Umfrage: Deutsche Unternehmen spüren Digitalisierungs-Blues / Erst jedes vierte Unternehmen erzielt Umsatzsteigerungen durch Digitalisierung
ID: 1714943
Digitalisierung zu verzetteln. Für nur zwölf Prozent der Unternehmen
ist der digitale Umbau die wichtigste Aufgabe. 81 Prozent stufen die
Digitalisierung zwar immer noch als wichtig ein, der digitale Umbau
gilt aber inzwischen als eine Aufgabe unter vielen. Einer der Gründe:
erst wenige positive Effekte auf das Wachstum. Trotz digitaler
Anstrengungen steigerte erst ein Viertel der befragten Unternehmen
dadurch seinen Umsatz. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie
"Potenzialanalyse Transformation erfolgreich managen" von Sopra
Steria Consulting. 354 Spitzenmanager, Führungskräfte und
Spezialisten wurden dafür befragt.
Viele Unternehmen stecken im Digitalisierungsprozess fest. Obwohl
46 Prozent schon jetzt digitale Geschäftsmodelle entwickelt haben,
ist die Mehrheit der befragten Firmen mit dem bis heute Erreichten
nicht zufrieden. 69 Prozent benoten das eigene Unternehmen mit
"befriedigend" oder schlechter, wenn es um die Frage geht, wie gut
der Betrieb auf die digitale Transformation vorbereitet ist. Dabei
würde sich ein stärkeres Engagement durchaus lohnen, wie der
Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) jüngst erst verlauten
ließ. Bis 2025 würde allein die industrielle Bruttowertschöpfung des
Landes um etwa 425 Milliarden Euro steigen, sofern die Industrie
weiter an ihrer digitalen Reife arbeitet.
"Die größten Digitalisierungserfolge erzielen Unternehmen derzeit
auf der Kostenseite. Geht es um Wachstumsimpulse, denken Entscheider
vielfach noch nicht radikal genug", sagt Simon Oberle, Leiter Future
Management von Sopra Steria Next. "Viele konzentrieren sich darauf,
bewährte analoge Abläufe durch digitale nur zu verbessern, statt über
komplett neu konzipierte Kanäle und Prozesse mit Kunden zu sprechen,
gemeinsame Standards für Plattformen zu entwickeln oder in die
digitale Infrastruktur zu investieren."
Besonders wichtig sei es, genau diese bestehenden Strukturen
aufzubrechen. 59 Prozent der Unternehmen geben zu, dass ausgerechnet
die durch nicht integrierte Software und Daten fortbestehenden Silos
zu den größten Hindernissen bei der digitalen Transformation gehören.
Ohne eine durchgängig digitalisierte Datenautobahn (Ende-zu-Ende)
bleiben viele der digitalen Vorteile reine Zukunftsmusik.
Know-how-Lücke als Frustfaktor
Eine weitere Baustelle ist das nötige Fachwissen. Jedes zweite
Unternehmen beklagt, dass das notwendige Know-how fehlt, um die
digitale Transformation zu meistern. 42 Prozent bemängeln eine IT,
die nicht flexibel genug ist, um sie für die neuen Aufgaben fit zu
machen. Zudem leiden 37 Prozent unter zu langsam getroffenen
Entscheidungen und zumindest teilweise unter zu vielen Beteiligten
sowie einer starren Hierarchie. "Die digitale Transformation erfasst
von der IT-Technik bis zur Organisation das gesamte Unternehmen", so
Simon Oberle. "Das müssen vor allem die Verantwortlichen unbedingt
verinnerlichen und die Belegschaft abholen."
Der Experte plädiert deshalb dafür, die digitale Transformation
zur Chefsache zu machen und immer wieder darüber zu sprechen. Eine
Gefahr sieht Simon Oberle darin, das Thema einfach zu delegieren. 54
Prozent der befragten Firmen haben beispielsweise eine eigene
Digitaleinheit gegründet. Aus den Augen, aus dem Sinn - das dürfe auf
keinen Fall passieren, warnt der Digitalexperte. "Wer eine eigene
Digitaleinheit aufbaut, darf sie anschließend nicht im Keller
verstecken, sondern muss ihr eine starke Stellung im Unternehmen
geben."
Über die Studie:
Die Potenzialanalyse "Transformation erfolgreich managen" von
Sopra Steria Consulting und dem F.A.Z.-Institut basiert auf einer
Online-Befragung in den Bereichen Banken, Versicherungen, Energie-
und Wasserversorgung, Telekommunikation und Medien, öffentliche
Verwaltung, Automotive sowie sonstiges verarbeitendes Gewerbe. Im
Februar 2019 wurden 354 Entscheider, Manager und Fachkräfte zum
Status der digitalen Transformation, zu den Hürden sowie zu den
durchgeführten Maßnahmen befragt.
Zusatzhinweis: "Managementkompass Transformation erfolgreich
managen" veröffentlicht
Um Entscheidern einen tieferen Einblick zu gewähren, wo
Unternehmen mit ihren Digitalisierungsprojekten stehen, hat Sopra
Steria Consulting gemeinsam mit dem F.A.Z.-Institut zusätzlich den
"Managementkompass Transformation erfolgreich managen"
veröffentlicht. Der Studienband liefert Top-Entscheidern Erfahrungen
aus aktuellen Transformationsprojekten und zeigt, welche
Stellschrauben für den Erfolgt wichtig sind.
LINKS
Studie herunterladen:
http://bit.ly/Studie_Transformation_Managen
Infografik:
http://bit.ly/Grafik_Transformation_Managen
Managementkompass bestellen:
http://bit.ly/MK_Transformation_Managen
Über Sopra Steria Consulting (www.soprasteria.de)
Sopra Steria Consulting zählt heute zu den Top Business
Transformation Partnern in Deutschland. Als ein führender
europäischer Anbieter für digitale Transformation bietet Sopra Steria
eines der umfassendsten Angebotsportfolios für End-to-End-Services am
Markt: Beratung, Systemintegration, Softwareentwicklung,
Infrastrukturmanagement und Business Process Services.
Unternehmen und Behörden vertrauen auf die Expertise von Sopra
Steria, komplexe Transformationsvorhaben, die geschäftskritische
Herausforderungen adressieren, erfolgreich umzusetzen. Im
Zusammenspiel von Qualität, Leistung, Mehrwert und Innovation
befähigt Sopra Steria seine Kunden, Informationstechnologien optimal
zu nutzen. Mit mehr als 44.000 Mitarbeitern in 25 Ländern erzielte
Sopra Steria 2018 einen Umsatz in Höhe von 4,1 Mrd. Euro.
Die Sopra Steria Group (SOP) ist notiert an der NYSE Euronext
Paris (Compartment A) - ISIN: FR0000050809.
Weitere Informationen finden sich unter
www.soprasteria.de/newsroom
Pressekontakt:
Sopra Steria Consulting:
Nils Ritter
Tel.: +49 (0) 40 22703-8801
E-Mail: nils.ritter@soprasteria.com
Faktor 3:
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Tel.: +49 (0) 40 679446-6174
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Datum: 16.04.2019 - 09:30 Uhr
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