Warum Hand-Desinfektionsmittel und Sonnenlotionen potenziell schädlich für Fahrzeug-Innenräume sind (VIDEO)
ID: 1729318
- Chemikalien wie zum Beispiel Ethanol, das insbesondere in
Desinfektionsmitteln enthalten ist, können mit den Materialien
der Fahrzeug-Innenräume reagieren
- Ford testet unter extremen Bedingungen, damit Fahrzeuge den
Herausforderungen standhalten und länger gut aussehen
- Ziel ist die Entwicklung von Beschichtungen, die gegenüber
Chemikalien oder auch UV-Licht resistent sind und daher
sicherstellen, dass die im Auto-Innenraum verbauten Materialien
während des gesamten "Fahrzeuglebens" wie neu aussehen
- Ford-Experte: "Selbst das harmloseste Produkt kann Probleme
verursachen, wenn es hunderte oder sogar tausende Male im Jahr
mit Material-Oberflächen in Berührung kommt"
Hand-Desinfektionsmittel wie Gels und Reinigungstücher, von denen
viele Ethanol enthalten, und Sonnenlotionen mit hohem
Lichtschutzfaktor haben zahlreiche Vorteile für unsere Gesundheit.
Die zunehmende Nutzung dieser Produkte ist jedoch eine schlechte
Nachricht für die Innenräume unserer Autos. Denn einige der
Chemikalien - wie zum Beispiel Ethanol, das insbesondere in
Desinfektionsmitteln enthalten ist -, können mit den Materialien der
Fahrzeug-Innenräume reagieren und diese Materialien optisch altern
und verschleißen lassen - es sei denn, diese Werkstoffe wurden ab
Werk speziell behandelt und geschützt. Dies ist eine Herausforderung,
der sich die Ford-Experten stellen. Das Ziel ist die Entwicklung von
Beschichtungen, die gegenüber äußeren Einflüssen wie Chemikalien oder
auch UV-Licht (Sonneneinstrahlung) resistent sind und daher
sicherstellen, dass die im Auto-Innenraum verbauten Materialien
während des gesamten "Fahrzeuglebens" wie neu aussehen - denn das ist
ein wichtiger Wohlfühl-Faktor und verbessert zudem auch den
Wiederverkaufswert des Fahrzeugs.
Dies der Link auf ein entsprechendes Video:
https://youtu.be/-QoXnGIFhQ8
"Von Desinfektionsmitteln für die Hände über Sonnenlotionen bis
hin zu Insektenschutzmitteln ? die Verbrauchertrends ändern sich und
kontinuierlich kommen neue Produkte auf den Markt", sagt Mark
Montgomery, Senior Materials Engineer am Materials Technology Centre
bei Ford im britischen Dunton. "Selbst das harmloseste Produkt kann
Probleme verursachen, wenn es hunderte oder sogar tausende Male im
Jahr mit Material-Oberflächen in Berührung kommt."
Ford-Teams in Dunton und Köln testen Fahrzeuginnenraum-Materialien
wie zum Beispiel Kunststoffe bei über 70° C - auf diese Temperatur
und mehr kann sich an einem heißen Sonnentag der Innenraum eines
geparkten Fahrzeugs aufheizen. Mit starkem ultraviolettem Licht
simulieren die Experten zudem Material-Alterungsprozesse, die durch
permanente Sonneneinstrahlung verursacht werden. Die Dauer der
UV-Lichteinwirkung beträgt bei den Tests bis zu 1.152 Stunden (48
Tage).
Außerdem testen die Ford-Materialexperten verschiedene Kunststoffe
und Komposit-Materialien auf ihre Beständigkeit bei Temperaturen von
bis zu minus 30°C - dies ist ein Temperaturbereich, in dem
insbesondere Kunststoffe spröde und brüchig werden können. Auf die
getesteten Werkstoffe prallt dabei immer wieder ein Gummiball, der
zehnmal schwerer als ein regulärer Fußball ist, um die
Dauerbelastbarkeit des Materials zu ermitteln.
Basierend auf diesen Ergebnissen und Erkenntnissen lassen sich
Schutzlacke entwickeln, die ab Werk auf die Kunststoff-Oberflächen
aufgetragen werden. Die Lacke stellen sicher, dass die entsprechend
behandelten Materialien widerstandsfähiger insbesondere gegenüber
Chemikalien, Temperaturschwankungen und UV-Einstrahlung werden.
Der europäische Markt für Hand-Desinfektionsmittel soll in den
kommenden Jahren um 60 Prozent anwachsen* anwachsen - von knapp 330
Millionen Euro im Jahr 2018 auf über 520 Millionen Euro bis 2024.
Sonnenlotionen mit hohem Lichtschutzfaktor enthalten überdies größere
Mengen an Titanoxid, das mit Kunststoffen und natürlichen Ölen
reagieren kann, die in Leder vorkommen, besonders wenn es heiß ist.
Diethyltoluamid ist darüber hinaus der häufigste Wirkstoff in
Insektenschutzmitteln, die ebenfalls negative Auswirkungen auf die
Beschaffenheit von Oberflächen haben können.
* https://www.maiaresearch.com
Ford-Werke GmbH
Die Ford-Werke GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller und
Mobilitätsanbieter mit Sitz in Köln. Das Unternehmen beschäftigt an
den Standorten Köln, Saarlouis und Aachen mehr als 24.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung im Jahr 1925
haben die Ford-Werke mehr als 46 Millionen Fahrzeuge produziert.
Weitere Presse-Informationen finden Sie unter www.media.ford.com.
Pressekontakt:
Isfried Hennen
Ford-Werke GmbH
0221/90-17518
ihennen1@ford.com
Original-Content von: Ford-Werke GmbH, übermittelt durch news aktuell
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Datum: 14.06.2019 - 13:28 Uhr
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