Verhandlungstisch erzielen", sagte Kollatz als Verhandlung
Badische Zeitung: EU und Arabische Liga: Peinlicher Auftritt / Kommentar von Frauke Wolter ...
Mit dem allmählichen Rückzug der USA könnte die EU in der Region eine neue Bedeutung finden: Als Mittler in Konflikten wie in Syrien, dem Jemen oder dem Iran, als Ansprechpartner für die Arabische Liga. Dazu müssen beide Seiten Kompromisse machen, keine Frage. Eine EU aber, die sich als We




