BGA: Wirtschaftliche Verflechtung mit China wächst - internationale Regelwerke müssen verbessert werden
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kürzester Zeit zu einer der maßgeblichen Volkswirtschaften
entwickelt. Europa ist der wichtigste Handelspartner für China, und
China der zweitwichtigste der EU. Mit seiner wirtschaftlichen
Entwicklung unterstreicht China eindrucksvoll, dass der Zugang zu den
internationalen Märkten und Globalisierung die Armut deutlich
reduzieren kann. Nach dem Beitritt zur WTO hatte man angenommen, dass
sich die chinesische Wirtschaft weiter öffnen wird. Stattdessen hat
sich eine Staatswirtschaft mit marktwirtschaftlichen Elementen
etabliert. Die Trennung von Partei und Staat gibt es nicht mehr.
Damit hat sich China selbst von einigen seiner Erfolgsprinzipien
gelöst." sagt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes
Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zum anstehenden
Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem französischen
Präsident Emmanuel Macron und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude
Juncker mit dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping.
"Die chinesischen Unternehmen stellen sich als zunehmende
Herausforderung auch für die deutschen Unternehmen dar. Zunächst
einmal begrüßen wir diesen Wettbewerb. Er muss gleichwohl auf der
Grundlage gleicher Regeln erfolgen und hier liegt Chinas
Verantwortung, im Rahmen eines fairen internationalen Regelwerks zu
agieren. Und genau hier gibt es deutlichen Nachbesserungsbedarf
insbesondere mit Blick auf Subventionen beispielsweise durch
Staatsunternehmen China", so Bingmann weiter.
"Wir sind nicht naiv, jedoch dürfen wir nicht den Fehler machen
uns abzuschotten und das Heil in nationalem Staatsinterventionismus
suchen. Es gibt ein europäisches und internationales Regelwerk, das
dringend reformiert werden muss, um diesen Herausforderungen etwas
entgegen zu setzen. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir ausdrücklich
die jüngsten Vorschläge der Europäischen Kommission, die auf die
Einhaltung marktwirtschaftlicher Prinzipien pochen. Wenn wir dieses
Potential gemeinsam nutzen, dann werden wir unsere europäischen
Interessen auch kraftvoll gegenüber anderen Staaten vertreten können.
Alleingänge sind hier wenig hilfreich", so Bingmann abschließend.
11, Berlin, 22. März 2019
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Datum: 25.03.2019 - 11:25 Uhr
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