Von lebensnotwendigen und von gefährlichen Bakterien
Vortrag an der Asklepios Klinik Oberviechtach mit Dr. Christian Glöckner und Reinhold Scharf
Dr. Christian Glöckner (li.) und Reinhold Scharf. (Foto: Eva-Maria Zitzmann)(firmenpresse) - OBERVIECHTACH. Ein Erwachsener besitzt rund 10 Billionen Körperzellen, trägt aber 100 Billionen Bakterien am bzw. im Körper mit sich herum. Knapp 99 Prozent dieser Bakterien befinden sich im Darm, auf den Händen tummeln sich immerhin noch bis zu einer Billion Bakterien. „Bakterien im Alltag – können sie uns nützen oder müssen wir uns schützen?“, Antwort auf diese Frage gaben im Rahmen der Klinik-im-Dialog-Reihe m Vortragssaal der Asklepios Klinik Oberviechtach Chefarzt Dr. Christian Glöckner und Hygienefachkraft Reinhold Scharf.
Dabei spannten der Ärztliche Direktor der Klinik und der Hygienefachmann einen weiten Bogen von den einzelnen Bakterienarten über die durch manche Bakterien verursachten Erkrankungen bis hin zu hilfreichen Tipps für einen hygienischen Haushalt und die Stärkung des eigenen Immunsystems. Anhand von einprägsamen Schaubildern und Fotografien, kombiniert mit einem sehr informativen und kurzweiligen Vortrag, gelang es den beiden Experten, die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer für ein wichtiges Thema zu sensibilisieren, denn: Man sieht sie nicht, aber Bakterien sind überall.
Eine besondere Rolle nehmen die über 500 verschiedenen Arten von Bakterien im Magen-Darm-Trakt eines Menschen ein. Der Verdauungsprozess wäre ohne sie nämlich gar nicht möglich; jedoch sollte man auch wissen, dass ein nützliches Darm-Bakterium andernorts auch Schaden anrichten kann. Außerdem wurde von den beiden Experten klar unterstrichen, dass wir mit unseren „guten“ Bakterien in Harmonie zusammenleben müssen. „Unsere Darmflora muss im Gleichgewicht sein, damit die Verdauung richtig funktioniert“, resümierte Dr. Glöckner.
Hände waschen!
Nach einem Streifzug durch die bakteriellen Erkrankungen wie z.B. Tuberkulose (pro Jahr gibt es in Deutschland ca. 5000 Neuinfektionen, Tendenz steigend), die allgegenwärtige Karies oder die durch Streptokokken hervorgerufene Wundrose widmeten sich Scharf und Dr. Glöckner ausführlich dem Thema Hygiene und gaben hilfreiche Tipps, wie man sich mit entsprechenden Maßnahmen vor gefährlichen Bakterien schützt. Allen voran nannten sie das gründliche Waschen der Hände vor dem Kochen, vor dem Essen, nach Kontakt zu Tieren, vor dem Umgang mit Säuglingen oder kranken Menschen in der Familie: „Dadurch können bis zu 80 Prozent der Keime entfernt werden!“, so Hygienefachmann Scharf.
Aber, so der Chefarzt weiter: „Einen keimfreien Haushalt gibt es nicht. Und wir Menschen brauchen Bakterien in unserem täglichen Umfeld, damit unser Immunsystem dadurch stimuliert und trainiert wird und im Bedarfsfall reagieren kann.“ Folglich sei es auch nicht nötig, zuhause Flächen eigens zu desinfizieren, die Wäsche desinfizierend zu waschen oder antibakteriellen Mülltüten zu benutzen. „Lasst uns nichts übertreiben“, mahnte Dr. Glöckner. Wichtiger sei es, sein Immunsystem zu stärken, was sehr gut gelinge durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, der Vermeidung von Stress – und Antibiotika nur, wenn sie wirklich nötig sind. Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung stellt die Asklepios Klinik Oberviechtach mit den Abteilungen Innere Medizin, Allgemeinchirurgie und Orthopädie/Unfallchirurgie sowie verschiedenen Belegabteilungen eine Rundumversorgung für die Menschen der Region sicher. Die Patienten sind in ansprechenden Ein- und Zweibettzimmern mit jeweils eigenem Sanitärbereich untergebracht. Schwerstkranke Patienten werden in der Intermediate Care Station (IMC) optimal betreut. Die Anwendung neuer Behandlungsmethoden ist auf die größtmögliche Schonung der Patienten ausgerichtet. Bei kleineren operativen Eingriffen bietet man auch die Möglichkeit der ambulanten Operation. Für Notfälle steht rund um die Uhr eine leistungsfähige Ambulanz mit qualifiziertem Personal bereit.
Asklepios Klinik Oberviechtach
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Datum: 23.04.2019 - 16:46 Uhr
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