Hin zu einem neuen Wasserstoffmarkt in Europa

Hin zu einem neuen Wasserstoffmarkt in Europa

ID: 1709230
(LifePR) - Der Markt für grünen und CO2-armen Wasserstoff wird derzeit zur Realität in Europa; er ermöglicht eine vollständige Dekarbonisierung des Energie­systems. Das CertifHy-Projekt ?Entwicklung des 1. EU-weiten Zertifizierungssystems für grünen und CO2-armen Wasserstoff? hat mit Pilotanwendungen 76000+ Herkunftsnach­weise in das Register eingestellt, von denen bereits 3600+ genutzt worden sind.   Für die Transformation des Energiesystems sind Flexibilität und die Transparenz von Energie­produktion von entscheidender Bedeutung, auch für Wasserstoff. Das CertifHy-Zertifizierungssystem erlaubt die verlässliche Information von Endkunden über die Herkunft und die Umwelteigenschaften des Produkts Wasserstoff und unterstützt Anbieter bei der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben. Es ermöglicht europaweit und unabhängig vom Anwendungs­ort den Verbrauch von grünem und CO2-armem Wasserstoff. Grüner und CO2-armer Wasser­stoff sind Schlüsselelemente der Energiewende und des Klimaschutzes. ?CertifHy ,Grüner Wasserstoff? kann eine wichtige Rolle im Verkehr und bei der Entwicklung einer nachhaltigen Chemieindustrie spielen, wo Wasserstoff als Rohstoff weit verbreitet ist. Diese europäische Zertifizierung ist ein wichtiger erster Schritt, um den Markt für grünen Wasser­stoff zu entwickeln. Sie bietet der Industrie eine Grundlage dafür, um in dieser Entwicklung eine führende Rolle einzunehmen?, sagt Marcel Galjee, Energy Director von Nouryon.  

Das CertifHy-Zertifizierungssystem wurde von einem Konsortium unter der Führung von Hinicio zusammen mit Ludwig-Bölkow-Systemtechnik (LBST), Grexel, TNO und TÜV SÜD entwickelt und vom Fuel Cell and Hydrogen Joint Undertaking finanziert. Dabei wurden die 900+ Mitglieder der CertifHy Stakeholder Platform aus europäischen, an grünem und CO2-armem Wasserstoff interessierten Stakeholdern in umfangreichen Konsultationen und Arbeitsgruppen eingebunden. Von 2014 bis 2016, der CertifHy-Projektphase 1, hat das Konsortium das europäische Herkunftsnachweissystem inklusive einer Definition von grünem und CO2-armem Wasserstoff und eine Roadmap mit konkreten Schritten zur Einführung des Systems entwickelt. Im nächsten Schritt (CertifHy-Projektphase 2) von Oktober 2017 bis März 2019 wurde das System eingeführt und in Pilotprojekten angewendet. In den Piloten wurden praxisnahe Problemstellungen identifiziert und bearbeitet, die sich bei der Einführung des neuen Systems gezeigt haben. Die Ergebnisse wurden auf der Abschlusskonferenz am 25. März 2019 in Brüssel 120+ Stakeholdern aus Industrie, Politik, Zertifizierungssystemen, Privatsektor und NGOs vorgestellt.



Das Industriegase-Unternehmen Air Liquide, das Spezialchemikalien-Unternehmen Nouryon gemeinsam mit Air Products, die Einzelhandelskette Colruyt und der Energieversorger uniper waren als Wasserstoffhersteller an den Piloten beteiligt und haben Herkunfts­nach­weise erzeugt. ?Wir suchen ständig nach Möglichkeiten, um unsere Effizienz im Betrieb zu erhöhen und um die Mitgliedsländer der Europäischen Union darin zu unterstützen, ihre Treibhausgas-Emissionsreduktionsziele kosteneffizient zu erreichen. Ein europaweites Herkunfts­nachweissystem für erneuerbaren Wasserstoff wird diese Ziele unterstützen. Unser Projekt mit Nouryon ist ein innovatives Beispiel dafür, was erreicht werden kann, wenn die Rahmenbedingungen stimmen?, sagt Kurt Lefevere, Vice President Northern Continent bei Air Products.

Die ersten Herkunftsnachweise wurden im Dezember 2018 ausgestellt. Bis Anfang März 2019 waren zehn Organisationen im Register als sogenannte Kontoinhaber und 76000+ Herkunftsnachweise registriert. Erste kommerzielle Transaktionen wurden mit Kunden wie H2Mobility Deutschland abgewickelt. Nikolas Iwan, Geschäftsführer von H2Mobility Deutschland: ?Die CertifHy ,Grüner Wasserstoff? Zertifikate von Air Products erhöhen den Anteil an grünem Wasserstoff in unseren Wasserstofftankstellen deutlich. Wir glauben fest daran, dass CertifHy dazu beitragen wird, einen innovativen, transparenten europäischen Markt für erneuerbaren Wasserstoff zu etablieren.?

Auf dem Weg zu einem etablierten Markt für grünen und CO2-armen Wasserstoff  

Im nächsten Schritt hat CertifHy in seiner kommenden Phase für die breite Markteinführung das Ziel, ein EU-weites Zertifizierungssystem umzusetzen, das sowohl Herkunftsnachweise zur Kundeninformation über die erneuerbare oder CO2-arme Herkunft des Wasserstoffs, als auch Versorgungs-Zertifikate für den Nachweis der Erfüllung gesetzlicher Quotenvorgaben im Verkehrsbereich geeignet ist. CertifHy wird einen europäischen Issuing Body (erteilende Stelle) gründen und ein Register einführen, das sich mit nationalen Registern und mit Registern für andere Energieträger über Schnittstellen verbinden kann. Der Pilotbetrieb wird fortgesetzt und ausgebaut mit dem Ziel, das System auch formal zu etablieren. Wichtig für die erfolg­reiche Implementierung sind die kontinuierliche Abstimmung mit den regulatorischen Vorgaben und dem Standardisierungsumfeld sowie die Marktstimulierung durch konkrete Aktionen wie beispielsweise Informationskampagnen, um die Wahrnehmung der Vorteile von Wasserstoffzertifikaten und -herkunftsnachweisen zu erhöhen. Durch die Implementier­ung des CertifHy-Zertifizierungssystems wird grüner und CO2-armer Wasserstoff zu einem wichtigen Eckpfeiler des europäischen Energiesystems.

Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  \ Funktionaler Digitaler Zwilling in der Messrobotic
Bereitgestellt von Benutzer: LifePR
Datum: 28.03.2019 - 11:34 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1709230
Anzahl Zeichen: 5715

Kontakt-Informationen:
Stadt:

München



Kategorie:

Auto & Verkehr



Diese Pressemitteilung wurde bisher 372 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Hin zu einem neuen Wasserstoffmarkt in Europa"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

TÜV SÜD AG (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

TÜV SÜD unterstützt beim Übergang auf ISO 8100-1/2 ...
Die Aufzugsbranche steht vor einem Umbruch. Die EN 81-20 und EN 81-50 werden durch die ISO 8100-1 und ISO 8100-2 abgelöst, die umfangreicher sind und detailliertere Anforderungen enthalten. Auch gültige Zertifikate nach den alten Normen müssen angepasst und neu ausgestellt werden. TÜV SÜD unter

TÜV SÜD gibt Tipps für bessere Sichtbarkeit im Straßenverkehr ...
Wenn es morgens später hell und abends früher dunkel wird, steigt die Unfallgefahr auf den Straßen. Radfahrer, Fußgänger und auch Haustiere sind in der Dämmerung und Dunkelheit häufig zu spät zu erkennen. Mit der richtigen Beleuchtung und reflektierender Ausstattung lässt sich dieses Risiko

TÜV SÜD gibt Tipps für bessere Sichtbarkeit im Straßenverkehr ...
Wenn es morgens später hell und abends früher dunkel wird, steigt die Unfallgefahr auf den Straßen. Radfahrer, Fußgänger und auch Haustiere sind in der Dämmerung und Dunkelheit häufig zu spät zu erkennen. Mit der richtigen Beleuchtung und reflektierender Ausstattung lässt sich dieses Risiko


Weitere Mitteilungen von TÜV SÜD AG


Projekt NAF-Bus: Autonom fahrender Bus bald auch im Kreis Dithmarschen unterwegs ...
Es klingt alles zu schön, um wahr zu sein: Ein fahrerloser Bus bringt Fahrgäste von A nach B, und das auch noch leise, sicher und umweltfreundlich. Was sich aber wie eine entfernte Zukunftsvorstellung anhört, erweist sich im Projekt NAF-Bus als tatsächliche Innovation der Gegenwart. Denn nach ge

"Zertifizierter Seilbahnbetrieb" für mehr Sicherheit und Zuverlässigkeit ...
Um die Sicherheit von Seilbahnen geht es beim Auftritt von TÜV SÜD auf der Interalpin 2019, die vom 8. bis 10. Mai 2019 in Innsbruck stattfindet. Die Leistungen für Hersteller, Betreiber und Planer reichen von Abnahmeprüfungen und wieder­kehrenden Prüfungen über Sicherheitsberichte und Konfo

"Zertifizierter Seilbahnbetrieb" für mehr Sicherheit und Zuverlässigkeit ...
Um die Sicherheit von Seilbahnen geht es beim Auftritt von TÜV SÜD auf der Interalpin 2019, die vom 8. bis 10. Mai 2019 in Innsbruck stattfindet. Die Leistungen für Hersteller, Betreiber und Planer reichen von Abnahmeprüfungen und wieder­kehrenden Prüfungen über Sicherheitsberichte und Konfor

Zu schwach für den Klimaschutz - Nach EU-Beschluss für Pkw-CO2-Grenzwerte muss Bundesregierung national nachsteuern ...
EU-Parlament hat einer zu wenig ambitionierten CO2-Reduktionsvorgabe bis 2030 für Pkw-Neuzulassungen zugestimmt - Deutsche Umwelthilfe sieht darin Freibrief für noch mehr Stadt-Geländewagen in unseren Städten - Richtlinie ist zu schwach, um die Klimaschutzziele im Verkehrssektor zu erreichen


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z