Ganzjähriger Sportbetrieb dank Kunstrasen (FOTO)

Ganzjähriger Sportbetrieb dank Kunstrasen (FOTO)

ID: 1725867

(ots) -
- Nutzungsdauer machen Kunstrasenplätze alternativlos
- Polytan bietet Systeme mit Kork, Sand und Gummigranulat an
- Fraunhofer-Studie für Deutschland massiv anzweifelbar
- Keine EU-Entscheidung zu Mikroplastik

In der letzten Zeit sind Kunstrasenplätze in die Diskussion
geraten. Verschiedene Veröffentlichungen haben dazu beigetragen, dass
ein in vielerlei Hinsicht nachhaltiges Produkt in Verruf gerät. Dabei
bietet der Kunstrasenplatz viele Vorteile, die nicht zur Diskussion
stehen, aber in Vergessenheit zu geraten scheinen. Dazu gehört vor
allem die ganzjährige, vom Wetter unabhängige Nutzbarkeit.

Es geht in der Diskussion nicht um den Kunstrasenplatz an sich,
sondern um den mit Gummigranulat befüllten Platz. Zum Verständnis:
Ein moderner Kunstrasenplatz besteht aus einer elastischen
Tragschicht, dem Teppich mit dem Rasen und dem sogenannten Infill.
Letzteres sorgt für die Traktion, die guten Spieleigenschaften und
schützt den Sportler vor Verletzungen. Hier gibt es verschiedene
Möglichkeiten, die alle Vor- und Nachteile haben. Dazu gehören Sand,
ein Kork-/Sand- und eine Granulat-/Sand-Befüllung. Ebenso möglich ist
ein Kunstrasenplatz ohne Befüllung. Alle diese Systeme bietet Polytan
als führender Hersteller von Sportbelägen an.

In der jetzt in der Öffentlichkeit geführten Diskussion geht es um
Plätze, die mit Gummigranulat befüllt werden. Per Definition fällt
dieses Granulat unter Mikroplastik, obwohl es beispielsweise im Falle
von Polytan bis zu 70 Prozent aus Naturstoffen und 30 Prozent
Kautschuk besteht. Es erfüllt unter anderem die Spielplatznorm EN
71-3.

In die Diskussion geraten ist der mit Granulat verfüllte Platz
durch eine Studie des Fraunhofer-Instituts, in der von einem
jährlichen Austrag (das Granulat, dass vom Platz getragen wird) in


Deutschland von 137 Gramm pro Einwohner spricht. Allerdings handelt
es sich hierbei nicht um eine empirische Studie, wie das Institut
selbst einräumt. Nach eigenen Berechnungen und Erfahrungen kommt
Polytan auf einen Wert von lediglich 13 Gramm. Das
Fraunhofer-Institut wird in einer neuen Studie das Thema Austrag noch
einmal aufnehmen. Das Institut hat unter anderem die in Deutschland
übliche Bauweise von Kunstrasen-Systemen nicht berücksichtigt, die
deutlich weniger Granulat als Füllmaterial braucht. Es finden zurzeit
intensive Gespräche zu diesem Thema zwischen Polytan als führendem
Hersteller von Kunstrasensystemen und dem Fraunhofer-Institut statt.
Leider wurde die Polytan GmbH als Marktführer im Vorfeld der Studie
von Fraunhofer nicht informiert und konnte deshalb auch nicht auf die
potenziellen Fehlerquellen bei den Erhebungen hinweisen.

Ein zweiter Punkt ist die Befragung der Europäischen
Chemie-Agentur ECHA zum Thema Ausbringen von Mikroplastik. Bis Ende
September 2019 haben Behörden, Platzeigentümer und die Industrie Zeit
sich zu dem Thema zu äußern. Dabei werden auch Aspekte wie soziale
und wirtschaftliche Auswirkungen berücksichtigt. In der Befragung
geht es nicht nur um das Granulat auf Kunstrasenplätzen, sondern um
das Ausbringen von Mikroplastik an sich. Nach Auswertung der
Befragung gibt die ECHA eine Empfehlung heraus, wie man zukünftig mit
ausgebrachtem Mikroplastik zu verfahren hat. Dieser Empfehlung können
die Mitgliedsstaaten und die europäische Kommission folgen. Die neuen
Regeln würden frühestens ab 2021 in Kraft treten, eine
Fristverlängerung von mehreren Jahren ist in einem solchen Fall nicht
unwahrscheinlich. Polytan geht zudem davon aus, dass es für
bestehende Plätze einen Bestandsschutz gibt. Alles andere wäre sehr
ungewöhnlich.

In der Diskussion entsteht der Eindruck, dass das ausgetragene
Granulat von Kunstrasenplätzen nahezu vollständig in die Umwelt
gelangt. Auch das ist nicht richtig. Der überwiegende Teil des von
der Spielfläche ausgetragenen Granulats bleibt auf dem Platzgelände,
wird aufgekehrt und entsorgt oder wieder auf dem Platz ausgebracht.
Was in der Diskussion oft zu kurz kommt: In vielen Städten und
Gemeinden kann nur mit einem Kunstrasenplatz der Spielbetrieb
ganzjährig und bei nahezu jedem Wetter aufrecht erhalten werden.
Deshalb haben sich die Sportplatzbetreiber für einen solchen Platz
entschieden. Gerade in Städten und Gemeinden mit wenig Flächen für
Sportanlagen ist der Kunstrasen deshalb nahezu alternativlos.



Pressekontakt:
Polytan GmbH
Tobias Müller
Gewerbering 3
86666 Burgheim
08432 / 8771
tobias.mueller@polytan.com

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Datum: 03.06.2019 - 11:54 Uhr
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