Weltflüchtlingstag: action medeor hilft weltweit
ID: 1730574
- Flüchtlingsströme reißen weltweit nicht ab
- Die meisten Geflüchteten leben in Entwicklungsländern
- action medeor leistet Hilfe vom Niederrhein aus
Millionen Menschen müssen jedes Jahr ihre Heimat verlassen, weil
sie vor Krieg, Verfolgung und Gewalt flüchten. Die meisten von ihnen
kommen jedoch niemals in Westeuropa an, sondern schaffen es höchstens
bis ins Nachbarland. Sie werden dann von diesen Ländern, die oft
selbst zu den ärmsten der Welt gehören, als Flüchtlinge aufgenommen
und in Camps untergebracht. "Diese Menschen werden mit einem Mal zu
den Ärmsten unter den Armen", berichtet Bernd Pastors. Er weiß, wovon
er spricht, denn er ist Vorstandssprecher von action medeor, Europas
größtem Medikamentenhilfswerk, das viele dieser Flüchtlinge in
Entwicklungsländern betreut. Fast 17.000 Hilfspakete hat action
medeor im letzten Jahr von seiner Zentrale im niederrheinischen
Tönisvorst in die ärmsten Regionen der Welt versandt - so viele wie
seit Jahren nicht.
"Die Flüchtlingsströme haben in den vergangenen Jahren zugenommen,
und die Entwicklung ist auch aktuell leider nicht rückläufig", so
Pastors. Weltweit waren 2018 mehr als 70 Millionen Menschen auf der
Flucht, berichtet er, "und die meisten von ihnen - circa 85 Prozent -
werden von Entwicklungsländern aufgenommen. Das bedeutet für diese
Länder einen ungeheuren Kraftakt", so Pastors.
Ein Beispiel dafür ist die Demokratische Republik Kongo. Das
zentralafrikanische Land ist selbst seit Jahren krisengeschüttelt -
jetzt muss es auch noch Flüchtlinge aus dem benachbarten Burundi
aufnehmen, wo die Lage seit 2015 noch schlimmer ist und die Menschen
in Scharen vor der Gewalt fliehen. "Wir betreuen im Kongo diese
Geflüchteten, die oft nichts mehr besitzen und in einem elenden
gesundheitlichen Zustand sind", so Pastors. Gemeinsam mit Partnern
vor Ort hat action medeor am Rande eines Flüchtlingslagers ein
dringend benötigtes Gesundheitszentrum errichtet, mit dem nun
wenigstens die Basisversorgung der geflüchteten Familien
gewährleistet werden kann.
Afrika ist aber nicht die einzige Region, in der es große
Flüchtlingsströme gibt. "Wir müssen uns mit diesem Thema an allen
Ecken der Welt auseinandersetzen", erläutert Bernd Pastors. So ist
action medeor beispielsweise auch in Kolumbien aktiv. Durch den
dortigen bewaffneten Konflikt zwischen der Regierung und
Guerillagruppen wurden 16 Prozent der kolumbianischen Bevölkerung,
das sind fast 8 Millionen Menschen, aus ihren Häusern, Dörfern oder
Regionen vertrieben. In der Folge betreut action medeor in dem
südamerikanischen Land vorwiegend Binnenvertriebene. Aber es kommt
noch schlimmer: "Seitdem die Situation im benachbarten Venezuela
eskaliert ist, stranden immer mehr venezolanische Flüchtlinge in
Kolumbien - das stellt das ohnehin traumatisierte Land auf eine
schwere Belastungsprobe", so Pastors.
Kongo, Kolumbien, Venezuela, Sudan, Somalia, Syrien, Irak - die
Liste der Länder, in denen Menschen durch Flucht in ihrer Existenz
bedroht sind, ist lang. Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2019
machen Hilfsorganisationen wie action medeor daher auf das Schicksal
dieser Menschen aufmerksam. "Diese Menschen brauchen uns, denn viele
von ihnen würden ohne die internationale Hilfe, auch aus Deutschland,
ihr Leben verlieren", mahnt Bernd Pastors. Wer den Weltflüchtlingstag
zum Anlass nehmen will, zu helfen, kann dies gerne tun. "Aber man
kann auch dauerhaft und nachhaltig helfen, zum Beispiel mit einer
Dauerspende", betont Pastors. Unter www.medeor.de gibt's weitere
Infos dazu.
Pressekontakt:
action medeor
St. Töniser Str. 21
D-47918 Tönisvorst
Pressesprecherin Susanne Haacker
Tel.: 02156/978878, 0173/5152091
www.medeor.org
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Datum: 19.06.2019 - 14:17 Uhr
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