Expertenkommentar: Paketzusteller erwägen Extra-Gebühr für Haustürlieferungen
ID: 1703836
wenn Kunden sie bis an die Haustür geliefert bekommen. Diese
sogenannte "letzte Meile" ist für viele Paketzusteller ein echter
Kostentreiber. GLS, DPD und Hermes diskutieren deshalb eine
zusätzliche Gebühr für Haustürlieferungen. Warum das eine gute Idee
und völlig legitime Preisstrategie ist, erläutern Logistik-Experten
Kornelia Reifenberg und Philipp Biermann, Partner bei der globalen
Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners.
3,35 Milliarden Kurier-, Express- und Paketsendungen wurden 2017
in Deutschland verschickt, berichtet der Bundesverband Paket und
Expresslogistik (BIEK). Das ist im Vergleich zum Jahr 2000 eine
Steigerung um knapp 100 Prozent. Diese erhöhte Sendungsmenge bei
gleichzeitig fehlenden Mitarbeitern stellt Zusteller vor große
Herausforderungen - die sie nicht immer meistern. Es kommt zu immer
mehr verspäteten oder fehlgeleiteten Zustellungen. Die meisten
Probleme entstehen auf der sogenannten "letzten Meile", dem Transport
der Päckchen zum Briefkasten. Die ist der mit Abstand aufwendigste
Schritt im gesamten Transportprozess und verantwortlich für etwa 50
Prozent der Gesamtkosten einer Paketlieferung.
Haustürlieferung wird zum Extra-Service
Diesen Aufwand möchten sich die Logistikunternehmen jetzt bezahlen
lassen: Mehrere Paketdienste erwägen Preiserhöhungen bei der
Zustellung direkt zum Empfänger. Hermes und DPD bestätigten
Überlegungen, mittelfristig die Haustürlieferung als Premiumprodukt
einzustufen und damit zu verteuern. GLS hatte solche Zuschläge bei
einigen Firmenkunden schon im letzten Weihnachtsgeschäft eingeführt.
Dabei verweisen die Unternehmen auf Länder wie Schweden, wo diese
Belieferung bereits extra koste. Marktführer Deutsche Post DHL plant
nach eigenen Aussagen bislang keine solche Gebühr.
So bewerten die Simon-Kucher-Experten den Vorstoß:
"Einen Zuschlag für Haustürlieferungen zu erheben, ist legitim und
sinnvoll. Solange Paketzusteller ihren Kunden noch Alternativen
bieten, etwa zentrale Abholstationen wie Paketshops, können sie sich
auch weiterhin für die preiswertere Variante entscheiden. Andere
Branchen verfolgen längst die Strategie eines günstigen
Basisangebots; wer zusätzlichen Komfort wünscht, bezahlt dafür auch
extra. So beispielsweise Autovermietungen mit individuellem
Rückgabeort oder Airlines mit zusätzlicher Beinfreiheit oder mehreren
Gepäckstücken.
Die 'letzte Meile' zu verteuern, würde den Paketzustellern auch
dabei helfen, das Kundenverhalten in die richtige Richtung zu lenken.
Aufgrund der hohen Kosten, der niedrigen Gewinnmargen sowie der
Belastung für Fahrer und Umwelt bedeutet dies vor allem: weniger
Haustürlieferungen. Um die Preiserhöhung für Endkunden auszugleichen,
könnten Zusteller neben der Einführung eines Zuschlags für
Haustürlieferungen gleichzeitig Alternativen mit Abholung an einem
zentralen Lager billiger machen."
Für Rückfragen und detaillierte Informationen stehen wir Ihnen gerne
zur Verfügung:
Franziska Harsch (Public Relations Manager)
Tel: +49 69 905010 642
E-Mail: franziska.harsch@simon-kucher.com
www.simon-kucher.com
Original-Content von: Simon-Kucher & Partners, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.03.2019 - 14:18 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1703836
Anzahl Zeichen: 3658
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bonn
Kategorie:
Handel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 481 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Expertenkommentar: Paketzusteller erwägen Extra-Gebühr für Haustürlieferungen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Simon-Kucher (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Angesichts der Energiekrise werden alternative Energielösungen für Konsumenten zwar interessanter, aber da viele Verbraucher das gesamte Leistungsportfolio des eigenen Energieversorgers oftmals nicht kennen, neigen sie verstärkt zum Anbieterwechsel. Dabei spielt auch eine sehr subjektive Preisw
Rohstoff- und Erzeugerpreise fallen - Warum B2B-Unternehmen ihre Preise dennoch weiterhin erhöhen müssen ...
Im Oktober 2022 sind Erzeuger-Preise erstmalig und entgegen der Erwartung gesunken. Gepaart mit der aktuellen Preiserhöhungslücke entsteht für Unternehmen eine gefährliche Situation: Preiserhöhungen sind weiterhin nötig, das Verständnis der Kunden dafür ist aber nicht mehr gegeben. Sebasti
Studie zeigt: Wirtschaftliche Unsicherheit lässt Ausgabebereitschaft am Black Friday und Cyber Monday um die Hälfte sinken ...
Deutschlands Shopper planen sich an den anstehenden Promo-Tagen wie Black Friday und Cyber Monday zurückzuhalten und deutlich weniger Geld auszugeben als in den letzten Jahren. Wirtschaftliche Zwänge und die Ängste vor einer Rezession lassen die Ausgabebereitschaft sinken. Zweistellige Inflati
Weitere Mitteilungen von Simon-Kucher
MINISOs Original-Designteam MOD präsentiert sich auf DESIGN SHANGHAI, verkündet Partnerschaft mit Crash Baggage ...
Die hochkarätige asiatische Designmesse "DESIGN SHANGHAI" feierte am 6. März ihre große Eröffnung. MOD, das Original-Designteam von MINISO, präsentierte auf der Designmesse eine exquisite Auswahl eigener Designprodukte. MOD zeigte unter andere die folgenden Produkte: den U-Fan,
Büro Werner GmbH & Co.KG ...
Das in Offenbach am Main ansässige Handelsunternehme Büro Werner GmbH &Co. KG ist im Rhein-Main Gebiet für seine individuellen Lösungen, Qualität und ausgezeichnetem Service im Bereich Büroorganisation bekannt. Das Unternehmen ist auch heute noch ein reines Familienunternehmen. Eine V
Sich von neuen Kombinationen und Elementen inspirieren lassen ...
Rund 2.200 Aussteller werden vom 20. bis 23. April zur größten Messe ihrer Art in Asien erwartet. 2018 informierten sich dort über 29.500 Besucher über die neuen Branchentrends. Die Messe ist auch in diesem Jahr in vier Haupthemen mit mehr als 20 Produktgruppen unterteilt, die unter dem Motto
Weggeworfenes wird Währung: ALDI geht Kooperation mit Plastic Bank ein (VIDEO) ...
Plastik gegen Geld oder Sozialleistungen tauschen: Das ist der Kerngedanke von Plastic Bank. Dafür richtet das Social Start-up Sammelstationen für Kunststoffabfälle in Ländern mit einer hohen Armutsquote und einer unzureichend entwickelten Abfallwirtschaft ein. Im Rahmen einer Partnerscha




